Inhaltsverzeichnis
Strategien und eigene Wege
Warum rechnen können nicht ausreicht (Hedwig Gasteiger)
- Abstract
Rechnen zu können wird von vielen Seiten als eines der unstrittigen Hauptziele des Mathematikunterrichts nicht nur in der Grundschule angesehen. Dass es allerdings nicht alleiniges Ziel des Mathematikunterrichts sein kann, die vier Grundrechenarten zu beherrschen, rückte spätestens seit Veröffentlichung der Ergebnisse internationaler Vergleichsstudien und der Beschlüsse zu Bildungsstandards zunehmend ins Bewusstsein. Der Weg zum richtigen Rechenergebnis und die Auswahl geeigneter Strategien spielen eine entscheidende Rolle beim Erwerb mathematischer Kompetenzen.
Wir sind blitzgescheit
Schnelle Kopfrechenspiele zur Automatisierung der Grundaufgaben (Ute Plötzer)
- Abstract
Kopfrechenübungen und Kopfrechenspiele sind feste Bestandteile des Mathematikunterrichts in der Grundschule. Grundaufgaben wie z. B. das Einspluseins sollen von den Schülerinnen und Schülern automatisiert, sicher und geläufig beherrscht werden. Die hier beschriebenen Übungsvorschläge für Klasse 1 bis 4 zeigen auf, wie Schnelligkeit in sinnvoller und motivierender Weise als Spielelement einbezogen werden kann.
Fenster in der Hundertertafel
Flexibles Rechnen – arithmetische Muster erkennen (Petra Ihn-Huber)
- Abstract
»Beim Entdecken üben und beim Üben entdecken« ist ein Grundsatz, der viele Lehrer bewegt, wenn sie nach guten Aufgaben und Lernanlässen für den Unterricht suchen. Einerseits sollen Übungsaufgaben Möglichkeiten der Selbstkontrolle und strukturelle Einsichten in arithmetische Zusammenhänge bieten. Andererseits sollen Entdeckeraufgaben auch ermöglichen, Rechenfertigkeiten zu vertiefen. Die hier vorgestellte Lernumgebung soll beides bieten: Rechenanlässe für die Addition im Bereich zweistelliger Zahlen und strategische Aufgabenstellungen zum Nachdenken und Knobeln.
Rechenwege beschreiben und nachvollziehen
Eine Fördereinheit für Kinder aus einem anderen Herkunftsland (Lilo Verboom)
- Abstract
Rechenwege sollen nicht nur entwickelt sondern auch beschrieben werden. Dies fällt Zweitklässlern oft noch schwer, da ihnen der entsprechende Fachwortschatz fehlt. Außerdem sollen die Kinder die Lösungswege anderer nachvollziehen. Das bedeutet, dass sie sich bewusst damit auseinandersetzen müssen. Dafür bedarf es besonderer Anregungen, von denen im -Folgenden einige dargestellt werden sollen.
»KenKen« – Klugheit im Quadrat
Die Verbindung von Knobeln und flexiblem Rechnen (Enno Hörsgen)
- Abstract
Die Anreicherung des Mathematikunterrichts durch Rätsel und Knobeleien, die Kinder faszinieren und zu konzentriertem, aus der Sache heraus motiviertem Arbeiten anregen, ist eine seit längerem zu beobachtende Entwicklung in den Klassenzimmern der Grundschulen. Vielfach aber stellt sich bei genauerer Betrachtung der Dinge die Frage nach der mathematischen Ergiebigkeit der Rätselformate. Das hier vorgestellte Format präsentiert sich als ideale Brücke, ist geeignet für viele Jahrgangsstufen und unterschiedliche unterrichtliche Konzeptionen und Arten der Aufbereitung.
Halbschriftlich multiplizieren
Mit Punktefeldern Lösungswege finden und verstehen (Silvia Wessolowski)
- Abstract
Grundschulkinder sollen lernen, Rechenstrategien aufgabenadäquat und flexibel einzusetzen. Das gilt auch für das Multiplizieren größerer Zahlen. Mit den vorgestellten Lernumgebungen aus dem Unterricht in einer dritten Klasse wird gezeigt, wie der Einsatz von Punktefeldern allen Kindern die Möglichkeit eröffnet, verschiedene Lösungswege zu finden und zu verstehen.
