Inhaltsverzeichnis
Argumentation in der Grundschule
Die Fähigkeit zur Selbstbestimmung fördern (Volker Ladenthin)
- Abstract
Die eigene Meinung zu begründen und Handlungen vernünftig zu rechtfertigen, sind Grundvoraussetzungen für eine funktionierende Gesellschaft. Kinder beherrschen diese Fähigkeiten recht früh – und die Aufgabe der Schule ist es, hier Unterstützung zur Entfaltung dieser Fähigkeit zu geben. Bereits in der Grundschule gibt es Anlässe und Möglichkeiten, das vorhandene argumentative Potenzial aufzugreifen und dann unterrichtlich zu fördern.
Körpersprache
Argumentieren und begründen mit nonverbalen Signalen unterstützen (Elke Feustel)
- Abstract
Gesprochene Sprache und "Körpersprache" bedingen einander. Verbale Äußerungen sind immer auch von nonverbalen Signalen begleitet. Stimmführung, Haltung, Mienen- und Gebärdenspiel tragen entscheidend zur Wirkung unserer Argumente bei und müssen erlernt werden. Diese Unterrichtseinheit mit fächerübergreifendem Ansatz widmet sich der Förderung der argumentativen Fähigkeiten durch Übungen zum gezielten Einsatz von Körpersprache ab der 2. Klasse.
"Wie macht man es richtig?"
Argumentieren und urteilen - ein Unterrichtsmodell zur reflektierten Entscheidungsfindung (Katja Reitschert)
- Abstract
Die Fähigkeit, verantwortungsvolle und reflektierte Urteile zu fällen, Argumente zu formulieren und zu überprüfen und dabei tolerant mit unterschiedlichen Lebensentwürfen, Positionen und Meinungen umzugehen – dies sind essentielle Fähigkeiten, die Schüler brauchen, um zu mündigen, verantwortungsvollen demokratie- und entscheidungsfähigen Gesellschaftsmitgliedern heranzuwachsen. Im Folgenden wird ein aus dem Fachunterricht Biologie abgeleitetes und für den Sachunterricht modifiziertes Unterrichtsmodell vorgestellt, welches eine strukturierte und reflektierte Urteilsfindung ermöglicht und auf unterschiedliche, moralisch-ethisch relevante Themenfelder übertragbar ist.
Auf der Suche nach dem Glück
Nachdenkgespräche führen - eine Unterrichtseinheit in der ersten Klasse (Elisabeth Köberle)
- Abstract
Bereits in der Grundschule kann auf Fragen nach dem Sinn des Lebens eingegangen werden. In Nachdenkgesprächen wird in dieser Unterrichtseinheit die Bedeutung von "Glück" erörtert. Im Verlauf dieser Gespräche entwickeln die Schüler Schritt für Schritt eine grundlegende Gesprächs- und Argumentationsfähigkeit.
"Verdolcht" und "ergiftet"
Meinungen über sprachliche Phänomene begründen (Gabriele Gien)
- Abstract
Sprachliche Phänomene eröffnen viele Anknüpfungspunkte zur Reflexion und Interpretation. Wörter werden in ihrem Aufbau und ihrer Verwendung in lebenspraktischen Kontexten zum Gegenstand von Überlegungen hinsichtlich ihrer Bedeutung in speziellen Zusammenhängen oder im Allgemeinen. Im dargestellten Unterrichtsbeispiel, hier in einer vierten Klasse, soll gezeigt werden, wie Kinder auf sprachliche Phänomene reagieren, sie zum Gegenstand des Argumentierens machen und unterstützende Hilfen der Lehrkraft mit einbeziehen können.
Das Leuchtturmspiel: fair oder unfair?
