Inhaltsverzeichnis
Die Top Ten der Fremdsprachendidaktik
(Engelbert Thaler)
- Abstract
Die Jahrtausendwende ist vollzogen,doch woran sollen wir uns in diesen Zeiten didaktischer Umbrüche, methodischer Innovationen, pädagogischer Verunsicherung orientieren? Allerorten werden ultimative Hitlisten aufgestellt: die 10 größten Romane, die 10 besten Universitäten, die 10 folgenreichsten Irrtümer usw. Warum sollte die Fremdsprachendidaktik gegen diesen Ranking-Virus immun sein und ihrerseits nicht auch eine Top-Ten-Chart der einflussreichsten didaktischen Leitkonzepte zu Beginn des neuen Millenniums aufstellen? Let's count it down.
Sinnvolles Üben – kommunikationsorientiert
(Inez De Florio-Hansen)
- Abstract
Was für jegliches Lernen gilt, hat für das Automatisieren beim Erlernen von Fremdsprachen besondere Gültigkeit. Trotz der herausragenden Bedeutung des Übens für die angestrebte dauerhafte Verankerung im Gedächtnis spielen entsprechende Analysen und Vorschläge in der neueren Fachliteratur eine untergeordnete Rolle. Wie Übungen in den kommunikativen Fremdsprachenunterricht einzuordnen sind und wie sie gestaltet werden können, damit positive Effekte erzielt werden, wird im Folgenden erläutert und anhand einiger Beispiele für die Unterrichtspraxis konkretisiert.
Schulung des Hör-Seh-Verstehens
(Engelbert Thaler)
- Abstract
Hör-Seh-Verstehen ist omnipräsent und von hoher kommunikativer Relevanz. Um eine gezielte Schulung dieser Kompetenz zu ermöglichen, müssen mehrere Fragen geklärt werden: Welche Komponenten sind beim Hör-Seh-Prozess beteiligt? Welche Kriterien erleichtern der Lehrkraft die Auswahl geeigneter Hör-Seh-Texte? Welche Übungsdimensionen sind zu berücksichtigen? Wie könnte eine typische Hör-Seh-Stunde ablaufen? Welche Übungsformen bieten sich an? Wo finde ich geeignete Materialien?
Die Grammatik ist vergleichend, von der Muttersprache her zu betreiben!
(Wolfgang Butzkamm)
- Abstract
Der Stand des Wissens in Bezug auf das Verhältnis Muttersprache – Fremdsprache lässt sich mit wenigen Sätzen umreißen: Obwohl auch drohende Quelle von Interferenzen, ist die Muttersprache, d. h. das an ihr gebildete artikulatorische Können sowie das Welt-, Kommunikations- und Sprachverständnis, der größte Aktivposten des Schülers beim Fremdsprachenerwerb. Es gibt nur einen Bereich, in dem die muttersprachliche Mitgift alles andere als ein Segen ist: unser muttersprachlich geprägtes Hören. Unsere Defizite beim hörenden Unterscheiden fremder Lautungen können für viele das Lernen nicht nur „exotischer" Sprachen zur Qual machen. Abgesehen davon, besteht die methodische Kunst darin, Lehrtechniken zu erfinden, die die Potenzen der Muttersprache für die Fremdsprachen maximal in Dienst nehmen und zugleich mögliche Interferenzen minimieren. Dazu einige praktische Vorschläge, vor allem für den Bereich der Grammatik.
Konsequente Lernerorientierung im Grammatikunterricht
Eine unendliche Geschichte? (Manfred Arendt)
- Abstract
Schülerinnen und Schüler stöhnen schon beim bloßen Gedanken an Grammatik. Lehrerinnen und Lehrer raufen sich wegen der vielen Fehler verzweifelt die Haare. Auf beiden Seiten – Frust. Und dabei soll die Arbeit an den Strukturen doch eine Hilfestellung beim Erwerb der Kommunikationsfähigkeit bieten! Wie kann der Frust weitgehend vermieden werden? Was ist zu tun, um die Effektivität der methodischen Anstrengungen zu erhöhen? Der folgende Beitrag ist eine alltagstaugliche Antwort auf die gestellten Fragen: Eine konsequente Schülerorientierung wirkt dem Stöhnen und Haareraufen gezielt entgegen.
Üben mit dem Computer
(Thomas Raith)
- Abstract
Übung macht den Meister – aber benötigt man dazu unbedingt Computer? Nicht unbedingt, aber sie können eine große Hilfe sein, wenn man weiß, wie man sie gewinnbringend einsetzt. Die Möglichkeiten des begrenzten Klassenraums können erweitert werden und das Lernen macht mehr Spaß.
