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| Zeitschrift: |
Praxis Fremdsprachen- unterricht |
| Ausgabe: |
2/2006 |
| Seitenumfang: |
80 |
| Preis: |
14,60 € |
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Inhaltsverzeichnis
Large-scale assessment in DESI
Wie lassen sich Kompetenzen in der Fremdsprache Englisch erfassen? (Henning Rossa)
- Abstract
Der Autor greift in seinem Beitrag die einleitende skeptische Frage nach der Messbarkeit von Kompetenzen in der Fremdsprache Englisch auf. Durch die Darstellung grundlegender Konzepte der Testentwicklung versucht er das Vorgehen im Rahmen der DESI-Studie, die sich mit den Kompetenzen von Schülerinnen und Schülern der neunten Klasse in Deutsch und der Fremdsprache Englisch beschäftigt, nachvollziehbar zu machen. Die DESI-Studie, die sich in die Module Hörverstehen, Leseverstehen, Sprechen, semikreatives Schreiben, Soziopragmatik, Grammatik und einen C-Test unterteilt, wird von dem Autor dabei auf ihre Bewertungskriterien hin überprüft. KANN-Beschreibungen, die Einschätzungen darüber erlauben sollen, was Schülerinnen und Schüler mit ihren fremdsprachlichen Kompetenzen leisten können, orientieren sich an einer Analyse der Englischcurricula der Bundesländer, den Darstellungen der kommunikativen Aktivitäten im Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmen für Sprachen und den Modellen der Kommunikationsfähigkeit. Der Autor sieht die Entwicklung der Kompetenzmodelle als einen ersten Schritt auf dem Weg zu angemessenen Vergleichsgrößen. Er schlägt vor, dass Anforderungsprofile und Kompetenzskalen auch für die Einschätzung von Aufgaben Verwendung finden könnten, die den Lernenden im schulischen Rahmen gestellt werden. Eine Zuordnung von Aufgaben zu Kompetenzniveaus könnte eine bessere Selbsteinschätzung der Schülerinnen und Schüler ermöglichen.
Zur Bewertung von Gruppenarbeit im Fremdsprachenunterricht
(Ursula Behr)
- Abstract
Die Autorin kritisiert in ihrem Beitrag, dass Formen der Leistungsbewertung im Fremdsprachenunterricht noch immer überwiegend fachlich-inhaltlich, stark kognitiv, ergebnisorientiert und auf den Einzelschüler ausgerichtet geprägt sind. Obwohl Analysen von Studien wie PISA und TIMSS sowie der Gemeinsame Europäische Referenzrahmen für Sprachen eindeutig ein Aufbrechen des traditionellen Frontalunterrichts zugunsten von Gruppenprozessen und Formen der Zusammenarbeit fordern, bestätigen eigene Erfahrungen der Autorin aus der Lehrerfortbildung noch immer eine besondere Unsicherheit seitens der Lehrkräfte bei der Bewertung von Gruppenarbeit. Um diesem Missstand entgegenzuwirken, reflektiert die Autorin über Voraussetzungen zur Bewertung von Gruppenarbeit, die Festlegung von Bewertungskriterien und die Bewertung der Leistung des Einzelnen in der Gruppe. Um die Transparenz der Bewertung zu steigern, spricht sie sich für eine Skalierung in Bewertungseinheiten auf der Basis einer Viererskala für jedes Einzelkriterium aus. Um zu verdeutlichen, wie Transparenz dazu führen kann, dass die Lernenden ihre eigene Leistung bei der Bewältigung der Gruppenarbeit besser einschätzen können, entwirft die Autorin eine exemplarische Aufgabenstellung für eine Gruppenarbeit, bei der die Beobachtungs- und Bewertungsschwerpunkte für die Lernenden ersichtlich gemacht wurden.
