Inhaltsverzeichnis
Poetry Slam
Ein Projekt zur Literaturerziehung (Franziska König)
- Abstract
Das sich zurzeit wachsender Aufmerksamkeit erfreuende Format des Poetry Slam bietet sich dafür an, außerschulische Medienerfahrung der Jugendlichen für unterrichtliche Zwecke nutzbar zu machen und im Deutschunterricht mit einzubeziehen. Gleichzeitig ermöglicht es einen zeitgemäßen Literaturunterricht, was dem Ziel der Literaturerziehung dienlich erscheint. Der hier vorliegende Aufsatz beschreibt deshalb auch den Versuch, im Rahmen des Deutschunterrichts einer siebten Klasse einen eigenen Poetry Slam zu veranstalten, und möchte interessierten Lehrkräften gleichzeitig eine Anleitung zur Organisation an die Hand geben.
»Utopia« gestern – heute – morgen
Jugendliche zwischen tradierten Utopien und eigenen Visionen (Silke Pfeiffer)
- Abstract
In diesem Beitrag werden Wege aufgezeigt, wie Jugendliche ab der 9. Jahrgangsstufe im Deutschunterricht über verschiedene Textsorten und methodische Arrangements für Gesellschaftsentwürfe und individuelle Zukunftsvorstellungen interessiert und zu eigenständiger, kreativer und kritischer Textproduktion ermutigt werden können.
»Aber bitte auf Deutsch!«
Ein Lyrikwettbewerb, der Schule macht (Stephan Gora)
- Abstract
In diesem Beitrag wird ein fächerübergreifendes Projekt vorgestellt. In enger Zusammenarbeit der Fachschaften Deutsch und Musik haben Schülerinnen und Schüler über 50 Liedtexte verfasst, von denen dann 16 vertont wurden, um schließlich auf einem Schulfest präsentiert zu werden. Im Folgenden wird gezeigt, mit welchen produktionsorientierten Methoden Schüler ab der 6. Klasse ermutigt werden können, eigene Lied-Texte zu verfassen. Abschließend werden einfache Kriterien und Planungsideen für einen Lieder-Wettbewerb skizziert und Anregungen gegeben, wie ein solcher Wettbewerb moderiert werden kann – natürlich von Schülerinnen und Schülern!
»Kick it like Beckham!«
Wortartentraining mit »Lernen durch Lehren« (Kathrin Gußner)
- Abstract
Üben, üben, üben – dieser Forderung nachzukommen ist nicht immer einfach, vor allem dann, wenn Inhalte wie die Wortarten bereits seit der Grundschule Gegenstand des Unterrichts sind. Die »Lernen durch Lehren«-Methode kann die Schüler dennoch motivieren. Bei LdL treten sie selbst als Lehrer in Aktion. David Beckham als thematischer Rahmen kann dabei einen zusätzlichen (Motivations-)Kick darstellen, wie nachfolgend an einer Unterrichtssequenz zu den Wortarten gezeigt wird.
»Schattenkinder«
Realität oder nur Fiktion? Der Jugendroman von Margret Peterson Haddix (Svenja Büsching-Engemann)
- Abstract
Ein merkwürdiges und für Jugendliche beängstigendes Gedankenexperiment bildet die Kernidee des Jugendromans »Schattenkinder« von Margaret Peterson Haddix. Luke, ein zwölfjähriger Junge, darf laut Gesetzeserlass eigentlich gar nicht existieren, da seine Eltern schon zwei Kinder haben. Dennoch haben sie sich dafür entschieden, ihn zu bekommen, und er muss ein Leben im Verborgenen führen. Die Autorin schildert ein Szenario, das gar nicht so abwegig ist; vor allem im ersten Band der gleichnamigen Buchreihe gelingt Haddix die Gratwanderung zwischen Science-Fiction-Roman und möglicher Realität.
Achtung: Drachen!
