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| Zeitschrift: |
Grundschul- unterricht |
| Ausgabe: |
12/2007 |
| Seitenumfang: |
44 |
| Preis: |
11,90 € |
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Inhaltsverzeichnis
Lernumwelten gestalten
Einführung in das Themenheft (Hartmut Giest)
- Abstract
Das Lernen wird zu einem Schlüsselproblem der modernen Gesellschaft: Wir müssen in immer kürzeren Zeiten immer mehr lernen – und das ein Leben lang. Daher rückt die Frage nach einem effektiven und selbstständigen Lernen in das Zentrum des pädagogischen Interesses. Da Lernen stets in der handelnden Auseinandersetzung des Lernenden mit der Lernumwelt erfolgt, müssen Lernumwelten so gestaltet und genutzt werden, dass sie Lernmotive anregen, zu Lernhandlungen hinführen und die interne Konstruktion der Lernenden stimulieren. Insbesondere kann dies geschehen, wenn die Lernumwelt Lernende zu Lernhandlungen herausfordert, die diese aufgrund ihrer Lernvoraussetzungen eigenreguliert, individuell oder kooperativ vollziehen können. Im Beitrag werden Möglichkeiten und Grenzen der lernwirksamen Gestaltung von Lernumwelten erläutert.
Kinderfragen zum (Sach-)Unterrichtsthema für die gesamte Klasse machen!?
Fragen aus didaktischer Sicht (Sandra Tänzer)
- Abstract
Im Beitrag wird erläutert, wie Unterrichtsthemen im Sachunterricht so formuliert und präsentiert werden können, dass sie Interesse und Aufmerksamkeit wecken, Fragwürdigkeit erzeugen und zur Auseinandersetzung stimulieren. Die Autorin klärt, was sie unter einem Unterrichtsthema versteht und begründet, warum es sinnvoll ist, Unterrichtsthemen in Abgrenzung zu Unterrichtsinhalten als Fragen zu formulieren. Sie beschreibt, wie das von der Lehrerin bzw. vom Lehrer geplante Unterrichtsthema in den Fragehorizont der Kinder gebracht werden kann, um zu eigenen Fragen der Kinder zu werden. Abschließend wird gefragt, ob man jede Kinderfrage zum Unterrichtsthema einer Klasse machen sollte.
Was tun Kinder, wenn man sie lässt?
Freies Explorieren und Experimentieren (FEE) im Sachunterricht (Cornelia Gonzalez, Hilde Köster)
- Abstract
Basteln, Bauen, Spielen, Explorieren und Experimentieren sind Beschäftigungen, denen Kinder in ihrer Freizeit gerne nachgehen. In der Schule gibt es für diese Tätigkeiten meist wenig Gelegenheit. Deshalb haben wir untersucht, wie sich Kinder verhalten, wenn man sie dazu auffordert, eigenständig, selbst bestimmt und ohne die Leitung der Lehrerin mit physikalischen und technischen Phänomenen zu experimentieren. Wie reagieren sie auf dieses Angebot, wie organisieren sie sich, welche Art von Erfahrungen sammeln sie und wie gehen sie mit diesen Erfahrungen um? Der Beitrag zeigt, auf welche Weise sich Kinder physikalischen und technischen Inhalten nähern, wie sie mit ihnen umgehen und welche Möglichkeiten zu lernen sie sich erschließen.
Literatur als Lernumwelt
Den Grundstein legen für lebenslange Leselust (Gerheid Scheerer-Neumann)
- Abstract
Ein Elternhaus, in dem die Eltern selbst gerne lesen, ihren Kindern vorlesen, sich mit ihnen über ihre Lektüre unterhalten, ihnen aber trotzdem die Initiative zur Beschäftigung mit Kinderliteratur überlassen, bietet eine ideale Lernumgebung. Im Beitrag wird gezeigt, wie die Schule die angestoßene positive Entwicklung weiterführen bzw. kompensatorische Angebote für Kinder aus schriftfernen Familien machen kann. Neben der Beschäftigung mit Kinderliteratur in einem strukturierten Deutschunterricht werden regelmäßige Phasen des „freien Lesens" vorgeschlagen, in denen die Kinder ihren Leseinteressen nachgehen können, wobei das Leseangebot, günstige räumliche Verhältnisse und die Rolle der Lehrerin sehr wichtig sind.
Lernumwelt Schulhort
Herausbildung sozialer Kompetenz mit dem Konzept WIGWAM (Ursula Zopf)
- Abstract
Ein Erzieherinnenteam betreut in einem gemeinsamen Schulhort Kinder einer Grundschule und einer Sonderschule mit den Förderschwerpunkten Lernen und Verhalten. Als wichtige Aufgabe sehen sie dabei das Erlernen sozialer Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler an und nutzen dazu das Konzept WIGWAM. Das Ziel ihrer Arbeit ist es, im sozialen Miteinander den Kindern erweiterte Lernmöglichkeiten in der Freizeit zu bieten und sie zum selbstständigen Handeln zu befähigen. Wie ihnen das gemeinsam gelingt, zeigt dieser Beitrag.
Den Kindern das Wort geben
Schülerinnen und Schüler einer dritten Klasse gestalten ihren Klassenraum neu (Katja Rother)
- Abstract
In einem vierwöchigen Unterrichtsprojekt sollten die Schülerinnen und Schüler einer dritten Klasse ihren Klassenraum noch einmal völlig neu einräumen und gestalten. Ziel war es, dass sie sich aktiv und frei entfalten, kritisch mit ihrer Umwelt auseinandersetzen, selbstverantwortlich und kooperativ mit anderen zusammenarbeiten sowie gegenseitig Verantwortung übernehmen. Den Pädagogen bot dieses Experiment die Möglichkeit, ihre Klasse neu kennen zu lernen und mehr über die individuellen Fähigkeiten, Wünsche und Meinungen der Kinder zu erfahren. Das Projekt eröffnete zahlreiche interessante Aspekte zur Weiterarbeit in fast allen Fächern.
Lernumwelt Technik im öffentlichen Raum
Das Projekt „Bauen von tragfähigen Brücken aus Papier“ (Hartmut Giest, Egon Köhler, Claudia Selbitz)
- Abstract
Der technisch gestaltete öffentliche Raum kann als Lernumwelt angesehen werden, wenn es gelingt, Lernanlässe pädagogisch zu gestalten. Im öffentlichen Raum sind viele technische Anlagen, Einrichtungen, Maschinen und Geräte zu finden. Ein Beispiel für solche technischen Konstruktionen oder Bauwerke sind Brücken. Im Beitrag wird im Sinne eines Praxisberichts dargestellt, wie und aus welchem Grunde Brücken zum Gegenstand des kindlichen Lernens in der Grundschule werden können und wie dabei Lerntätigkeit und spielerisches Lernen (in Form eines Wettbewerbs) miteinander verbunden werden können.
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