Inhaltsverzeichnis
»Die Mutprobe«
Erschließung eines Jugendbuches mit auditivem Schwerpunkt (Miriam Isabell Gutterer)
- Abstract
Aktive Medienarbeit und Medienerziehung in der Schule zu unterstützen und den Schülerinnen und Schülern einen verständlichen Zugang zur Funktion und Wirkung der Medien zu bieten, ist aufgrund ihrer Vielfalt unerlässlich. Gerade der Deutschunterricht ist hierfür sehr gut geeignet, da die vier Fertigkeiten wie Lesen, Schreiben, Sprechen und nicht zuletzt das (Zu-)Hören geschult werden. Das Hörspiel stellt ein Gesamtwerk der Klasse dar, mit dem auch die soziale Kompetenz, die Teamfähigkeit, selbständiges Arbeiten gefördert werden sollen. Der größte Teil des Hörspiels basiert auf den Ideen der Schüler und Schülerinnen und verleiht somit dem ergebnisorientierten Verfahren einen Projektcharakter.
Webquests
Eine Schneise im digitalen Informationsdschungel? (Günter Schlamp)
- Abstract
Wissenschaftliche Untersuchungen bescheinigen Lehrern und Schülern fehlende Kompetenzen bei der Online-Recherche. Schon steht Abhilfe bereit: Bibliothekare und Informationsspezialisten bieten ihre Hilfe an: »Googeln, aber richtig« oder der »Internetführerschein«. Die Forderung nach dem Unterrichtsfach »Informationskompetenz« wird nicht auf sich warten lassen. Einschlägige Curricula gibt es schon. Das Internet aber wurde nicht für die Schule erfunden. Es ist auch keine große Bibliothek. Wie kann man es dennoch pädagogisch nutzen? Gibt es Alternativen zum endlosen Googeln? Der Autor zeigt, wie das Internet mit Webquests »gezähmt« und effektiv genutzt werden kann – im Idealfall in der Schulbibliothek.
»Lyrik live«
Poetry Slam, Poetry Clip, Poesiefilm – aktuelle mediale Lyrikformate (Claudia Maaß)
- Abstract
Poetry Slam1, Poetry Clip2, Poesiefilm3 – das sind Formate, in denen Lyrik nicht nur textuell, sondern auch auditiv, performativ und visuell gestaltet wird. Wie diese Varianten multimedialer Vermittlung von Lyrik im Deutschunterricht eingesetzt werden können, stellt der Artikel vor. Dabei liegt in der Abfolge von Rezeption, Analyse und Produktion ein Schwerpunkt auf dem Sprechen: über Textqualitäten und Inszenierungen, sowohl fremder als auch eigener Produkte, in präsentierenden wie auch kooperativen Lernszenarien. Die drei Module der Einheit bauen aufeinander auf und stellen erworbene Kompetenzen in einen neuen Anwendungszusammenhang. Jedes Modul kann jedoch auch separat unterrichtet werden.
»Der Name der Rose«
Roman und Film im Vergleich (Carolin Bücking)
- Abstract
Die vorgestellte Unterrichtssequenz verknüpft die Interpretation ausgewählter Romanauszüge mit einer vergleichenden Filmanalyse. Zunächst sollen die Schüler im Rahmen der Textanalyse die Intertextualität als grundlegendes Prinzip des Romans »Der Name der Rose« erkennen. In einem zweiten Schritt lernen sie Techniken der Filmanalyse kennen, die es ihnen ermöglichen, die filmischen Gestaltungsmittel zu untersuchen. Schließlich erfolgt ein Vergleich der Darstellungsmittel beider Medien. Ein kritischer Blick auf das Thema der Literaturverfilmung rundet die Einheit ab.