„Ein Korn gibt viele Ernten“
Minisagas im Englischunterricht (Jörg Siebold)
- Abstract
Sehr kurze authentische Texte sind für Lernende und Lehrende oft attraktiv, besonders wenn sie eine ungewöhnliche, auf eine unerwartete Pointe hinauslaufende Geschichte erzählen. Im Unterricht lässt sich damit viel anfangen: etwas mit dem Text anstellen oder selber einen Kürzesttext schreiben. Dazu werden hier Vorschläge gemacht (ab Klasse 8).
Any unknown words? Let me show you what I know!
Schüleraktivierende Methoden in der Sekundarstufe I (Günther Sommerschuh)
- Abstract
Die didaktisch-methodischen Buzzwords wie Schülerorientierung, mehrkanaliges Lernen, Binnendifferenzierung als Reaktion auf heterogene Lerngruppen usw. sind in aller Munde und werden z. B. durch stärkere Öffnung des Unterrichts und die Einbindung kreativproduktiver Aufgabenstellungen in der Praxis umgesetzt. Demgegenüber erleben die Schülerinnen und Schüler den Umgang mit Wortschatz als ritualisiert: nach der einseitigen Semantisierung der ‚neuen‘ Vokabeln durch die Lehrkraft schließen sich die ‚Sicherung‘ im zweispaltigen Vokabelheft, das häusliche Lernen und die einseitige mündliche oder schriftliche Wiedergabe der Wörter im Vokabeltest und anderen Formen der Überprüfung der Hausaufgabe an. Der Beitrag möchte ausgehend von den unterschiedlichen Lernervoraussetzungen zu einer facettenreichen, interaktiven, mitteilungsbezogenen Wortschatzarbeit anregen.
Lernen an Stationen in Klasse 5
(Ursula Karbe, Margitta Kuty)
- Abstract
Bei den Lernstationen zum Thema Through the year handelt es sich um in den gesamten Unterricht integrierte Phasen, denen vorrangig die Aufgabe zukommt, bereits erarbeiteten Sprachstoff zu festigen und in kommunikativen Aufgaben schriftlich oder mündlich anzuwenden. Das vielfältige Umwälzen des Sprachmaterials, seine Übertragung auf immer neue inhaltliche und situative Kontexte, hat vor allem Fluency bei Schülern zum Ziel, die im Frontalunterricht allein nicht zu erreichen ist, wofür sich Partner- und Gruppenarbeit an den Stationen jedoch sehr gut eignen. Schüler übernehmen hier ebenfalls die Funktion der gegenseitigen Kontrolle, wobei sich auch die Lehrkraft intensiv einzelnen Schülern widmen kann.
Écouter, ça s’apprend … en agissant
Trainingsvorschläge für die Sek I (Marie-Cécile Duclercq, Peter Winz-Luckei)
- Abstract
Hörverstehen lässt sich nicht nur medial vermittelt trainieren. Im einsprachigen und aufgabenorientierten Unterricht gibt es vielfältige Möglichkeiten einer interaktiven und ganzheitlichen Schulung des Hörverstehens.
„Lernen durch Lehren“ im Russischunterricht der Sekundarstufe I
(Katja Schmidt)
- Abstract
Viele (nicht nur) reformpädagogische Ansätze versuchen in mehr oder weniger radikaler Weise den Unterricht „umzukrempeln". Ein weniger radikaler Ansatz ist die Methode „Lernen durch Lehren", bei der es im Großen und Ganzen darum geht, dass die Schüler sich einen Stoffabschnitt eigenständig erarbeiten, ihn didaktisch-methodisch aufbereiten und anschließend ihren Mitschülern vermitteln. Der Beitrag soll einige Anregungen zum Erproben dieser Methode im Russischunterricht der Sekundarstufe I bieten.
"Aufgabe/Task" und "Übung/Exercise"
Aus der Rubrik "Didaktisches Lexikon" (Jörg Siebold)
Arbeitsblätter zum Thema "Feste/Feiern"
(Viola Beyer-Kessling, Margit Bombach, Nicole Bucher, Senem Burmeister, Ursula Karbe, Judith Krischer, Don Salter, Jörg Siebold)
- Abstract
Acht Arbeitsblätter Englisch, vier Arbeitsblätter Französisch, zwei Arbeitsblätter Russisch
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