Inhaltsverzeichnis
Das Suchen ist ansteckender als das Wissen
Im Gespräch mit Donata Elschenbroich (Donata Elschenbroich)
- Abstract
Donata Elschenbroich studierte Literatur und Musik in München und London und promovierte an der Universität Bremen mit einer Arbeit zur Kulturgeschichte der Kindheit. Im Auftrag des Deutschen Jugendinstituts erforscht die ausgewiesene Expertin für Bildung in den frühen Jahren seit über zwei Jahrzehnten, was Eltern in anderen Ländern ihren Kindern mit auf den Weg geben. Gemeinsam mit ihrem Lebensgefährten, dem Dokumentarfilmer Otto Schweitzer, drehte sie eine ganze Reihe von Filmen zu Fragen der Frühpädagogik, in denen sie immer wieder den Blick über den Tellerrand hinaus lenkt, nach Japan, Frankreich, in die USA und nach Schweden, Italien und China. Im vergangenen Jahr legten die beiden den Film "Die Befragung der Welt. Kinder als Naturforscher" vor. Nun erscheint auch noch ein Buch zum Thema: ein willkommener Anlass, einige Fragen zu stellen.
"La main á la pate" - untersuchen, experimentieren, diskutieren
Naturwissenschaften zum Anfassen (Eva Hammes-Di Bernardo)
- Abstract
"Wir brauchen eine naturwissenschaftliche Alphabetisierung" fordert Georges Charpak, einer der französischen Gründerväter der naturwissenschaftlichen Bewegung in der frühen Kindheit. Wie er, der renommierte Nobelpreisträger für Physik, Pierre Léna und andere weltbekannte Wissenschaftler fordern auch PädagogInnen für den Vorschulbereich eine intensivere Auseinandersetzung mit den Naturwissenschaften.
Unter Nutzung der natürlichen Neugier des Kindes, seinem Bedürfnis, seine Umwelt entdeckend zu verstehen, sollen erste elementare Erfahrungen gemacht werden. Physik und Chemie, Astronomie und Mechanik, Biologie und Meteorologie, Mathematik und selbst Architektur finden einen spannenden Einzug in die Welt des Kindes, bieten ihm die Nöglichkeit einer persönlichen Auseinandersetzung lange vor dem ersten oft immer noch abschreckenden Kontakt in Form von trockenen Lernstoffen in den weiterführenden Schulen.
"Ich habe keine besondere Begabung, ich bin nur leidenschaftlich neugierig!"
Albert Einstein und die Kita Einstein - eine Bildungsgeschichte (Manuela Rodner)
- Abstract
Im Jahr 2005, zum 50. Todestag Albert Einsteins, wird die Spezielle Relativitätstheorie 100 Jahre alt. Die Kita Einstein, eine städtische Kindertageseinrichtung in Recklinghausen, beschäftigt sich schon seit Längerem mit ihrem Namenspatron und hat speziell für das Jubiläumsjahr einige prägnante Merkmale aus dem Leben Albert Einsteins aufgegriffen und in die pädagogische Bildungsarbeit integriert. Im Jahr 2004 beteiligten sich alle städtischen Kindertageseinrichtung am Wettbewerb um den Deutschen Jugendhilfepreis "Bildung in der Jugendhilfe". Im Beitrag der Kita Einstein wure ein Zusammenhang hergestellt zwischen Leben und Werk Albert Einsteins und dem eigenen pädagogischen Konzept.
Was steckt drinnen?
Technik in Kinderhand (Eike Hockwin)
- Abstract
Kinder leben heute in einem perfekten Alltag. Auf Knopfdruck passieren Dinge, die für uns selbstverständlich sind, den Kindern aber vor allem Spaß machen und ihre Neugier wecken. Ob das der Toaster, der Fön oder das Radio ist, Technik wird immer bunter und macht interessante Geräusche. Aber was steckt drinnen? Dieser Frage gehen Kinder in evangelischen Kindergärten in Cottbus und Umgebung auf den Grund.