Entbündeln und/oder »eins gemerkt«
Subtraktion durch Abziehen oder Ergänzen (Renate Motzer)
- Abstract
Abziehverfahren mit Entbündelungstechnik oder Ergänzungsverfahren mit Erweiterungstechnik – immer wieder gibt es Diskussionen und die Bestimmungen hierzu sind nicht mehr überall gleich. Das Abziehverfahren entspricht einem wirklichen Wegnehmen und kann so inhaltlich von den Kindern wesentlich besser verstanden werden als die Kunstgriffe des Ergänzungsverfahrens mit Erweiterungstechnik. Trotzdem ist es nicht unumstritten. Das Ergänzen sollte seinen Wert (auch für den Alltag) nicht verlieren.
Karneval, Fastnacht, Fasching
Mit Kindern über Bräuche nachdenken (Xenia Dienemann)
- Abstract
Karneval, Fastnacht und Fasching gehören zu gelebten Bräuchen, die sich mit regionalen Unterschieden großer Beliebtheit erfreuen. Mit ihnen verbinden sich Leichtigkeit, Ausgelassenheit, Exotik und Humor in allen Kulturen. Ein Blick in die Geschichte und Bedeutung des Karnevals und seiner Bräuche kann ein vertieftes Verständnis für den Rhythmus des Lebens bewirken und zugleich Toleranz fördern.
»Wir entdecken die Welt der Zahlen«
Lerntagebücher: Mathematik im jahrgangsübergreifenden Anfangsunterricht (Sandra Fabricius-Schmidt, Anna Pöllinger)
- Abstract
Die Heterogenität im jahrgangsgemischten Lernen in Mathematik stellt für uns als Lehrkräfte in der Grundschule weiterhin eine fachdidaktische Herausforderung dar. Unumstritten ist aber, dass eine Jahrgangsmischung den Kindern in besonderer Weise Chancen des individuellen und sozialen Lernens offeriert. Um diese Möglichkeiten eines selbstbestimmten Lernens effektiv aufgreifen und nutzen zu können, muss der Unterricht strukturiert geplant, reflektierend und kompetenzorientiert durchgeführt werden. Oberstes Ziel ist, dass die Aufgaben für die Kinder so offen gestellt werden, dass sie dabei wunderbar auf verschiedenen Niveaus bearbeitet werden können, sowohl in Klasse 1 als auch in Klasse 2. Im Folgenden soll ein Überblick über die ersten Unterrichtsstunden in der Schuleingangsphase im Fach Mathematik gegeben werden.
Inklusion
Eine Schule für alle (Klaus Metzger)
- Abstract
Am Thema »Inklusion« kommt niemand mehr vorbei. Noch sind die Bundesländer in der Phase des Auslotens von Möglichkeiten; für Lehrerinnen und Lehrer ist es aber wichtig, zeitig vorbereitet und informiert zu sein. Mit diesem Beitrag startet, wie angekündigt, eine neue Serie im Grundschulmagazin. Damit wir alle wissen, worum es geht, drucken wir den Artikel 24 der UN-Konvention im Wortlaut ab.
Lustige Piepmätze
Vom Birdman zur Birdclass (Katrin Bischoff)
- Abstract
Angeregt von den Vogel-Kunstwerken des Künstlers Hans Langner (The Birdman) malen die Kinder eigene, zum Teil recht skurrile und lustige Piepmätze. Wie die Begegnung mit dem Kunstwerk, dem Künstler sowie die gestalterische Auseinandersetzung unterrichtlich realisiert werden kann, zeigt dieser Beitrag.
Landart: Feuer, Wasser, Erde, Luft
Ästhetische Sensibilisierung durch die Förderung der differenzierten Wahrnehmung (Nina Wolfram)
- Abstract
»Jeder Mensch ist ein Künstler!« (Joseph Beuys). Blickt man um sich, erkennt man den Gehalt dieses Zitates. Egal ob in Kindergärten, Schulen oder zu Hause – auch Kinder zeichnen, basteln, malen, formen und bauen (Constanze Kirchner). Sie gestalten mit den verschiedensten Farben und Materialien. Die natürliche Neugierde und Fantasie der Kinder kommt der künstlerischen Kreativität hierbei zugute. So wird die Begegnung mit der Kunst für Kinder dann besonders interessant, wenn sie diese selbst erforschen, entdecken und anfassen können.
|