Inhaltsverzeichnis
Deutsch als Zweitsprache
Grundschulunterricht in einem Einwanderungsland (Havva Engin)
- Abstract
Trotz der Tatsache, dass sich in den vergangenen fünf Jahrzehnten die Zusammensetzung der deutschen Schülerschaft durch Einwanderung gravierend verändert hat und sich durch kulturelle wie sprachliche Pluralität kennzeichnet, haben sowohl Bildungspolitik als auch Bildungsadministration viel zu spät auf diesen Umstand reagiert, mit der Konsequenz, dass ein großer Teil der Schülerschaft mit Migrationshintergrund gravierende Bildungsdefizite zeigt und des Deutschen unzureichend mächtig ist.
Vom Ritter zum er-fahrenden Scholaren
Wie man Kindern das Lernen zurückgibt (Petra Hölscher, Ingrid Vogl)
- Abstract
Das Konzept führt zu erstaunlichen Ergebnissen, weil der Lernende Kompetenzen nicht über Belehren und Befragen entwickelt, sondern aufgrund des Erfolgs bei eigenen, entdeckenden, kommunikativen Handlungen und individuellen, schriftlichen Äußerungen. Die Kinder lernen höchst motiviert mit- und voneinander und profitieren von Heterogenität und den unterschiedlichen Zugängen zum Thema.
DaZ-Unterricht, der Spaß macht
Welche Farbe hat die Zitrone? Oder: Wie vermeidet man solch säuerliche Fragen? (Lisa Reelsen)
- Abstract
Im montäglichen Morgenkreis im Sprachförderunterricht habe ich wiederholt die wahrnehmbare Unlust von Schülerinnen und Schülern mit türkischem und afrikanischem Migrationshintergrund erfahren. Sie erzählten mitunter irgendetwas (vermeintlich Persönliches?) und erschienen bei den Beiträgen der Mitschüler/innen deutlich uninteressiert. Das suchte ich durch das Konzept der »Lernszenarien« zu ändern.
»Am Anfang war das Wort«
Wortschatzarbeit in mehrsprachigen Klassen (Magdalena Michalak)
- Abstract
Besonders Zweitsprachenlernende weisen immer mehr Defizite im Bereich des unterrichtsrelevanten Vokabulars auf. Wie hat Wortschatzarbeit auszusehen, damit Schüler mit Migrationshintergrund angemessen gefördert werden? Der Beitrag beantwortet diese Frage vor dem Hintergrund der fachdidaktischen und lernpsychologischen Erkenntnisse. Das Wissen über das mentale Lexikon liefert die theoretische Grundlage für die im Unterricht benötigten Aufgaben- und Übungsformen.
Tieren auf der Spur
An Vorerfahrungen der Kinder anknüpfen (Carolin Herrnleben)
- Abstract
Tiere faszinieren Kinder. Deshalb kann in diesem Themenbereich in allen Jahrgangsstufen gearbeitet werden. Mit Hilfe differenzierter Materialien werden die Kinder angeleitet, ihr bereits vorhandenes Wissen über Tiere individuell und dem Sprachentwicklungsstand angemessen zu erweitern.
Kann aus Eisen ein Magnet werden?
Modellvorstellungen für Eisen und Magnete für die Grundschule (Eva Heran-Dörr, Alexander Rachel, Christine Waltner, Hartmut Wiesner)
- Abstract
Der Unterrichtsinhalt »Magnetismus« lässt sich – aufbauend auf ersten Erfahrungen mit Magneten – bereits im Sachunterricht kognitiv anregend und verstehensfördernd vertiefen: Mit der Einführung einer Modellvorstellung lassen sich viele beobachtbare Phänomene des Ferromagnetismus stimmig erklären.
Grundschulkinder als Forscher
Auf dem Weg zum naturwissenschaftlichen Experimentieren (Patricia Grygier, Andreas Hartinger)
- Abstract
Die hier beginnende Kurzserie will einen Vorschlag machen, wie man die Komplexität von Versuchen und Experimenten allmählich steigern kann und dazu jeweils geeignete Versuche und Experimente – zusammen mit den jeweiligen inhaltlichen Erklärungen – vorstellen.
»Kalle Blomquist lebt gefährlich«
Fernsehen und der Umgang mit Kinderängsten (Agnes Jiresch-Stechele)
- Abstract
»Schule soll Kindern keine Ängste machen; mehr noch: Sie soll die Kinder beim Bearbeiten ihrer Ängste unterstützen. […] Bearbeitung von Angst in einer solchen Schule wäre eigentlich ihr Gegenpart: die Stärkung der Persönlichkeit« (M. Brandt).
»Jetzt verstehe ich, wie das geht«
Unterrichtshospitation der Eltern im Modell »Offenes Klassenzimmer« (Stefanie Kuhlins)
- Abstract
Für viele Eltern beginnt mit dem Schuleintritt des eigenen Kindes ein neuer Lebensabschnitt. Immer wieder gibt es Berührungsängste mit der Schule und viele ungeklärte Fragen. Unumstritten ist die Neugierde auf die Schule jedoch nicht nur bei den Kindern hier am deutlichsten ausgeprägt.
Auf den Spuren von Andy Warhol
Kinder erproben sich in der bildlichen Verfremdung ihrer eigenen Haustiere (Simone Hell)
- Abstract
Die Grenze zwischen Wirklichkeit und Kunst ist fließend. Dies gilt besonders für die Werke des Pop-Art-Künstlers Andy Warhol. Auch die Bilder seiner vielen Katzen, die er als Haustiere in New York hielt, basieren auf realen Beobachtungen und Fotografien, die er künstlerisch verfremdete. Sein 1954 erschienenes Buch »25 cats name Sam« spiegelt seine besondere Zuneigung zu seinen Haustieren wider. Der folgende Beitrag beschreibt ein Unterrichtsvorhaben, in dem sich Kinder eines dritten Schuljahres in der bildlichen Verfremdung ihrer eigenen Haustiere erproben.
Ein Urgestein des Schulsports im Umbruch
Das Konzept der »Neuen Bundesjugendspiele« (Volker Winkler)
- Abstract
Wie Leistung abverlangt, gemessen und verglichen wird, entscheidet auch darüber, ob Kinder den Schulsport als Motivation oder eben als Frustration erleben. Die Aussicht auf eine – zumindest individuell so empfundene – erfolgreiche Teilnahme an einem Wettbewerb begründet spätere positive oder negative »Sportkarrieren«. Wie die »Neuen Bundesjugendspiele« dem Anspruch der Motivation gerecht werden, wie diese Wettkampfform am Beispiel des Vielseitigkeitswettbewerbs Leichtathletik ökonomisch in den Schulalltag zu integrieren ist, möchte dieser Beitrag darstellen.
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