Inhaltsverzeichnis
Beurteilung mündlicher Leistungen
Eine Untersuchung (Teil 2) (Manfred Arendt)
- Abstract
In dem Beitrag wird der zweite Teil einer Untersuchung zum Thema "Beurteilung mündlicher Leistungen" vorgestellt. Eingeleitet wird mit der Darstellung einer einzelnen Frage aus der Untersuchung, in der Aspekte wie die Bewertung überdurchschnittlicher mündlicher Leistungen eines einzelnen Schülers von insgesamt 26 Beurteilern verglichen und untersucht wurden. Das Ergebnis, das auf große Abweichungen in der Bewertung hindeutet, wird hinsichtlich einer Verbesserung der aktuellen Bewertungstechnik betrachtet, wobei Aspekte wie Zensurensystem, Systematisierung der mündlichen Leistungen, Gerechtigkeit und Objektivierbarkeit der Zensurenvergabe analysiert werden. Anschließend werden unterschiedliche Maßnahmen zur Optimierung der Beurteilungsqualität vorgeschlagen.
Mündliche Prüfungen in Englisch Klasse 10
Sachgerecht gestalten und "gerecht" bewerten (Teil 1) (Wolfgang Zydatiß)
- Abstract
In einer Untersuchung, in der Schüler einer 10. Klasse mit Englisch als erster Fremdsprache an einer "Cambridge ESOL"-Prüfung teilgenommen hatten, wurden Bewertungen von Lehrenden einer Berliner Schule und Bewertungen zertifizierter Prüfer einer Sprachtestagentur verglichen. In dem Beitrag wird den Ursachen für die strenge Beurteilungsweise Berliner Lehrender und einer im Vergleich "lockeren" Bewertung der teilnehmenden Prüfer der Sprachagentur nachgegangen. Um die Verfahrensweise der Bewertung zu verdeutlichen, werden der Aufbau und die Prinzipien des angewandten Tests (PET bzw. "Preliminary English Test") erläutert. Darüber hinaus werden die darin formulierten Prüfungsbedingungen auf die reale Schulsituation bezogen, und es wird festgestellt, dass die Verfahrensweise im Hinblick darauf modifiziert werden muss. Abschließende Empfehlungen konzentrieren sich auf den Abschnitt "simulated situations", in dem Prüfungskandidaten in dialogischer Form unterschiedliche Situationen sprachlich bewältigen sollen. Die dafür nötigen Materialien werden dargestellt, und Aufgabenstellungen werden beispielhaft ausformuliert.
Playing the present progressive
Die Dialogeinführung als zentrale Lehrtechnik (Wolfgang Butzkamm)
- Abstract
Der Dialog wird als eine zentrale Lehrtechnik vorgestellt, dessen Einführung in mehreren Schritten erfolgt und auf der Grundlage zweier Prinzipien basiert: der Verfügbarkeit der Muttersprache und eines schriftlichen Textes. Der Beitrag fokussiert auf die erste Phase der Dialogeinführung, die in folgende Schritte aufgeteilt ist, die einzeln erläutert werden: Einstieg, Nachsprechen des Dialogs, Mitlernprinzip und eine "True or false?"-Aufgabe. Die zweite Phase der Festigung ist progressiv aufgebaut, sodass die Schüler die Dialoge immer selbständiger vortragen, bis sie diese schließlich entsprechend den eigenen Ideen gestalten können. Die Lehrtechnik fördert aus Sicht des Autors die Lust am Sprechen. Der Beitrag bietet eine Reihe von Beispieldialogen und beispielhaft vorformulierten Arbeitsanweisungen, die im Unterricht aufgenommen werden können.
