Inhaltsverzeichnis
Schreiben – aber wie?
Ein Blick auf Lehr- und Lernprozesse (Iris Füssenich)
- Abstract
»Was Lesen und Schreiben für mich bedeutet, ist Freiheit, frei von Ängsten, frei seinen Arbeitsplatz wählen zu können, die Freiheit mit welchen Menschen man sich abgibt, die Freiheit in welchem Land man leben will« (AOB 1996, S. 10). So die Äußerung einer Frau, die einen Lese- und Schreibkursus besucht. »Welche unterschiedlichen schulischen Bedingungen führen möglicherweise dazu, dass eine größere Zahl von Haupt- und Sonderschülern bis zum Ende ihrer Schulzeit nicht in ausreichen¬dem Maße lesen und schreiben lernt, so dass sie nach der Schule zu funktionalen Analphabeten werden«, fragt Barbara Rohr bereits 1981. Dass sich an diesem Problem nichts geändert hat, zeigt der Kontakt zu Schulabgänger/innen und belegen Studien wie PISA.
Schreiben – mehr als (aber auch!) Rechtschreiben
(Claudia Husen)
- Abstract
Dass Schreiben mehr erfordert als das Beachten der Rechtschreibung, stellt heute wohl kaum jemand in Frage. Beim Schreiben von Texten steht vor allem der Inhalt im Vordergrund. Doch kann man die Rechtschreibung deshalb einfach »vergessen«? Im vorliegenden Beitrag wird gezeigt, warum das nicht so ist, wie die Rechtschreib- und Grammatikfähigkeit mit anderen Schreibfähigkeiten zusammenhängt und wie sie sinnvoll im Textzusammenhang gefördert werden kann.
Kinder schätzen ihre Texte selbst ein
»Ich finde ihn super, weil mir sehr gute Wörter eingefallen sind.« (Gertrud Binder)
- Abstract
In einem Projekt im 3. und 4. Schuljahr wurde erprobt, die Kinderperspektive bei der Einschätzung von Texten einzubeziehen.
Zum Schreiben ermutigen
Texte verfassen durch offene Schreibanlässe (Erika Altenburg)
- Abstract
Betrachtet man die lebenspraktische, die lebensweltliche Bedeutung des Textschreibens, so wird schnell deutlich, dass die Kernkompetenz darin besteht, überhaupt ein Produkt erzeugen zu können, das man als Text bezeichnen kann. Die Fähigkeit, sich schriftlich ausdrücken zu können, ist das Entscheidende.
Was tun mit Zappelphilipp & Co?
(Edwin Ullmann)
- Abstract
Kinder mit AD(H)S wollen lernen und Erfolge haben. In der Regel brauchen sie wesentlich mehr Kraft und Energie, um die gleichen Erfolge erzielen zu können wie nicht betroffene Kinder. Sie wollen auch geliebt und anerkannt werden, setzen aber oft kontraproduktives Verhalten ein, um Aufmerksamkeit in Form von Zuwendung zu bekommen. Solche Kinder fordern Lehrkräfte und Eltern enorm heraus.
Stichwort: Inklusion
Die Behindertenrechtskonvention und die Förderschule (Timm Albers)
- Abstract
Die aktuell durch die UN-Konvention zum Schutz der Rechte von Menschen mit Behinderung angeregte Diskussion um die Legitimation von Förderschulen wird begleitet von einem Wandel des Berufsbildes, der sich von einer institutionalisierten sonderpädagogischen Unterstützung in spezialisierten »Sonderschulen« hin zur präventiven Arbeit und Unterstützung der Lehrkräfte an der allgemeinen Schule vollzieht.
Rechtecke aus Streichhölzern legen
(Angela Bezold)
- Abstract
Kombinatorische Fragestellungen eignen sich in besonderer Weise, um n-Ecke wie das Rechteck oder Quadrat genauer zu erforschen. Aufbauend auf bereits vorhandenem Wissen erwerben die Kinder durch Handeln auf der enaktiven Ebene vertiefte Kenntnisse über die Flächenformen. Auf spielerische Weise gehen sie anspruchsvollen Fragen nach: Welcher Zusammenhang besteht zwischen den Seitenlängen und dem Umfang? Warum gibt es nicht mehr Möglichkeiten, ein Rechteck mit diesem Umfang zu legen? Ist ein Quadrat auch ein Rechteck? Diese »Forscherfragen« bieten darüber hinaus ein Übungsfeld für die Strategie des unsystematischen oder systematischen Ausprobierens.
Von der Trägheit der Körper
Erstes Newtonsches Gesetz (Horst Stephan)
- Abstract
Das Thema »Trägheit der Körper« ist ein anschauliches und grundlegendes Beispiel für physikalische Erscheinungen und Gesetze der Mechanik. Das Newtonsche Trägheitsgesetz dürfte bei den Schülerinnen und Schülern Beachtung finden, weil es sich durch alltägliche Beobachtungen und Erfahrungen belegen sowie durch einfache und anregende Experimente erschließen lässt.
Meine Rechte und Pflichten als Arbeitnehmer
Vergleich früher und heute (Dorota Lewicka)
- Abstract
Die Hauptaufgabe eines Erziehungssystems in jeder Demokratie besteht darin, dass Schülerinnen und Schüler ihre Rollen als Staatsbürger wahrnehmen können. Das Wissen und die demokratischen Gewohnheiten, die wir für sie heute bereithalten, werden darüber bestimmen, ob wir als Demokratie erfolgreich sein werden oder versagen, wenn diese Kinder und Jugendlichen beginnen, unsere Zukunft zu planen.
Rituale im Religionsunterricht
(Volker Schwarzkopf)
- Abstract
In den Fächern evangelische und katholische Religionslehre können Rituale in besonderer Weise den Stunden-, Tages-, Wochen- und Jahresrhythmus vorgeben, Anker in der zeitlichen und räumlichen Abfolge von Unterrichtsaktivitäten sein und nicht zuletzt können hier Frei- und Klärungsräume für Krisen, Störungen und besondere Anlässe geschaffen werden. Wichtig ist, dass Rituale als sinnvoll oder sinnstiftend erlebt werden und dass die Lehrkräfte den Schülerinnen und Schülern authentisch und empathisch begegnen können.
Links-Rechts-Kombination
Förderung der Seitigkeitssicherheit (Klaus Balster)
- Abstract
Fähigkeiten zur Seitigkeitssicherheit sind grundlegend, sowohl für die Bewältigung motorischer Aufgaben, wie Fangen von Bällen, beidbeiniges Trampolinspringen oder für das Gelingen von Tänzen, auch für schulische Handlungsprozesse, wie Halten eines Blattes oder Schreib- und Bastelvorgänge bzw. für die sichere Ausführung von Alltagstätigkeiten, z. B. Tragen von Gegenständen.
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