25 [Fünfundzwanzig] Jahre Computer im Fremdsprachenunterricht
Rückblick und Ausblick (Udo O. H. Jung)
- Abstract
Der Autor beschäftigt sich mit der Frage, wie sich der computergestützte Unterricht in den letzten 25 Jahren entwickelt hat. Dabei orientiert er sich an den Artikeln und Buchpublikationen, die in der "International Bibliography of Computer Assisted Language" verzeichnet sind. Nach einer rein quantitativen Analyse der Publikationen über die letzten 25 Jahre wendet sich der Autor inhaltlichen Schwerpunkten zu. Hierbei wird besonders über eine aktuellere fachinterne Diskussion reflektiert, die sich mit einer angenommenen periodischen Unterteilung des computergestützten Unterrichts beschäftigt. Die Diskussion zwischen Warschauer/Healy und Bax setzte sich dabei zunächst mit der Frage auseinander, inwiefern der computergestützte Unterricht in den Jahren von 1980 bis 1990 als kommunikativ bezeichnet werden kann. Dasselbe vollzieht der Autor im Folgenden auch mit der angenommenen dritten Periode, die von den Amerikanern Warschauer/Healy als integrativ bezeichnet wurde. Er berichtet über einen Paradigmenwechsel, den es zwischen den Jahren 1993 und 1996 gegeben hat. Durch Fragebögen und Studien werden Lehrende und Lernende seit dieser Zeit stärker in die Weiterentwicklung des computergestützten Unterrichts einbezogen. Durch den Siegeszug des World Wide Web wird der Computer zu einem rein vermittelnden Medium, das die Kommunikation mit Muttersprachlern in anderen Ländern oder gar Kontinenten erlaubt. Diese Entwicklung hält der Autor für begrüßenswert.
Blended Learning im Fremdsprachenunterricht
(Christiane Kallenbach)
- Abstract
Der Beitrag beschäftigt sich mit dem relativ neuen Konzept des Blended Learning, dessen Ziel es ist, ein ausgewogenes Verhältnis zwischen herkömmlichen Print- und audiovisuellen Medien einerseits und digitalen Medien andererseits zu finden. Die Autorin befasst sich in diesem Zusammenhang zunächst mit der Frage, wie moderne Informations- und Kommunikationsmittel im Fremdsprachenunterricht didaktisch sinnvoll eingesetzt werden können. Im Zusammenhang mit problematischen Aspekten des computergestützten Unterrichts spricht sie von einer Wechselwirkung zwischen Unterrichtsgestaltung und Steuerung durch den Lehrenden und der integrativen Dynamik des Mediums, das gegebenenfalls die Perspektiven anderer Menschen außerhalb des Klassenzimmers in das Unterrichtsgeschehen hineinholt. Aus diesem Grund dürfe das Ziel eines computergestützten Unterrichts niemals nur die Erfüllung eines quantitativen Mindeststandards sein, sondern müsste vor allem darin gesehen werden, die methodische Vielfalt im Unterricht zu erhöhen. Inwiefern digitale Medien für diesen Zweck zum Einsatz kommen, hänge auch immer davon ab, was der oder die Lehrende sich in dieser Hinsicht zutraut. In einer tabellarischen Übersicht setzt die Autorin verschiedene Phasen des Unterrichts zu verschiedenen Funktionen des Computers (Werkzeugfunktion, Tutorfunktion, Computer als Kommunikationsmedium) in Bezug und macht somit deutlich, an welchen Stellen sie den computergestützten Unterricht für besonders sinnvoll hält. Auch wenn sie einräumt, dass prinzipiell an jeder Stelle des Unterrichts computergestütztes Lernen möglich ist, ermahnt sie die Lehrenden dennoch, ihre Unterrichtsmethoden in dieser Hinsicht immer wieder zu hinterfragen, um das computergestützte Lernen nicht zu einem anything goes "verkommen" zu lassen.
