Inhaltsverzeichnis
Was ist und wie lerne ich journalistisches Schreiben?
Creative Writing, Textgestaltung und der Blick des Reporters (Oliver Ruf)
- Abstract
Es gibt brauchbare Rezepte, an die sich jeder halten kann, der Berichte, Reportagen, Kommentare oder Glossen »machen« möchte. Der Creative Writing-Lehrer Oliver Ruf zeigt in seinem Essay, wie journalistisches Schreiben funktionieren kann und welche Lernwege es gibt.
Das Wort soll glänzen
Ror Wolf zum Achtzigsten (Hubert Spiegel)
- Abstract
Ein Sprachartist auf der Rennbahn des Reims, ein Collagenspieler, der die Angst vor dem leeren Blatt Papier nie kennenlernen musste – ein Besuch bei dem großen deutschen Schriftsteller.
Einfach gar keine Haltung
Zum 60. Geburtstag der »Bild« (Claudius Seidl)
- Abstract
Claudius Seidl (F.A.Z.) bezieht in seinem Artikel zum Jubiläum der »Bild«-Zeitung präzise Stellung und spricht aus, was er von der journalistischen Arbeit des mächtigen Blatts hält. Klare These: Die »Bild«-Zeitung wird zwar von Millionen gelesen, schreibt aber dennoch nicht auf, was das Volk denkt und meint.
Nominalisierte Verben durch die Erweiterungsprobe erkennen
Das Verwenden des syntaxbezogenen Ansatzes zum Vermitteln einer möglichen Lernstrategie (Wolfgang Klenck, Katja Röken)
- Abstract
Das fälschliche Kleinschreiben substantivierter Verben ist bei etlichen Schülern ein häufiger Fehler. Für das Erkennen, ob das Verb als Nomenagiert, bekommen sie im wortartenbezogenen Rechtschreibunterricht die Artikelprobe oder den Hinweis auf Signalwörter als Hilfe angeboten. Der syntaxbezogene Ansatz soll als weitere Hilfestellung die Möglichkeit einer Erweiterungsprobe in den Fokus rücken.
Emil und die Detektive
Annäherung an einen berühmten Autor (Horst D. Mannel)
- Abstract
Die hier vorgestellte Unterrichtseinheit basiert auf dem Kästner-Buch »Emil und die Detektive«, das erstmalig 1929 erschienen ist. Die Schüler lernen Kästner nicht nur als Kinderbuchautoren kennen, sondern erfahren auch einiges über seine Zeit. Mithilfe von biografischen Textauszügen des Autors erkennen die Mädchen und Jungen die Querverbindungen zwischen den eigenen Erfahrungen des Autors und seinem literarischen Schaffen. Die Materialien sind so angelegt, dass sie die Schülerinnen und Schüler neugierig machen und sie motivieren, sich intensiv mit dem Buch, seinen Hintergründen und dem Autor Erich Kästner auseinanderzusetzen.
Abwechslung ist zu wenig
Satzanfänge zur Lesersteuerung (Heinz Risel)
- Abstract
Wenn im Deutschunterricht Satzphänomene betrachtet werden, stehen meist Satzart, Satzglieder oder Teilsätze (Hauptsatz, Nebensatz) im Zentrum. Die Reihenfolge der Wörter im Satz wird dagegen selten reflektiert. Dass dieser Betrachtungsaspekt aber didaktische Potenziale birgt, konkretisiert der folgende Beitrag.
Partizip II als Attribut
Warum niedergelassene Zuschauer nicht so gut funktionieren wie niedergelassene Ärzte - Zweifelsfälle der deutschen Grammatik (Teil 10) (Klaus Mackowiak)
- Abstract
Kann man sagen bzw. schreiben: die niedergelassenen Zuschauer? Und wie steht es mit den niedergelassenen Ärzten? Das Wort niedergelassen ist ein Partizip II. Das Partizip nimmt eine Mittelstellung zwischen Verb und Adjektiv ein. Das Partizip II wird im Konjugationssystem bei der Bildung der Perfektzeiten Perfekt, Plusquamperfekt und Futur II und des Passivs aller Tempora verwendet, kann aber oft auch außerhalb des Verbalkomplexes adjektivisch eingesetzt werden.Nicht immer ist aber klar, wann. Diese Unterrichtseinheit soll Schülerinnen und Schülern sicherer machen, in welchen Fällen ein Partizip als Adjektiv eingesetzt werden kann und in welchen nicht. Sie erlaubt, das Thema unterschiedlich tief zu behandeln.
Die Persiflage
Eine journalistische Textsorte im Unterricht (Annemarie Niklas)
- Abstract
Die Persiflage wird als Verfahren der Textproduktion – zu Gunsten der Parodie – im Deutschunterricht eher selten verwendet. Dabei bietet sie eine Vielfalt an Möglichkeiten, gerade wenn es um ein am Leser orientiertes Schreiben geht, wie das beispielsweise für Schülerzeitungen der Fall ist. Im Folgenden wird gezeigt, wie Schülerinnen und Schüler selbständig Themen finden und im Rahmen eigenständig zugeordneter literarischer Vorlagen persiflieren können. Ausgangsmaterial ist »Die neue Häschenschule«, eine Persiflage des bekannten Bilderbuchs, die 2010 unter der Rubrik »Politik« in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung erschien.
6Kornbrot »Deutschland«
Nationalsozialismus und wir« in popkultureller Brechung (Stephan Rauer)
- Abstract
Nicht nur in Geschichte, auch im Deutschunterricht steht die Beschäftigung mit dem »Dritten Reich« und seinen Folgen an prominenter Stelle. Diese breite Behandlung führt gelegentlich zu einem Unbehagen bei Unterrichteten wie Unterrichtenden. Das vorliegende Unterrichtsmodell bietet die Möglichkeit, Jugendliche zu einer Problematisierung dieses Kontextes zu führen, nämlich die Rolle des Nationalsozialismus für Jugendliche heute wie auch seine Behandlung im Unterricht auf der Metaebene grundsätzlich zu diskutieren.
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