Inhaltsverzeichnis
Leseförderung
(Hermann Ruch)
- Abstract
Einführender Beitrag zum Themenschwerpunkt "Das Lesen fördern". Der Autor nennt u.a. einige Ergebnisse der PISA-Studie 2003 hinsichtlich der Lesekompetenz.
Hören - schreiben - sprechen
Aus der Audioarbeit im Projekt "Ohrenspitzer" (Thomas Herbst)
- Abstract
Aktive Audioarbeit war bis vor kurzem noch wenigen Spezialisten vorbehalten. Sie setzte profunde Hard- und Softwarekenntnisse voraus, wenn man in einigermaßen akzeptabler Qualität produzieren wollte. Heute können wir auf eine einfach zu handhabende Technik und auf kostenlose Software zurückgreifen. So kann mit vertretbarem Aufwand ein Deutschunterricht gestaltet werden, der die vier Sprachfertigkeiten (Hören, Sprechen, Lesen, Schreiben) gleichberechtigt berücksichtigt und die oft zu beobachtende »Text- und Schreiblastigkeit« vermeidet. Der folgende Artikel zeigt, wie man innerhalb einer Doppelstunde einen Text zum Klingen bringen kann. Fördern der Sprechkompetenz und konzentriertes Hinhören stehen im Mittelpunkt.
Texte sichtbar machen
Nichtsprachliche Gestaltungsformen und literarisches Textverstehen (Anja Ballis)
- Abstract
Textzusammenfassungen kommt im schulischen und außerschulischen Kontext eine bedeutsame Funktion zu. Am Ende der Unterstufe wird dabei oft mit dem Zusammenfassen von literarischen und expositorischen Texten begonnen. Die folgenden Anregungen für den Unterricht greifen hierfür auf die Strukturlegetechnik zurück, um sowohl das Abstraktionsvermögen der Schülerinnen und Schüler zu schulen, als auch die ästhetisch-interpretative Qualität von Texten zu berücksichtigen.
Krass, endgeil und abgefuckt
Aspekte der Jugendsprache (Bernhard Stör)
- Abstract
Das Phänomen »Jugendsprache« ist seit dem Aufkommen einer auf jugendliche Vorlieben und Bedürfnisse zugeschnittenen Sondersprache in der Epoche des »Sturm und Drang« zu beobachten. Im Zuge der Liberalisierung und Internationalisierung der Gesellschaft und begünstigt durch exponential zunehmende Kommunikationsmöglichkeiten und eine weltumspannende Medienvernetzung hat sich heute daraus ein überaus lebendiges und vielfältiges Sprachsystem entwickelt, dessen Grundlagen, Funktionen, Domänen und Erscheinungsformen der folgende Artikel zu beschreiben versucht.
»Meine ganze Seele hängt an dieser Gegend«
Auf den Spuren Adalbert Stifters (Wolfgang Sréter)
- Abstract
Der Artikel versteht sich als Beitrag zum Thema »Literarisch reisen«. Er berichtet von einer Schülerwerkstatt zu Adalbert Stifter, dessen 200. Geburtstag 2005 in den »Stifterregionen« Oberösterreich, Südböhmen und Bayern zahlreiche Gelegenheiten bot, diesen Dichter, Maler, Pädagogen und Humanisten kennenzulernen. Im Anhang werden die besten Schülerarbeiten dokumentiert.
Geliebt und verfolgt
Anja Tuckermanns Kinderroman »Muscha« (Peter Bräunlein)
- Abstract
Schon Zehnjährige interessieren sich für den Nationalsozialismus. Einen altersgemäßen Zugang zum Thema ermöglicht Anja Tuckermanns 2005 bei Ravensburger erschienenes Taschenbuch »Muscha. Ein Sinti-Kind im Dritten Reich«, das auf den Erfahrungen eines Sinti-Jungen im Dritten Reich basiert. Die konsequente Kinder-Perspektive der Autorin macht heutige Leser betroffen, die kindgerechte Aufarbeitung des historischen Hintergrunds ermöglicht eine intellektuelle Verarbeitung, die durch ein handlungsorientiertes Vorgehen unterstützt wird.
