Inhaltsverzeichnis
Forschen im Mathematikunterricht – faszinierend!
(Angela Bezold)
- Abstract
Forschen bedeutet, mathematische Phänomene aufzuspüren, zu verallgemeinern, Beziehungen herzustellen und Begründungen für die Entdeckungen zu suchen. Erforscht werden können Axiome,, Sätze, Gesetze, Konventionen – die im Laufe der Geschichte entdeckt, festgelegt oder bewiesen wurden, aber auch Muster und Strukturen, die sich durch künstlich geschaffene Aufgabenformate ergeben. Im Mathematikunterricht die Grundhaltung eines „kleinen Wissenschaftlers“ einzunehmen, kann faszinieren und stellt die Freude an der mathematischen Welt in den Vordergrund des Tuns.
Forschen mithilfe von Zahlenmauern
(Daniela Richter)
- Abstract
Mithilfe des Übungsformats „Zahlenmauern“ können die Schüler nicht nur ihre Rechenfertigkeiten verbessern, sondern auch zum Forschen und Entdecken angeregt werden. Neben der Automatisierung der Eins-plus-eins-Sätze werden die Schüler zum Kommunizieren und Argumentieren angeregt. Fantasie und Entdeckerfreude können geweckt und mit mathematischen Fähigkeiten verbunden werden, z. B. Suchen nach Regeln, Entdecken von Zusammenhängen und Überprüfen von Vermutungen.
Ziffernkärtchen – ein vielseitiges Übungsmaterial
(Heike Gutmann, Elisabeth Kick)
- Abstract
Ziffernkärtchen sind zwar ein bekanntes und leicht herzustellendes Rechenmaterial, werden aber oft „nur“ verwendet, um Plus- oder Minusaufgaben zu legen. Dabei bietet dieses Lernmaterial die verschiedensten Übungsmöglichkeiten – nicht nur, um Rechenfertigkeiten zu verbessern, sondern auch, um das Denken und Argumentieren anzuregen.
Streichquadrate erforschen
(Carola Schraml)
- Abstract
Die Forscheraufgabe Streichquadrate – ein künstlich geschaffenes Aufgabenformat – ermöglicht überraschende und faszinierende Entdeckungen. Diese Entdeckungen vollständig zu durchdringen, ist wohl eher besonders begabten Kindern vorbehalten, jedoch ermöglicht das Aufgabenformat auch einfache und weniger komplexe Entdeckungen. Das Entdecken von mathematischen Zusammenhängen auf individuellem Niveau bereitet nicht nur Freude, sondern schult gleichzeitig – im Sinne des produktiven Übens – intensive additive Rechenfertigkeiten.
Das Dilemma zwischen aufgefressen werden und Entfremdung
Gesunde Abgrenzung im beruflichen Alltag (Stefan Seiler)
- Abstract
Lehrer, Erzieher und Pädagogen sind zu Dienstleistern geworden und sie sind mit einer Veränderung der beruflichen Anforderungen konfrontiert. Haben Sie sich auf diesen Wandel eingestellt und wie gehen Sie mit diesen Anforderungen um? Gehört es zu Ihrem beruflichen Selbstverständnis, einen reflektierten Umgang mit Ihren Gefühlen zu verkaufen, oder denken Sie nach wie vor, dass Ihre Kernkompetenz in Ihrer Fachkompetenz liegt? Bringt unser Arbeitskontext eigentlich jene Voraussetzungen mit, die wir benötigen, um mit diesen veränderten Anforderungen umgehen zu können?
Das Fibonacci-Projekt
Mathematik aktiv-entdeckend lernen (Ruth Dolenc-Petz, Petra Ihn-Huber)
- Abstract
Stures Rechnen und Auswendiglernen von Einmaleins-Aufgaben gehören der Vergangenheit an, vielmehr spielen Verständnis und Kreativität im Mathematikunterricht der Grundschule eine immer größere Rolle. Dabei wird großer Wert auf lebensnahe Aufgabenstellungen gelegt, die die Bedeutung der Mathematik im Alltag verdeutlichen und einen ganzheitlichen, problemlösenden Zugang erfordern. Lehrer in ganz Europa sind auf dem besten Weg, dem Probieren, Forschen und Entdecken in ihrem Mathematikunterricht mehr Raum zu geben.