PC-Nutzung zur Stundenvorbereitung
(Klaus Schaefer)
- Abstract
Der Beitrag ist als Leitfaden zu verstehen, der dazu beitragen soll, den Rechner effizient für die tägliche Routinearbeit im Bereich der Unterrichtsvorbereitung einsetzen zu können. In kleineren Abschnitten, die sich auf verschiedene Themenkomplexe beziehen, werden dabei Tricks und Kniffe verraten, die dazu führen sollen, dass der Unterricht besser strukturiert ist und sich interessanter und abwechslungsreicher gestaltet. Aspekte, die dabei angesprochen werden, beinhalten unter anderem den Umgang mit dem Internet, die Benutzung wichtiger Programme wie z.B. Word, die Katalogisierung und Erfassung von Material oder die Nutzung älterer Datenbestände. Dazu gibt es Tipps für die computergestützte Erstellung von Mindmaps, Klausuren und Arbeitsblättern. Ziel ist es, zu verdeutlichen, dass ein einmaliger Mehraufwand bei der Unterrichtsvorbereitung sich langfristig durch mehr Ordnung und Zeitersparnis in der Stundenvorbereitung auszahlt.
Integrative Grammatikbehandlung
Im Englischunterricht der Sekundarstufe II unter Benutzung von Makros (Kurt Ludwigs)
- Abstract
In dem Beitrag wird die Grammatikbehandlung im Englischunterricht der Oberstufe thematisiert. Da die Bildung grammatischer Kenntnisse eigentlich Aufgabe der Sekundarstufe I ist, darf Grammatikunterricht in der Oberstufe die Behandlung des jeweiligen Kursthemas nicht stören oder unterbrechen. Mit der "textbasierten Grammatikarbeit" wird eine Möglichkeit vorgestellt, beide Bereiche miteinander zu verbinden. Mit Hilfe von in Lückentexte umgewandelten Originaltexten, die im Unterricht zuvor nicht behandelt worden sind, soll den Lernenden ein sprachperspektivischer Textzugang ermöglicht werden. Zur Erstellung der Arbeitsblätter werden Hilfestellungen hinsichtlich der Benutzung von Word, und hier besonders hinsichtlich der Funktionen Suchen und Ersetzen sowie des Makro-Recorders gegeben. Auf mehreren Seiten im Anschluss finden sich Beispiele zur Ansicht und Verdeutlichung.
Dialogisches Lernen mit virtuellen Plattformen im Französischunterricht
Ein Beispiel aus der Schweiz (Theo Byland)
- Abstract
Der Autor des Beitrags, der mehrere Jahre an einem Schweizer Gymnasium unterrichtet hat, listet didaktische Empfehlungen für die Arbeit mit virtuellen Plattformen im Unterricht auf. Grundgedanke hierbei ist, dass Übungen für das Schreibtraining fortgeschrittener Lerner die Möglichkeit beinhalten sollten, dass die Lernenden sich auch untereinander Feedbacks zu den erstellten Texten geben können. Durch den kritischen Blick auf die Texte der Mitlernenden entsteht eine größere Sensibilität hinsichtlich der Fehlererkennung und des Stils. Ferner wird durch den Einblick in den Schaffensprozess der anderen die eigene Kreativität angeregt. Damit die Schülerinnen und Schüler untereinander in einen aktiven Dialog treten können, bieten sich internetbasierte Plattformen an, die das Anlegen von Diskussionsforen und Ordnern, das Anbringen von Notizen und Mitteilungen am schwarzen Brett sowie das Anbieten und Deponieren von Dateien jeglichen Formats mit wenig Aufwand ermöglichen. Eine von vielen Plattformen, Basic Support for Cooperative Work (BSCW), wird in dem Beitrag vorgestellt. Dabei wird auf Vor- und Nachteile dieser Arbeitsweise eingegangen. Beispiele des Arbeitsverlaufs stammen aus eigenen Unterrichtserfahrungen des Autors. In diesem Zusammenhang werden auch Tipps gegeben, wie die Lerngruppe sinnvoll an das Arbeiten mit den Plattformen herangeführt werden kann.