Horizonte erweitern
Sachbücher über den Tellerrand hinaus (Stephan Gora)
- Abstract
Ziel von »Horizonte erweitern« ist es, Schülerinnen und Schüler an die Lektüre von aktuellen Sachbüchern heranzuführen und dadurch Interesse für Sachbereiche zu wecken, die in der Schule zumeist zu kurz kommen. Für die Umsetzung dieser Idee werden hier zwei Organisationsformen vorgestellt: Das Leseprojekt kann entsprechend seinem fächerübergreifenden Charakter wie eine AG als ein fachunabhängiges Projekt durchgeführt werden. Oder einzelne Sachbücher werden im Rahmen eines Schul-Curriculums einzelnen Fächern zur vertiefenden Lektüre zugeordnet. In diesem Fall ist Deutsch das Basisfach, in dem der Umgang mit Sachbüchern vorbereitet wird.
Kurzfilm als Lyrikinterpretation
Medienkompetenz und Leseförderung (1. Teil) (Helmut Otten)
- Abstract
Der Beitrag verfolgt eine doppelte Zielsetzung. Er zeigt Wege zur Förderung literarischer Rezeptionsfähigkeit auf und verknüpft diese mit einer Methodik, die der Erweiterung der Medienkompetenz dient. Am Beispiel der Produktion von Kurzfilmen als Interpretationsansatz zu einem ausgewählten zeitgenössischen Gedicht soll vermittelt werden, wie poetische Sprache in ihren literaturästhetischen Formen in ein anderes künstlerisches Medium umgesetzt werden kann. Der hier vorliegende erste Teil konzentriert sich auf die didaktische Legitimation und Zielsetzung des Projekts, stellt den literarischen Ausgangstext vor und nennt methodische Schritte zu dessen Einführung im Unterricht.
Damit die Hörspielarbeit kein Drama wird
Ein Praxisleitfaden zum Hörspiel (Wolfgang Fabian)
- Abstract
Medien beleben das Geschäft; der Unterricht kann durch ihren Einsatz zum Erlebnis werden – so die Hoffnung auch vieler Deutschlehrer. Bei der Suche nach geeigneten Verfahren wird man nach wie vor auch das Radio in den Blick nehmen, die Vorteile gegenüber dem Video und dem Fernsehen nämlich liegen auf der Hand: Es geht schnell und die modernen Arbeitsmittel für Schnitt und Produktion sind relativ leicht erlernbar und kostengünstig zu haben. Im Deutschunterricht lassen sich kürzere Beiträge allemal verwirklichen. Im Zentrum stehen die Auseinandersetzung mit einem Thema, das Textverständnis, die sprachliche Gewandtheit sowie die Artikulation der geschriebenen Texte.
Zum Lesen verführen
Schulische Leseförderung zwischen Event und Ritual (Claudia Mutter)
- Abstract
Leseförderung ist als eine der gegenwärtig dringlichsten didaktischen Herausforderungen unumstritten. Dass diese Herausforderung nicht auf der Appellebene verbleibt, sondern vielmehr im schulischen Alltag praktische Bodenhaftung gewinnt, ist das Ziel des nachfolgenden Beitrags. Ausgehend von einer didaktischen Verortung weist der Artikel auf notwendige schulische Rahmenbedingungen hin. Daran knüpfen sich zahlreiche praktische Programmvorschläge: Wie wird eine Aktionswoche Lesen gestaltet? Kann eine ganze Schule gleichzeitig ein und dasselbe Buch lesen? Welche sinnlich erfahrbaren Lernziele können Leseevents außerdem erfüllen? Der Beitrag gibt darauf praktische Antworten und stellt abschließend zahlreiche Kleinformen der Leseförderung für den Schulalltag vor.
Wie Schüler lesen lernen
Beispiele gezielter Leseförderung (Jennifer Reglin)
- Abstract
Leseförderung nach PISA erscheint heutzutage nötiger denn je. Der folgende Beitrag mit seinen verschiedenartigen Materialien liefert dem Lehrer Anregungen, wie bereits zu Beginn der Erprobungsstufe auf abwechslungsreiche Weise die unterschiedlichen Kompetenzen im Bereich des Lesens geschult werden können. Die beigefügten Arbeitsblätter ermöglichen auch eine individuelle Förderung im Sinne einer Binnendifferenzierung heterogener Lerngruppen.
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