Inhaltsverzeichnis
Mündliche Prüfungen Englisch in Klasse 10
Sachgerecht gestalten und "gerecht" bewerten (Teil 2) (Wolfgang Zydatiß)
- Abstract
Im Rahmen des "Mittleren Schulabschlusses" befindet sich ein mündliches Prüfungsmodell für das Fach Englisch in der Erprobungsphase. Der "Cambridge Preliminary English Test" (PET) sieht vor, dass die Prüflinge mit Hilfe einer farbigen Bildvorlage einen etwa einminütigen Redebeitrag leisten. Der Autor hat einige dieser Prüfungen beobachtet und macht auf Defizite in der Umsetzung der Vorgaben aufmerksam. Eine grundsätzliche Kritik lautet, es würden zu viele Schwarzweiß-Kopien eingesetzt, die die Lernenden in ihren Ausdrucksmöglichkeiten (Aussagen über Farben, Tageszeiten, Wetterverhältnisse etc.) einschränken. Auch die häufig verwendeten Abbildungen von Sehenswürdigkeiten führen nach Ansicht des Autors zu einem oft mäßigen Gesprächsverlauf - und damit zu schlechten Noten. Zudem würden häufig nicht die Anforderungen des PET erfüllt, da nicht immer rein deskriptive, sondern auch assoziative Leistungen von den Prüflingen erwartet werden. Der Autor gibt verschiedene Tipps zur Bildauswahl sowie Hilfestellungen für das Führen der Prüfungsgespräche.
Zentralabitur Englisch
Wo besteht Klärungsbedarf? (Ursula Ostkamp)
- Abstract
Die Autorin setzt sich mit den "Vorgaben zu den unterrichtlichen Voraussetzungen" auseinander, die im Zuge der Einführung des Zentralabiturs in Nordrhein-Westfalen dafür sorgen sollen, dass für alle Lernenden die gleichen Bedingungen bei der Prüfungsvorbereitung gelten. In dem Beitrag werden definitorische Schwächen der Vorgaben etwa bei den Operatoren dargestellt (unklar bleibt beispielsweise, welchen genauen Inhalt die Autoren der Vorgaben mit "point out" oder "analyse/examine" verbinden); auch der Zusammenhang von Operator und Bewertungskriterium sollte nach Ansicht der Autorin transparenter gestaltet werden. Im letzten Teil des Beitrags werden Vorschläge für die Modifizierung des Bewertungsschemas präsentiert. Für die Veranschaulichung dieser Vorschläge wird unter "www.praxis-fremdsprachenunterricht.de" eine exemplarische Klausur für die Jahrgangsstufe 11 mit Bewertungsbogen als Download angeboten.
It' s the Culture, Stupid!
Hemingways "The End of Something" aus kulturdidaktischer Perspektive (Jürgen Einhoff)
- Abstract
Der Autor präsentiert eine Unterrichtseinheit, in der die Behandlung eines literarischen Textes mit dem Zugang zu kulturspezifischen Sichtweisen kombiniert wird. Zunächst werden Unterrichtserfahrungen aus der Behandlung von Hemingways Kurzgeschichte "The End of Something" in einer amerikanischen Lerngruppe beschrieben und so gängige Textinterpretationen von Muttersprachlern aufgezeigt. Einen Schwerpunkt der Darstellung bildet die Frage danach, ob die Protagonisten eine sexuelle oder platonische Beziehung geführt haben, da an dieser Stelle die kulturelle Abhängigkeit von Interpretationen besonders deutlich wird. Anschließend wird eine mögliche Behandlung der Kurzgeschichte in zwei Unterrichtsstunden skizziert.