Ein Plädoyer für performance
(Helmut Reisener)
- Abstract
Der Autor plädiert dafür, im Englischunterricht die "performance skills" der Lernenden zu stärken, wobei sich sein Blick auf die Arbeit mit Texten richtet, die das Öffnen des Unterrichts zu Gunsten von mehr Sprechtätigkeit und Lebendigkeit fördern. Nach einer definitorischen Klärung des Begriffs "performance", die insbesondere im Sinne von Unterhaltung von (anderen) Menschen durch darstellendes Spiel, Gesang, Musik und Tanz und als holistisch angelegt gesehen wird, präsentiert er dem Ansatz entsprechende Aktivitäten für den Anfangsunterricht und darüber hinaus - besonders auch für die Sekundarstufe I. Dabei kommen dem Visuellen, dem Dialogischen, dem gemeinsamen (sprachlichen) Handeln und dem darstellenden Spiel naturgemäß eine besondere Bedeutung zu. So sollen z.B. Bildgeschichten mit Sprechblasen ausgestattet und nachgespielt, Gedichte "performance"-orientiert vorgetragen und ein Einkaufsdialog in Form eines Raps aufgeführt werden. Am Ende des Beitrags finden sich Hinweise auf Textquellen und themenspezifische Literatur.
Unter der Lupe: Improvisierte Gespräche in einer 6. Realschulklasse
(Jörg Siebold)
- Abstract
Zur Untersuchung der Entwicklung sprachbezogener Kompetenzen in der frühen Phase des Englischunterrichts bis zum Abschluss der mittleren Reife wurden zwei improvisierte Schülergespräche aus dem sechsten Schuljahr einer Realschulklasse herangezogen. Videoaufnahmen, die einem MELT-Projekt (Mediengestütztes Englischlehrer-Training) entstammen, wurden auf mündliche Interaktion hin analysiert. Als theoretische Grundlage dient die von Brinker und Sager aufgestellte linguistische Gesprächsanalyse. Der Beitrag stellt die eingehende Analyse der Unterrichtsgespräche dar, die in Phasen der Gesprächseröffnung, der Kern- und der Beendigungsphase aufgeteilt wurden. Weiterhin werden Kriterien zur Beurteilung der Sprachleistungen aufgestellt und auf die Gesprächsimprovisationen angewandt. Dazu zählen Flüssigkeit, Interaktionsfähigkeit, Rückmeldungen, Komplexität, Korrektheit sowie gelungene Äußerungen. Im Anhang des Beitrags findet sich die Transkription der verwendeten Schülergespräche.
Schüleraktiver Englischunterricht mit dem "Partnerpuzzle"
Ein Beispiel aus Klasse 9 (Elisabeth van Wensen)
- Abstract
Vorgestellt wird die Methode des Partnerpuzzles, die dazu beitragen soll, die Scheinkommunikation des unterrichtlichen Gesprächs zu durchbrechen. Das Prinzip des Puzzles basiert auf einem für beide Gesprächspartner relevanten Informationsaustausch, wobei die Gesprächspartner als Experten für jeweils unterschiedliche Themen gelten, die sie sich gegenseitig vermitteln müssen. Nach einer kurzen Erläuterung der Methode stellt die Autorin deren Vorteile für den Englischunterricht dar. Schließlich werden eine praktische Durchführung der Methode und deren Ergebnisse in einer Evaluation zusammengefasst. Schematische Darstellungen des Puzzle-Prinzips sowie einige Textbeispiele machen die Vorgehensweise und deren Umsetzung im Unterricht anschaulich.
Presenting information
Ein Beitrag zum Erwerb von Methodenkompetenz und zur Lernstoffverarbeitung (Herbert Holtwisch)
- Abstract
In dem Beitrag wird Methodenkompetenz als eine nicht selten vernachlässigte Fertigkeit problematisiert und als eine Grundlage für die Informationsverarbeitung und Wiedergabe des Lernstoffes dargestellt. Dabei wird der Schwerpunkt auf die Präsentationskompetenz gelegt, die aufgrund ihrer fundamentalen Bedeutung in Studium und Beruf in die Lehrpläne für den Oberstufenunterricht Eingang gefunden hat. Für die Vermittlung der Präsentationskompetenz wird die Methode "learning by doing" in Gruppenarbeit vorgeschlagen, wobei die Ergebnisse wie beispielsweise Leitlinien und Bewertungskriterien gemeinsam erarbeitet und anschließend festgehalten werden sollen. Darüber hinaus findet sich eine Zusammenstellung von wesentlichen Punkten in Form einer Checkliste für die Erarbeitungsphase der Präsentation und deren Nachbereitung. Analog dazu wird das Muster einer Fragenliste zur Evaluation einer Präsentation vorgestellt, die Schüler dazu anregen soll, die Präsentation aktiv zu verfolgen.