Aschenputtel oder Dornröschen?
Die Wandtafel als Medium im Fremdsprachenunterricht. Ein Plädoyer (Volker Borbein)
- Abstract
Der Autor plädiert in seinem Beitrag für eine Neuentdeckung der fast schon in Vergessenheit geratenen Wandtafel als Medium im Fremdsprachenunterricht. Während der Umgang mit Internet, E-Mail, Laptop und Powerpoint in den letzten Jahren häufig zu einer didaktischen Überfrachtung geführt habe, sei die Wandtafel noch immer das ideale Hilfsmittel, um didaktische Reduktion zu erreichen. In einem Abschnitt über die Arbeit mit der Wandtafel zeigt der Autor die Vorteile des Mediums auf, gibt hilfreiche Tipps und empfiehlt ihren Einsatz besonders für die Erwachsenenbildung. Ziel des Beitrags ist es, Methoden vorzustellen, die das selbstbestimmte autonome Lernen begünstigen. Hierzu werden verschiedene Unterrichtsvorschläge gemacht (für eine erste Kursstunde Französisch im ersten Semester; für ein Ablaufdiagramm für die Versprachlichung einer Situation; für die Einführung des comparatif im vierten Semester; für die Arbeit mit einer Kurzgeschichte in der Sekundarstufe II).
Die didaktischen Säulen von TV5
(Manfred Overmann)
- Abstract
Der Beitrag ist als Plädoyer für den kritischen und reflektierten Gebrauch des Mediums Fernsehen im Fremdsprachenunterricht zu verstehen. Am Beispiel des französischen Senders TV5 wird verdeutlicht, dass Fernsehen einen durchaus positiven Einfluss auf Toleranz und Meinungspluralität ausüben kann, dass authentische Sendungen interkulturelle Kompetenzen stärken und zudem von den Lernenden nicht als didaktisch konstruiert wahrgenommen werden. Neben einem kurzen Überblick über die Geschichte des Senders bietet der Artikel Einblicke in das methodische Konzept von TV5 und die für Lehrende interessanten Angebote der Homepage. Ferner setzt der Autor sich mit der Frage auseinander, wie eine Fernsehsendung sinnvoll und abwechslungsreich in das Unterrichtsgeschehen eingebunden werden kann.
Digitale Medien bereits im Anfangsunterricht Russisch
Übungssoftware und multimediale Präsentationen (Yana Pesotska, Heike Wapenhans)
- Abstract
Die Autorinnen wägen die Vor- und Nachteile des computergestützten Fremdsprachenunterrichts Russisch für Anfänger gegeneinander ab. Da die Fachliteratur im Bezug auf das Russische auf diesem Themengebiet bisher eher gering ist, werden Tipps gegeben, wie Lehrende für ihre Unterrichtsvorbereitung auf Literatur zurückgreifen können, die sich mit dem computergestützten Unterricht in anderen modernen Fremdsprachen beschäftigt. Ferner wird die neue Lernsoftware "Dialog 1" vorgestellt, die passend auf das gleichnamige Lehrbuch zugeschnitten ist, jedoch auch unabhängig von diesem benutzt werden kann. In einem Abschnitt zum Thema multimedialer Präsentationen werden der Einsatz von PowerPoint bzw. Impress aus dem Programmpaket Open Office diskutiert. Verschiedene Unterrichtsbeispiele verdeutlichen die Vorteile dieser Medien.
Vorschlag für ein Ablagesystem bei Internetrecherchen
(Kurt Ludwigs)
- Abstract
Der Autor legt in seinem Beitrag eine mögliche Strategie dar, die zu mehr Ordnung in der Ablage von Ergebnissen einer Internetrecherche führen soll. Dabei beschreibt er Möglichkeiten zum strukturierten Anlegen verschiedener Ordner und Unterordner. Auf diese Weise soll auch die Unterrichtsvorbereitung langfristig leichter von der Hand gehen.
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