Inhaltsverzeichnis
Ressourcenorientierte Diagnostik
(Volkmar Baulig)
- Abstract
Sonderpädagogische Diagnostik wird u. a. zunehmend dadurch erschwert, dass die Unterscheidung zwischen lernhilfe- und erziehungshilfebedürftigen Schülerinnen und Schülern immer problematischer wird. Es mangelt insbesondere am Testinstrumentarium, aber auch daran, präzisieren zu können, wie das Kind sich fühlt und was es braucht. Vor allem Ressourcen, das was das Kind in seinen Schwierigkeiten nicht direkt zeigt, eröffnen Chancen auf einen anderen pädagogischen Umgang. Diesbezüglich wird der Begriff der ressourcenorientierten Diagnostik eingeführt und mit praktischen Beispielen belegt.
Namenwörter
Menschen, Tiere, Pflanzen, Dinge (Kristine Schmitt-Dietrich)
- Abstract
Bei Namen-, Tun- und Wiewörtern kann ein Kind die Groß- und Kleinschreibung nur richtig einsetzen, wenn ihm die Funktion dieser Wortarten einsichtig ist. Schülerinnen und Schüler mit Förderbedarf benötigen intensive und regelmäßige Übungen zur Wortbildung und bereichern hierdurch ihre sprachliche Ausdrucksfähigkeit sowie ihre Sprachkompetenz. Der fachliche Begriff »Namenwort« mit all seinen Bezeichnungen wird hier mithilfe unterschiedlicher Arbeitstechniken geübt.
Redensarten und ihre Entstehung
Lebensweisen im Mittelalter (Annett Goerlitz)
- Abstract
Redensarten sind sprachliche Wendungen, die meist eine symbolische Bedeutung besitzen. Viele Redensarten im heutigen Sprachgebrauch gehen auf das Mittelalter zurück. Ansatzpunkt im Unterricht ist es, an die lebensweltliche Erfahrung der Schülerinnen und Schüler anzuschließen und deutlich zu machen, wie Historie bis in unsere Zeit wirkt. Bekannte Redensarten der Gegenwart werden so mit dem Ursprung verknüpft und veranschaulichen den Zusammenhang von Geschichte und Gegenwart.
Achsensymmetrie
Erste bewusste Begegnung mit der Symmetrie (Silke Hartmann)
- Abstract
Stellt man sich die Frage, was Bienenwaben, Schneeflocken, Ornamente und Gebäudeformen miteinander verbindet, so könnte die Antwort in der Geometrie zu suchen sein. Genauer gesagt ist es die Symmetrie. Schnell wird in der Umwelt deutlich, dass die Symmetrie stets gegenwärtig ist – jedoch nicht immer bewusst. Dabei können wir dank der Symmetrie solche Figuren schneller speichern als asymmetrische.
Trugbilder
Geometrisch-optische Täuschungen (Horst Stephan)
- Abstract
Vor dem Hintergrund schnell ziehender Wolken scheint sich eine Kirchturmspitze zu bewegen, und ein Stock, der sich teilweise im Wasser befindet, erscheint geknickt. Dies beruht auf visueller Irritation, d. h. einer Wahrnehmungstäuschung. Das vorliegende Beispiel greift geometrisch-optische Trugbilder auf. Die Beschäftigung damit dient der Wahrnehmungsförderung bzw. der Entwicklung visueller Fähigkeiten bei Schülerinnen und Schülern mit Förderbedarf.
Unser Schulspiel
Schuleingangsdiagnostik für individuelle Förderung (Marion Burscheidt)
- Abstract
Individuelle Förderung als Leitziel und im Schulgesetz verankert, verpflichtet Lehrerinnen und Lehrer, alle Kinder entsprechend ihren Begabungen zu fördern. Die Diagnosefähigkeit aller Lehrkräfte, insbesondere an der Grundschule, muss daher ausgebildet, erweitert und verbessert werden, um die steigenden Anforderungen erfüllen zu können. Diese Eingangsdiagnostik eignet sich aber auch für den Einsatz in der Unterstufe an einer Förderschule mit dem Schwerpunkt Lernen.
»Ruck-Zuck«
Ein Spiel zur Festigung von Begriffen (Ramona Wolff)
- Abstract
Immer wieder erlebe ich es, dass Förderschüler nicht in der Lage sind, sich bereits erarbeitete abstrakte Begriffe einzuprägen und damit zu arbeiten. Durch Modifizierung bekannter Rate-Spiele aus dem Fernsehen werden ihnen diese fast unterbewusst vermittelt. Hier geht es um das bekannte Spiel: »Ruck-Zuck«. Die Anwendung bezieht sich auf Themen aus Gesellschaftskunde, lässt sich aber für alles Weitere auch modifizieren.
Wandschmuck
Mit Pappe, Schere, Laubsäge und Sperrholz (Heinz-Lothar Worm)
- Abstract
Verstärkt gegebene Entwicklungsanreize im Bereich der Feinmotorik fördern auch Kognition und Sprache. Aus diesem Grunde sollten seitens der Schule im Bereich der sonderpädagogischen Förderung immer wieder Werk- bzw. Bastelarbeiten angeboten werden, die der Ausbildung (fein-)motorischer Fähigkeiten dienlich sind, wie im nachfolgenden Beitrag beschrieben wird.
Mit dem Willen Berge versetzen
Selbstwirksamkeit und Könnensoptimismus (Klaus Balster)
- Abstract
Menschen verhalten sich wie ihr Selbstkonzept. Das Selbstkonzept ist der Wert, den man sich selbst zuschreibt, die Vorstellung über die eigene Leistungsfähigkeit. Könnensoptimismus ist dann bei Kindern aufgebaut, wenn es ihnen u. a. gelingt, Selbstinstruktionen oder Strategien einzusetzen. Das gelingt aber meist nur durch eine Veränderung ihrer subjektiven Sichtweise, durch ein »anderes« Selbstkonzept. Besonders durch Bewegung, Spiel und Sport lässt sich das Selbstkonzept steigern, weil sich Jungen und Mädchen in, mit und durch Bewegung besonders gut ausdrücken und Erfolge und Nichterfolge unmittelbar und direkt als selbst verursacht erleben können.
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