Paul Celans »Todesfuge«
Das schwierige Gedicht im stufenübergreifenden Unterricht (Rainer Fliege)
- Abstract
Schülerinnen und Schüler der Unter- und Oberstufe (z.B. Klasse 6 und 12) werden gemeinsam in einer Doppelstunde unterrichtet und lernen dabei mit Paul Celans Gedicht »Todesfuge« (entstanden 1945) einen der schwierigsten lyrischen Texte im Kanon des gymnasialen Deutschunterrichts kennen. Das ungewöhnliche Projekt »Stufenübergreifender Literaturunterricht« macht sich die beiden unterschiedlichen Herangehensweisen von Schülern der Unter- und Oberstufe zunutze. So unglaublich das Projekt in der Theorie anmuten mag, es funktioniert in der Praxis.
Kompetenzorientierung
Hinweise und Beispiele zur neuen Schreibdidaktik (Jürgen Rotschedl)
- Abstract
Kaum noch eine Veröffentlichung der Schreibdidaktik, die nicht zumindest im Untertitel auf die »Kompetenzorientierung« verweist! Neue Ansätze, Begriffsbestimmungen und Forschungsergebnisse tragen zur Weiterentwicklung der Aufsatzlehre, mitunter aber auch zur Verwirrung bei. Eine erhellende Zusammenfassung, gepaart mit umfangreichen Aufgabenbeispielen zu Übungs- und Prüfungszwecken, eine Zusammenschau von Theorie und Praxis also bietet die neue Handreichung »Neues Schreiben – Kompetenzorientierte Schreibformen im Deutschunterricht« des Staatsinstituts für Schulqualität und Bildungsforschung (ISB) in München.
Schreiben in der Diktatur
DDR-Schriftsteller als Opfer von Zensur und Verfolgung (Kristin Erlenmaier)
- Abstract
Die für Schüler ab der 10. Klasse geeignete Unterrichtseinheit vermittelt einen Eindruck von der Funktionalisierung der Literatur in der DDR-Diktatur und der Reaktion der Schreibenden auf die Eingriffe in ihre künstlerische Gestaltungs- und Meinungsfreiheit. Hierzu werden auf der Grundlage der Biographie und ausgewählter Werke von Wolf Biermann sowie Volker Braun handlungs- und produktionsorientierte Unterrichtsverfahren eingesetzt.
Lesen als Event in der Schule
Wo bist du, Liebste(r) – Bilder von schöner Leere in Gedichten (Wilfried Wittstruck)
- Abstract
Das Unterrichtsvorhaben stellt zwei Liebesgedichte in den Mittelpunkt, an denen unterschiedliche sprachliche Ausformungen des Gefühls der Sehnsucht verdeutlicht werden können. Eingebunden in die Planung eines kleinen Literaturevents sollen die Lernenden Lyrik als Ausdruck und Präsentation von sozialen und kulturellen Erfahrungen kennenlernen.
Schule der Stille
Ansätze eines kontemplativen Deutschunterrichts (Annemarie Niklas)
- Abstract
Kontemplation bedeutet eine innere Haltung des Hinhörens, die aus der »Beschauung« kommt. Die Schüler können an Orten, die zur Beschauung einladen, zur inneren und äußeren Stillen finden, um so hinzuhören auf Texte, die sie inhaltlich wie ästhetisch ansprechen. Ziel ist die bewusste Wahrnehmung von Texten als ästhetische Zeichen. Damit kommt dem konkret-sinnlichen Erfahrungsprozess der Textgestalt eine Bedeutung zu, die im alltäglichen Unterrichtsgeschehen häufig verloren geht.
Deutsch spontan
(Katrin Börm, Dennis Cramer, Wolfgang Schmitz)
- Abstract
Die Situation ist jedem von uns nur allzu vertraut: Beim Blick auf den Vertretungsplan stellt man fest, dass man am kommenden Tag in der bis dato unbekannten 8a Vertretung hat. Was tun? Wie kann man diese Stunde sinnvoll gestalten, was bietet man den Schülern an, um sie zu einer motivierten Mitarbeit zu bewegen? Wäre es in dieser Situation nicht ausgesprochen angenehm, auf einen Fundus ebenso inhaltsreicher wie anregender, jederzeit verfügbarer und sofort einsetzbarer Materialien zurückgreifen zu können?
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