Drachen als phantastische Wesen in der Kinder- und Jugendliteratur (Katrin Manz)
- Abstract
Wer kennt sie nicht, die Feuer speienden Wesen, die zuletzt ihre Popularität als geflügelte Reittiere junger Helden in der Fantasy ausgebaut haben? Doch gibt es nicht den Drachen, sondern vielmehr viele unterschiedliche Facetten dieses Mischwesens, das auf eine lange literarische Tradition zurückblicken kann. Auch seine Wesenszüge sind nicht eindeutig festgelegt. Mal erscheint der Drache als gefährliche Bestie, mal als Beschützer oder gar als drolliges Tier. Die folgenden Materialien zum Thema »Drachen« sollen den Schülerinnen und Schülern die Bandbreite des Drachenbildes in der Literatur verdeutlichen und ihre Kompetenzen im Umgang mit unterschiedlichen Textsorten fördern.
»Chez Max« – Wenn Utopie und Realität sich berühren
Jakob Arjounis Kriminalroman (Stefanie Schäfers)
- Abstract
Was den Kriminalroman »Chez Max« von Jakob Arjouni besonders geeignet für junge Leser erscheinen lässt, sind die zahlreichen Anspielungen auf die zukünftige Lebenswelt der Jugendlichen. Verbunden mit einer süffisant-sarkastischen Erzählweise führt uns der Ich-Erzähler eine Welt vor Augen, die, obwohl erst im Jahre 2064 zu erwarten, doch schon ihre Wurzeln in unserer Gegenwart geschlagen hat. Und so nähert sich der vorliegende Unterrichtsvorschlag für die Mittel- und Oberstufe dem Werk über das heute aktuelle Thema des Datenschutzes, ehe er auf den Handlungsverlauf, die Personenkonstellation, den Sarkasmus und die Funktion als Roman der Postmoderne eingeht.
Utopien und Dystopien
Zentrale Texte der europäischen Literatur (Wilhelm Matthiessen)
- Abstract
Der vorliegende Beitrag gibt eine Übersicht über die Entwicklung der Utopien (z.B. Platon, Morus) hin zur Dystopie (z.?B. Orwell) und stellt zentrale literarische Textausschnitte der europäischen Literatur bereit. Didaktisch-methodische Hinweise zeigen Einsatzmöglichkeiten im Deutschunterricht auf. Kurz-biografien und die Tabelle »Textauswahl« ermöglichen einen schnellen und unkomplizierten Einsatz im Unterricht.
»Die andere Seite«
Phantastische Literatur der frühen Moderne (Wieland Zirbs)
- Abstract
Dass Kinder für Märchen und Jugendliche für Fantasy zu begeistern sind, ist ein Allgemeinplatz. Dass zu dieser großen Familie phantasievollen Erzählens noch weitere, im Schulalltag viel zu wenig beachtete Geschwister gehören, zählt aber ebenfalls zu den gängigen Rezeptionserfahrungen. Wird die Science-Fiction in diesem Kontext gerade noch geduldet, beschäftigt sich hingegen kaum jemand mehr mit einem Genre, das vor 100 Jahren fester Bestandteil der literarische Szene war: der phantastischen Literatur. Ein Unterrichtsprojekt, das sich mit den theoretischen Voraussetzungen der Phantastik und entsprechenden Werken (auch in Auszügen) beschäftigt, verspricht so ein lohnendes und vor allem spannendes Unterfangen zu werden.
Zukunftsvisionen?
Dystopische Räume in den Eröffnungssequenzen von »Metropolis«, »Blade Runner« und »Brazil« (Claudia Maaß)
- Abstract
Die Frage, wie das Leben in der Zukunft aussehen könnte, bietet für den Unterricht vielfältige Gestaltungsmöglichkeiten. Die vorliegende Unterrichtseinheit geht ihr anhand der vergleichenden Analyse von Filmausschnitten aus drei stilbildenden Science-Fiction-Filmen nach. Dabei wird schrittweise in die Wahrnehmung und Analyse von Räumen, speziell filmischen Räumen, eingeführt. Die Filmauswahl vermittelt Schülern ab der 10. Klasse neben Kenntnissen zu Klassikern des Filmgenres auch den Einblick in dessen historischen Wandel sowie intermediale Referenzen.
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