Debating
Eine sportliche Form des Sprachgebrauchs (Bernd Morlock)
- Abstract
Das "World Schools Debating Championship" ist ein internationaler Debattierwettbewerb für Schüler. Der Autor geht auf Regeln und Ablauf des Wettbewerbs ein und regt einerseits zur Teilnahme deutscher Schüler an, andererseits zur Aufnahme des Konzeptes in den Fremdsprachenunterricht, da diese Methode zentrale Kompetenzen und Lernzielbereiche fördere. So werden beispielsweise die Stärkung selbstsicheren Auftretens, soziale Kompetenzen wie Team- und Konfliktfähigkeit, die Mündlichkeit sowie Präsentationstechniken erlernt und geübt.
Ein Beispiel aus der Praxis
"Debating" trainieren! (Anna Stöber)
- Abstract
Im Anschluss an den vorangehenden Beitrag (Bernd Morlock: "Debating. Eine sportliche Form des Sprachgebrauchs", S. 42-44) wird eine Reihe kleinerer Methoden vorgestellt, die geeignet sind, im Englischunterricht an das Debattieren heranzuführen. Beispielhaft wird die praktische Umsetzung einer der Methoden kurz erläutert. Die spielerisch angelegten Methoden eignen sich sehr gut zur Erhöhung der Schülerredezeit und damit zur Förderung der Sprachkompetenz.
Parlez, Parlez
Verfahren zur Förderung des Sprechens (Marie-Cécile Duclercq, Peter Winz-Luckei)
- Abstract
In dem Beitrag werden folgende Verfahren zur Förderung der Mündlichkeit im französischen Fremdsprachenunterricht vorgestellt, die u.a. das selbständige Formulieren von Äußerungen unterstützen sollen: "l' expression simultanée"; "conversations simultanées"; die Methode des Omniumkontaktes, die die Möglichkeit eröffnet, sich nicht nur mit dem Sitznachbarn, sondern mit unterschiedlichen Gesprächspartnern zu unterhalten, sowie einige Varianten davon. Der Beitrag enthält ein Arbeitsblatt mit Übungstypen zum dialo
Funktion und Korrektur der Aussprache
Am Beispiel des Französischen (Bernard Dufeu)
- Abstract
In dem Beitrag wird eingangs eine erhebliche Diskrepanz bei der Meinung über den Stellenwert der Aussprache zwischen Fremdsprachenforschung und Schulrealität konstatiert. Im ersten Teil seines Beitrags widmet sich der Autor den Ursachen, die zu dieser Diskrepanz geführt haben. Im zweiten Teil werden Argumente für eine größere Gewichtung der Ausspracheschulung gesammelt, im dritten Teil einige Kriterien zur Korrektur der Aussprache aufgestellt.
Zvoni mne na mobil' nik
(Elisabeth Timmler, Heike Wapenhans)
- Abstract
Die Autorin stellt vielfältige methodische Herangehensweisen an das Thema "Handy" vor. Dabei listet sie themenspezifisches Vokabular - u.a. mögliche Wortverbindungen mit dem Verb "anrufen" - auf. Die Funktionen des Handys wie SMS, Mailbox und Spiele sowie der Umgang mit dem Gerät werden in ihrem lexikalischen Kontext erläutert und kommentiert. Ein Schwerpunkt liegt auf der sprachlichen Realisierung der SMS-Sprache und der Erklärung entsprechender russischer Abkürzungen. Der Beitrag schließt mit einer zweiseitigen Sammlung von Unterrichtsmaterialien mit Fragestellungen zu unterschiedlichen Aspekten des Themas und einem "Mini-Glossar".
Arbeitsblätter zum Thema "Alt und Jung"
(Martina Bartels, Viola Beyer-Kessling, Margit Bombach, Judith Krischer, Carmen Mendez, Don Salter, Jörg Siebold)
- Abstract
Sechs Arbeitsblätter Englisch, vier Arbeitsblätter Französisch, zwei Arbeitsblätter Russisch
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