Physik spielend verstehen und begreifen
Ein Projekt für Kindergarten und Grundschule (Astrid Burmeister)
- Abstract
Erst vier Jahre alt und schon Physikunterricht? Ja, auf spielerische Weise ist dies möglich, eingebettet in viele Experimente für alle Sinne. Gerade in diesem jungen Alter sind Kinder sehr wissensdurstig und neugiereig auf das, was in ihrer Umgebung geschieht und fragen oft "warum" etwas so ist. Diese natürliche Neugier zu befriedigen, aber auch zu fördern und Interesse für Fragestellungen zu entwickeln ist Ziel des Projekts "Spielend Physik erleben" des Münchner Vereins Spiellandschaft Stadt. Um den Kindern erste physikalische Gesetzmäßigkeiten spielerisch erfahr- und erlebbar zu machen, besuchte ein Team aus drei Spielpädagoginnen im Sommer 2004 fünfzehn Münchner Kindergärten und im Juni 2005 sechs weitere Kindergärten und sechs 1. Grundschulklassen in München.
Mathe - find ich gut!
Ein Kooperationsprojekt zwischen Kita, Grundschule und Universität (Ulrich Fischer, Christiane Mika, Annette Mojsa-Paul)
- Abstract
In den vergangenen Jahren wurde bei der Anmeldung der SchulanfängerInnen unserer Schule immer häufiger festgestellt, dass die Heterogenität der Kinder nicht nur in dem intensiv beobachteten Bereich der Sprach- und Sprechfähigkeit, sondern auch im Bereich der mathematischen Vorerfahrungen und des mathematischen Vorwissens immer größer wird.
Damit aber für alle Kinder anschlussfähige Bildungsprozesse initiiert und im Übergang vom Elementar- in den Primarbereich bruchlos durchlaufen werden können, begannen wir mit Überlegungen zu einer abgestimmten Förderung beider Bildungseinrichtungen.
Von Reifen und Brettern zur Käsefabrik
Eine weitere Baustelle für Kinder stellt sich vor (Ronny Hätzschold)
- Abstract
Mitten in einem Erfurter Kindergarten befindet sich eine Baustelle - offen für alle Kinder. Hier sind die Kinder selbst die "Bauarbeiter" und gestalten ihren eigenen Spielplatz. Fertig werden sie aber nie, denn ständig müssen beendete Bauten neuen Ideen weichen. Auf dieser Bewegungsbaustelle können sich die Kinder ihre Bewegungswelten selbst bauen. Sie finden hier eine fast unerschöpfliche Quelle für Rollenspiele, Bauaktivitäten und verschiedenste Bewegungen. Aus Reifen, Brettern und Rohren entstehen Wippen, Balancierstrecken und Käsefabriken.
Ein Blick ins Ausland - was kann er bieten?
Fort- und Weiterbildung des Fachpersonals in Kindertageseinrichtungen, Teil 2 (Pamela Oberhuemer)
- Abstract
Ein Blick ins Ausland - was kann der bieten? Sicherlich keine einfachen Lösungen zu den Problemen und Herausforderungen um das Thema Fort- und Weiterbildung, die uns hier in Deutschland zurzeit beschäftigen. Sicherlich auch keine Modelle, die in ihrer Gesamtheit importiert werden können. Denn, obwohl die fachlichen Diskurse - die Bildungs- und Qualitätsdebatten - in vielen Ländern ähnliche Konturen aufweisen, sind sie in ganz unterschiedlichen systemischen Arrangements eingebettet. Sie haben sich in bestimmten kuturellen, ordnungspolitischen und auch organisationstechnischen Traditionen und Zusammenhängen entwickelt. In diesem zweiten Teil des Beitrags steht der Arbeitsplatz Kita als Lernort, Forschungssätte und Innovationszentrum im Blickpunkt.
Warum ist der Himmel blau? - oder: Wie funktioniert ein Fahrrad?
