Inhaltsverzeichnis
»Der Radwechsel«
Lyrik als Impuls zum interkulturellen Austausch (Heidemarie Brückner)
- Abstract
Ausgehend von der positiven Erfahrung im Umgang mit Lyrik im Deutschunterricht mit Kindern und Jugendlichen unterschiedlicher Herkunft zeigt der Beitrag, wie gerade Gedichte zu sprachlichen Äußerungen anregen können. Die Auseinandersetzung mit ihrem Inhalt geschieht frei und ohne Vorgabe. Allein ihre Worte fordern zur Deutung auf und geben Impulse, miteinander ins Gespräch und in den interkulturellen Dialog zu kommen.
Rechtschreibschwäche
Vorurteile und Wirklichkeit (Alexander Geist)
- Abstract
Der Artikel bildet den Anfang einer Reihe von Beiträgen, die sich mit der Lese- und Rechtschreibschwäche bzw. Rechtschreibproblemen im Allgemeinen befassen. Das Thema rückt auch wegen einschlägiger Erlasse der Kultusministerien immer mehr ins Bewusstsein der Lehrkräfte. Zugleich ist kaum ein anderes psychologisches Gebiet so sehr von Vorurteilen und Halbwissen belastet.
Lernen in Szenarien
Interkulturelle Perspektiven als Lernchance (Petra Hölscher)
- Abstract
Durch das Lernen in Szenarien kann auf die Interkulturalität in Klassen und auf die höchst individuellen Unterschiede beim Zugang zu Texten eingegangen werden. Das Konzept führt zu erstaunlichen Ergebnissen, weil der Lernende Kompetenzen im Textverstehen nicht über Belehren und Befragen entwickelt, sondern aufgrund des Erfolgs bei eigenen entdeckenden, kommunikativen Handlungen in Bezug auf den Text. Die Schüler lernen mit- und voneinander und profitieren von den unterschiedlichen Zugängen zum Text, die zu einem erweiterten Textverstehen führen.
Feinschliff für Schülertexte
Das Ausdrucksvermögen optimieren (Susanne Klieber)
- Abstract
Es erscheint sinnvoll, die curricular vorgeschriebene Sprachbetrachtung mit dem Schreiben zu verknüpfen, was dem integrativen Charakter des Deutschunterrichts entspricht. Das Ziel der Materialien ist die Verbesserung des schriftlichen Sprachgebrauchs bzw. des Ausdrucksvermögens. Deshalb liegt der Schwerpunkt der Übungen auf typischen Schwierigkeiten, wie dem Gebrauch der indirekten Rede oder dem Vermeiden von Wortwiederholungen.
»Der Kameltreiber von Heidelberg«
Interkulturelle Leseförderung mit der phantastischen Erzählung von Rafik Schami (Brigitte Schulte)
- Abstract
Die im Folgenden dargestellte Unterrichtsreihe dient der Leseförderung insbesondere in Klassen mit einem hohen Anteil an Schülern mit Migrationshintergrund. Dabei stehen zwei Zielsetzungen im Vordergrund. Interkulturelles Lernen durch Kulturvermittlung, Perspektiveübernahme, Fragen nach Identität, Integration und Heimat. Und: methodisches Lernen durch eine sorgfältige Einführung in unterschiedliche Lesetechniken und Lernstrategien.
»Bildern das ihnen Ungehörige zuzumuten«
Rilkes Übertragungen von Bildern in Sprache (Torsten Hoffmann)
- Abstract
Wo Intermedialität im Deutschunterricht analysiert wird, geht es meistens um Medienkombinationen (Popsongs, Comics) oder um Medienwechsel, bei denen die Literatur das Ausgangsmedium darstellt (wie im Fall der Literaturverfilmung).1 Der folgende Beitrag schlägt am Beispiel Rainer Maria Rilkes einen anderen Weg vor, der von der bildenden Kunst zum Text führt, Literatur also als Zielmedium verhandelt. Die Mikroanalyse eines Briefs (Zeitbedarf mind. 90 Minuten) und eines Gedichts (ca. 45 Minuten) soll den Schülern das Bewusstsein dafür schärfen, dass sich Gesehenes nicht einfach sprachlich »abbilden« lässt, sondern immer von einem Medium ins andere übertragen werden muss – und dass dabei nicht nur Informationen verloren gehen, sondern auch auf produktive Weise hinzugefügt werden können.
»Ohne Deutsch kann man hier nichts machen«
Förderung von Schülern mit Migrationshintergrund (Cornelia Zierau)
- Abstract
Seit Januar 2006 erteilen Studierende der PH Schwäbisch Gmünd Schülerinnen und Schülern mit Migrationshintergrund in den Klassen 5 –7 an verschiedenen Haupt- und Realschulen in Kleingruppen Förderunterricht. Der Förderunterricht ist dabei fächer-übergreifend angelegt. Das heißt, die sprachliche Förderung greift in die fachliche Förderung hinein und wird mit ihr verzahnt. Wie das für das Fach Deutsch aussehen kann, soll im folgenden Beitrag erläutert und mit einem Unterrichtsentwurf, der ab Klasse 5 eingesetzt werden kann, veranschaulicht werden.
Herausforderung Migration
Das Förder- und Integrationsprogramm des Holbein-Gymnasiums Augsburg
- Abstract
Auch die Schülerpopulation der Fuggerstadt Augsburg kann nicht mehr mit der von früher verglichen werden. Am Holbein-Gymnasium zum Beispiel haben mittlerweile 24 Prozent der Schülerinnen und Schüler einen Migrationshintergrund. Aufbauend auf Erfahrungen seit den späten 1970er-Jahren, hat die Schule ein vielfältiges Förder- und Integrationsprogramm entwickelt, um dieser pädagogischen Herausforderung gerecht zu werden.
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