Dem Zufall auf der Spur: Kinder untersuchen Glücksspiele (Silvia Brinkhaus)
- Abstract
"Das Spiel ist unfair!" Viele Kinder haben ein Gespür für faire und unfaire Spiele. Doch sollen sie dies argumentativ belegen, geraten sie meist ins Stocken. Eine solche Situation wurde in einem vierten Schuljahr zum Anlass einer Unterrichtsreihe im Fach Mathematik genommen. Das Thema Wahrscheinlichkeiten bot den Rahmen für ein intensives Training des mathematischen Argumentierens. Im Folgenden soll nach einer kurzen Skizzierung der Unterrichtsreihe die konkrete Darstellung einer für die Reihe exemplarischen Unterrichtsstunde erfolgen.
Beweisen - argumentieren - begründen
Entwicklung von Argumentationskompetenzen im Mathematikunterricht (Angela Bezold)
- Abstract
Die Mathematik als "Wissenschaft von Mustern" bietet unzählige Gelegenheiten, Muster bzw. Zahl- oder Rechenphänomene zu entdecken und Vermutungen über mathematische Zusammenhänge zu äußern. Das Aufspüren oder Entdecken von Mustern liegt wohl in der Natur eines Kindes. Kinder haben aber selten von sich aus das Bedürfnis ihre Entdeckungen auch zu begründen oder mathematische Phänomene zu hinterfragen. Deshalb müssen sie behutsam, d. h.ohne sie zu überfordern oder zu demotivieren, immer wieder dazu ermuntert und angeleitet werden.
"Ich habe beobachtet, dass ..."
Förderung der Argumentationsfähigkeit im Sachunterricht (Stephanie Klemenz)
- Abstract
Die Argumentationsfähigkeit der Kinder zu entwickeln und zu fördern, ist eine wichtige Aufgabe des Sachunterrichts. Die beschriebene Unterrichtsreihe zum Thema "Experimente mit Luft" schult und erweitert die sprachlichen Fähigkeiten der Kinder in diesem Sinne mit Hilfe von thematischen Wortkarten und Satzstreifen.
Kombinatorische Aufgaben
Elementare Stochastik im 3. und 4. Schuljahr (Annika Dragon, Wolfgang Zillmer)
- Abstract
Im Folgenden werden weitere Aufgaben besprochen und diskutiert. Wir stützen uns dabei auf die Darstellung der Inhalte der Unterrichtssequenz im vorangegangenen Beitrag und greifen insbesondere die Unterrichtsstunden 4 bis 7 auf (Heft 5/08, S. 51-57). Die nachfolgenden textlichen Darstellungen sind zum Teil sehr knapp gehalten. Ausführliche Hinweise einschließlich Lösungshilfen sind der beiliegenden CD-ROM zu entnehmen (siehe M 10).
Selbstständigkeit als pädagogische Aufgabe
Selbstständiges Lernen unterstützen (Teil 3) (Rainer Maras)
- Abstract
Selbstständiges Lernen ist effektiv und attraktiv. Es erweist sich als pädagogische Aufgabe, die im Rahmen einer Unterrichtsentwicklung nur umgesetzt werden kann, wenn vergleichbare Vorstellungen dazu existieren. Voraussetzungen und Merkmale selbstständigen Lernens werden dargelegt. Die praktisch orientierten Ausführungen in Teil 1 (4/08) und Teil 2 (5/08) werden nun in den größeren Zusammenhang der Veränderung der eigenen Unterrichtskonzeption gestellt.
"Heute haben wir einen Stein verpackt!"
Eine etwas andere Kunstunterrichtsstunde in der Vorweihnachtszeit (Alexander Rauh)
- Abstract
Ausgehend von der Betrachtung des Kunstwerks "Verhüllter Reichstag" von Christo und Jean-Claude verfremden die Schüler selbst Alltagsgegenstände durch die gestalterische Technik des Verpackens. Im handelnden Umgang, dem Betrachten und Befühlen der Objekte nehmen die Kinder in der beschriebenen Unterrichtsstunde deren optische und haptische Merkmale gezielt sinnlich wahr und schulen so die eigenen Wahrnehmungsfähigkeiten. Das beschriebene Vorhaben lässt sich mit Grundschulkindern von der zweiten bis zur vierten Klasse verwirklichen.
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