Kulturelle Fehler im mündlichen Bereich
(Helmut Reisener)
- Abstract
Der Autor regt dazu an, die Diskussion des Fehlerbegriffs unter Berücksichtigung neuer lernpsychologischer und neurolinguistischer Gesichtspunkte, aber auch im Hinblick auf interkulturell richtiges Sprachhandeln erneut aufzunehmen. Er geht zunächst auf den der Performanz zugeordneten Begriff "mistake" ein und nennt auf diesen Bereich bezogene mögliche Fehlerursachen wie eine gestörte (Lern-)Atmosphäre oder unrealistische Selbst- und Leistungseinschätzungen. Diesem Fehlertyp wird der systembedingte "error" gegenübergestellt, der der Kompetenz zugeordnet wird. Ein Schwerpunkt der empfohlenen weit gefassten Fehlerdebatte sollte nach Ansicht des Autors der Bereich des kulturellen Fehlers sein, der bei interkulturellen Kontakten zu weit größeren Missverständnissen und Schwierigkeiten führen könne als Grammatik- oder Aussprachefehler. In dem Beitrag werden einige Übungen für den Englischunterricht vorgestellt, mit denen die situationsgerechte Reaktion auf Alltagssituationen eingeübt werden kann.
Interkulturelles Lernen sichtbar machen
Lernertagebücher (Gabriela Fellmann)
- Abstract
Interkulturelle Begegnungen gehören zwar längst zur schulischen Praxis, werden aber nach Ansicht der Autorin von Seiten der Fremdsprachendidaktik noch immer vernachlässigt. Im Vorfeld eines Austauschprogramms zwischen Lernenden aus der Jahrgangsstufe 8 des Gymnasiums Stolzenau mit Gleichaltrigen aus dem englischen Cullingworth wurde die deutsche Lerngruppe gezielt für die Selbst- und Fremdwahrnehmung sensibilisiert. Als zentrales Medium der Einheit fungierten Lernertagebücher, die von der Autorin hinsichtlich der Einstellung der Lernenden zur Sprache und zur Schule als Begegnungsstätte analysiert worden sind. Aus den Beobachtungen leitet die Autorin Empfehlungen für zukünftige Austauschfahrten ab.
Fun Poetry & Poetry Fun (2)
Tiergedichte interkulturell (Helmut Reisener)
- Abstract
Der Autor zeigt auf, dass die unterschiedlichen Gegebenheiten in den Ländern mit englischer Nationalsprache zu einer enormen Diversifikation des literarischen Schaffens geführt haben; dies gilt auch für die Poesie, die für Kinder verfasst wurde. In dem Beitrag werden einige lustige Gedichte, Reime, Cartoons und Wortspiele vorgestellt und Vorschläge für ihre Einbeziehung in den Englischunterricht gemacht. Die aus unterschiedlichen Teilen der Welt stammenden Materialien eröffnen immer auch Einblicke in die jeweiligen kulturellen Eigenheiten der einzelnen Länder.
Kulturelles Lernen mit Musikvideoclip und Film
(Gabriele Linke)
- Abstract
Ein umfassender landeskundlicher Fremdsprachenunterricht sollte nach Ansicht der Autorin Nationen nicht nur als einheitliches Ganzes darstellen, sondern auch die Kulturen kleinerer Gruppen und damit die kulturelle Heterogenität des jeweiligen Landes veranschaulichen. In ihrem Beitrag schlägt sie vor, zwei Musikvideos der Band "Blur" und verschiedene Szenen aus dem Film "Bend It Like Beckham" in den Englischunterricht einzubeziehen. In den präsentierten Unterrichtssequenzen werden Tischsitten und typische Sonntagsaktivitäten ebenso behandelt wie intrakulturelle Unterschiede und die Thematik der Zugehörigkeit zu einer Gemeinschaft.