Kita-Bildungswettbewerbe zum Thema Naturwissenschaften und Technik (Eva Killmann von Unruh)
- Abstract
"Warum ist der Himmel blau?", "Wie kommt das Wasser in den vierten Stock?", "Wie fühlt sich eine Wolke an?", "Woher kommen die Wellen?" Kinder fragen vom frühesten Alter an, mimisch, gestisch und später verbal, wie die Welt um sie herum beschaffen ist. Fragen zu stellen, ist die Basis zum lebenslangen Lernen. Und die geminsame, unbelastete Suche nach Antworten ist ungeheuer spannend: für Kinder und Erwachsene.
Dann erst wird der Kindergartenalltag interessant!
Das Denken lernen - kognitive Erziehung im Kindergarten (Martin R. Textor)
- Abstract
Denken ist der "Prozess, bei dem Wahrnehmungen, Erinnerungen und Vorstellungen so miteinander in Beziehung gebracht werden, dass unter anderem Gegenstände - und Wirklichkeit überhaupt - erfasst und erkannt, verstanden, eingeordnet und beurteilt sowie Probleme gelöst werden können", definiert Meyers Großes Taschenlexikon. Beim Menschen veläuft die Entwicklung vom vorsprachlichen Denken des Babys über das bildhaft-anschauliche Denken des Kleinnkindes hin zum abstrakten Denken des älteren Kindes und des Erwachsenen.
Die Schönheit der Welt mit dem Herzen sehen
Die Sinne entwickeln - die Natur entdecken (Mechthild R. von Scheurl-Defersdorf)
- Abstract
Kinder lernen von Natur aus gern. Sie kommen mit einer ausgeprägten Entdeckerlust auf die Welt und haben einen gesunden und lebenserhaltenden Trieb, sich selbst und ihr Umfeld zu erkunden. Dabei sammeln sie vielfältige Erfahrungen. Sie sind die Basis dafür, dass sie später auch abstrakte Zusammenhänge erfassen und aufnehmen können. So kann ein Kind mathematische und andere schulische Lerninhalte nur dann wirklich und dauerhaft erfassen, wenn es vorher schon anderes, Konkretes mit seinen Händen erfasst und ganz wörtlich begriffen hat. Erfolgreiches Lernen in der Schule ist folglich nur möglich, wenn die Voraussetzungen dafür gegeben sind.
Lust auf ein Lerntagebuch?
Dokumentation von beruflicher Entwicklung durch Portfolios in der Ausbildung (Dorothea Rieber)
- Abstract
Nach einer mehrwöchigen Blockphase in der sozialpädagogischen Praxis treffen die Studierenden wieder an der Fachschule ein. Es gibt viel zu erzählen von Meilen- und Stolpersteinen in der beruflichen Entwicklung, von spannenden Begegnungen und auch von schwierigen Situationen, die eine echte Herausforderung waren.
Wie können diese Erfahrunge zusammengeführt und moderiert werden? Wie können sie dokumentiert, immer wieder verglichen werden, um den eigenen Standpunkt zu finden, die eigene Entwicklung festzuhalten, neue Lernaufgaben zu formulieren und die Theorie mit der Praxis zu verbinden? Dieser Herausforderung stellten sich die Studierenden der Unterkurse der Evangelischen Fachschule für Sozialpädagogik in Schwäbisch Hall zusammen mit iher Dozentin im Handlungsfeld "Entwicklung beruflicher Identität".
Voll im Programm
Verwaltungsprogramme für Kindertageseinrichtungen (Oliver Roth)
- Abstract
In loser Reihe - ohne Wertung versteht sich - haben wir in klein&groß damit begonnen, Verwatungsprogramme für Kitas vorzustellen, zum Teil als Erfahrungsbericht, zum Teil als reine Vorstellung des jeweiligen System. In dieser Ausgabe geht es um das Verwaltunssystem(Ki.ON).
|