„Der kleine dicke Ritter“
Eine spannende Klassenlektüre (Gabriela Schilling)
- Abstract
In jedem Kind steckt ein kleiner Held, der etwas erleben möchte, der das Abenteuer und die Gefahr sucht. Aus diesem Grund sind Ritter, die auf Burgen leben und die Welt von Bösewichten und Ungeheuern befreien, in diesem Alter besonders interessant. Das alles, gepaart mit Witz und Humor, findet sich in dem Buch „Der kleine dicke Ritter“ von Robert Bolt. Ein handlungs- und produktorientierter Umgang mit dieser Klassenlektüre, der die Kinder mit-hilfe eines Lesetagebuches zum Lesen motiviert, wird beschrieben.
Nächstenliebe und Toleranz
Auseinandersetzung mit Antisemitismus (Nina Börgers)
- Abstract
Die Schüler begegnen in den Medien der Thematik „Nationalsozialismus“, bleiben aber oft mit ihren Fragen allein und haben nur bruchstückhaftes Wissen und ein verzerrtes Bild von den historischen Vorgängen. Das Problem des sich ausbreitenden Rechtsextremismus erfordert, dass Schüler über die Geschichte und Folgen des Holocaust aufgeklärt und mit ihnen Möglichkeiten zum verantwortungsvollen Handeln thematisiert werden.
Der Wasser-Führerschein
Spielerische Wassergewöhnung (Mathias Menz)
- Abstract
Bewegungen im Wasser sind mit einer Vielzahl von Sinneseindrücken und körperlichen Empfindungen verbunden. Ob diese Erlebnisse positiv oder negativ eingestuft werden, hängt damit zusammen, wie Wasser in der Vergangenheit wahrgenommen wurde. Erste Erfahrungen mit Wasser sind fundamental für das spätere Erlernen eines Schwimmstils. Nur wenn sich Kinder im Wasser sicher fühlen, werden sie sich später trauen, die Beine vom Beckenboden abzuheben, um erste Gleit- und Schwimmversuche zu unternehmen. In der hier vorgestellten Einheit spielen die Kinder „Wasserauto“ und sammeln zum Teil erste Erfahrungen im Wasser.
Wörterbucharbeit
Einführung und Übung (Doreen Böll)
- Abstract
In der Deutschdidaktik wurde schon früh die Forderung erhoben, das Wörterbuch zu einem ständigen Begleiter des Unterrichts zu machen. Diese Forderung steht heute noch oftmals im Gegensatz zur Unterrichtspraxis. Das Ziel, zu selbstständigem Handeln und Arbeiten zu kommen, kann nur durch das Anwenden von Arbeitstechniken erreicht werden, die das selbstständige Lösen von Lernaufgaben ermöglichen.
Ab in die Dunkelkammer!
Fotogramme – Fotos ohne Kamera (Domenique Lindner-Thomas)
- Abstract
In unserer digitalen Welt ist der Entstehungsprozess einer Fotografie zum Kinderspiel geworden: Speicherkarte in den PC, ausdrucken, fertig. Wer kennt denn schon noch die Arbeit im Fotolabor? Das Erstellen eines Fotogramms? Und wozu überhaupt, wenn es doch auch viel schneller gehen kann? Die Antwort ist einfach: Das Erstellen eines Fotogramms kann mit keinem anderen Verfahren nachgeahmt werden, es ist einfach, der materielle und finanzielle Aufwand gering, die bildnerischen Möglichkeiten unglaublich vielfältig … und Fotogramme faszinieren ihren Künstler genauso wie ihren Betrachter. Sie geben Rätsel auf und jedes von ihnen ist einzigartig!
|