Genau hinschauen
Übungen zum interkulturellen Lernen (Maike Grau)
- Abstract
Die Autorin ist davon überzeugt, dass die Förderung interkultureller Kompetenz zwar Bestandteil aller Fremdsprachencurricula ist, das Bewusstsein um die Wirkungsweisen von Stereotypen und Vorurteilen aber noch immer zu selten im fremdsprachlichen Unterricht thematisiert wird. In dem Beitrag trägt sie daher eine Reihe von Übungen für den Einsatz im Englisch-, Französisch- und Russischunterricht zusammen, mit denen dieses Bewusstsein gezielt geschärft werden soll. Die Übungen sollen u.a. aufzeigen, in welcher Weise die Auswahl eines Bildausschnitts das Urteil über eine abgebildete Person beeinflussen kann oder wie schwierig es ist, eine wertneutrale Bildbeschreibung zu liefern. Weitere Aufgaben zielen auf die Hinterfragung von Wortbedeutungen ab und veranschaulichen die Lage von Menschen in einer ihnen unbekannten Umwelt. Die Aktivitäten eignen sich für Schülerinnen und Schüler ab dem dritten Lernjahr.
Zuhause, patrie, ...?
Interkulturelles Arbeiten im Französischunterricht (Anneke Naumann)
- Abstract
Die Autorin stellt zunächst dar, wie unterschiedlich die Assoziationen mit dem Begriff "Heimat" sein können und welche Schwierigkeiten seine Übersetzung in andere Sprachen bereiten kann. Anschließend wird eine Unterrichtseinheit für den Französischunterricht in der Oberstufe vorgestellt, in der die Bedeutungen von "Heimat" und "patrie" betrachtet werden, aber auch andere (im Klassenzimmer vorhandene) Sprachen über die Erstellung einer lexikalischen Tabelle einbezogen werden. Nach der Arbeit auf der Wortschatzebene folgt eine Phase der Textarbeit, die mit der Behandlung von Zitaten Khalil Gibrans oder Albert Camus`begonnen werden kann und in der anschließend das Gedicht "Ma patrie est un visage" von Tahar Ben Jelloun interpretiert wird. Die Einheit wird mit einer kreativen Schreibübung - dem Verfassen eigener Elfchen - abgeschlossen.
Souad Massi - Musik aus dem Maghreb.
(Heide Schrader)
- Abstract
Die Autorin schlägt vor, sich im Französischunterricht einmal mit dem (bisherigen) Leben und Werk der in Algerien geborenen und im französischen Exil lebenden Musikerin Souad Massi zu beschäftigen. Ihre Musik, die mit nordafrikanischen, spanischen und indischen Assoziationen spielt, bietet zahlreiche Anlässe zur interkulturellen Sensibilisierung. Über die Homepage der Sängerin und über weitere Seiten lässt sich Unterrichtsmaterial wie Fotos, Interviews, biographische Informationen etc. beziehen. Die Texte zweier für den Unterricht besonders geeigneter Chansons sind im Beitrag enthalten.
Feste in Russland: Ostern
Lernen an Stationen (Danuta Gentsch)
- Abstract
In dem Beitrag wird vorgeschlagen, das Osterfest - das höchste Fest der orthodoxen Kirche - im Russischunterricht ab dem zweiten Lernjahr mit der Methode des Stationenlernens zu behandeln. Zunächst liefert die Autorin wichtige kulturelle Hintergrundinformationen zu dem Fest, anschließend werden die einzelnen Lernstationen beschrieben, zu denen Aufgabenblätter abgedruckt sind. Hier wiederholen die Lernenden u.a. wichtige Vokabeln des Wortfelds Ostern, prägen sich unregelmäßige Deklinationen ein, führen Gespräche über das Osterfest oder gestalten Osterkarten nach russischem Vorbild.
Vorschläge zur Arbeit mit der Folie "Fremde Früchte".
(Jörg Siebold)
Arbeitsblätter zum Thema "Fremdes"
(Alexandra Marreiros Alves, Don Salter, Jörg Siebold, Cornelia Speer)
- Abstract
Sechs Arbeitsblätter Englisch, vier Arbeitsblätter Französisch, zwei Arbeitsblätter Russisch
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