Inhaltsverzeichnis
Klassenarbeiten – eine Prozessperspektive
(Engelbert Thaler)
- Abstract
Sie sind alles andere als beliebt – bei den Schülern (Lernaufwand, Leistungsdruck), bei den Eltern (Karriere-Determinante, Angst vor Versagen der Sprösslinge) und den Lehrern (Korrektur, Konflikte mit uneinsichtigen Schülern und Eltern). Umso größer ist das Maß an Kompetenz und Verantwortung, das eine Klassenarbeit von jeder Lehrkraft einfordert – und zwar in allen fünf Phasen des Prozesses.
Let’s visit London! Allons en France!
Mündliche Prüfungen in Englisch und Französisch der Mittelstufe – Aufgabendesign und Bewertung (Carmen Mendez)
- Abstract
Vorgestellt werden jeweils zwei erprobte mündliche Klassenarbeiten aus dem Englisch- und Französischunterricht des dritten Lernjahres, die aus einer Kombination von Einzel- und Gruppenprüfung bestehen und deren inhaltliche Grundlagen das Thema „London" sowie die Studienfahrt einer 8. Klasse nach Südfrankreich sind.
Zum Stellenwert von Fehlern
Am Beispiel des Französischen und Russischen (Karin Kleppin, Grit Mehlhorn)
- Abstract
Der Gemeinsame europäische Referenzrahmen mit seinen positiven Kann-Beschreibungen und seine Umsetzung in den neuen (Kern)Lehrplänen haben zu einem Umdenken geführt, das auch den Stellenwert von Fehlern in der Bewertung berührt. Zwar wurde in der Fachdidaktik der Fehler schon lange nicht mehr als der „Sündenfall" des Fremdsprachenlerners gesehen, sondern vielmehr als Phänomen, das ganz natürlich zum Spracherwerbsprozess gehört, trotzdem orientierte sich die Bewertung von Schülerleistungen häufig eher an Defiziten.
Korrigieren nach Schablone – geht das?
(Andrea Schinschke, Eva Weinert)
- Abstract
Wer hat sich nicht schon gewünscht, die anstrengende, zeitraubende und in ihrer Wirkung oft so fragwürdige Arbeit des Korrigierens einfach dem Computer zu überlassen? Besonders die Durchsicht von Klausuren der gymnasialen Oberstufe raubt den meisten Kolleginnen und Kollegen die Wochenenden, die Ferien und oft genug auch den Nachtschlaf. Resultat dieses zermürbenden Aufwands ist häufig nur, dass die mühsam mit Anmerkungen und Hinweisen versehenen Papiere von den Schülern und Schülerinnen nach flüchtiger Durchsicht und einem nachdrücklichen Blick auf die Zensur zur Seite gelegt werden. In Berlin ist jetzt mit der Einführung eines elektronischen Bewertungsrasters für die Fremdsprachen ein neuer Weg für die Korrekturarbeit beschritten worden, der Besserung verspricht.
Formen mündlicher Leistungsmessung im Fach Englisch
(Maria Eisenmann)
- Abstract
Die mündliche Leistungsmessung spielt im Vergleich zu schriftlichen Prüfungsformen eine eher untergeordnete Rolle – ein Stellenwert, der im Sinne eines in einer modernen Fremdsprache üblichen kommunikativen Lernprozesses sehr zu hinterfragen ist. Was genau aber macht mündliche Sprachfertigkeit aus und welche Bewertungskriterien sind sinnvoll? Dieser Frage geht die Autorin nach. Am Beispiel des bayerischen Modellprojekts MODUS 21 werden anhand der besonderen mündlichen Prüfung in den Grund- und Leistungskursen für das Fach Englisch neue Formen mündlicher Leistungsmessung in Form von Klassenarbeiten vorgestellt.
Überprüfung interkultureller Kompetenzen – ist das möglich?
Grundlage: ein Jugendroman (Anja Jäger)
- Abstract
Interkulturelle Kompetenzen sind in aller Munde, auch in immer mehr Publikationen wird darüber geschrieben. Sie finden sich sowohl in den Beschlüssen der KMK zu Bildungsstandards verschiedener Fächer wieder, wie auch im Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmen für Sprachen des Europarats, der europaweite Kompetenzniveaus im Fremdsprachenunterricht festlegt. Doch was sind interkulturelle Kompetenzen und wie ist es möglich, diese zu überprüfen und zu bewerten – z. B. in einer Klassenarbeit? Dieser Frage soll hier nachgegangen werden, wobei auszugsweise Theoriemodelle und Testmöglichkeiten skizziert, Blicke über die Fächergrenzen gewagt und schließlich konkrete Vorschläge für eine Klassenarbeit gemacht werden.
Probleme der Leistungsmessung im bilingualen Unterricht
(Michael Müller)
- Abstract
„Ich schreibe keine Arbeiten oder Tests im bilingualen Unterricht, ich mache nur mündliche Noten." „In meinen Tests im bilingualen Unterricht geht nur die inhaltliche Leistung in die Note ein, Sprache zählt nicht." „Wenn Schüler in Tests besonders gut Fremdsprachenkompetenz zeigen, dann erhalten sie Bonuspunkte und können damit ihre Noten verbessern." Alle drei Fachkollegen, von denen die Zitate stammen, unterrichten seit einigen Jahren Erdkunde auf Englisch und handhaben den zentralen Aspekt der Leistungsbewertung offensichtlich unterschiedlich. Verweisen die unterschiedlichen Handhabungen auf fehlende Theorie und Vorgaben? Die Diskrepanz zwischen fachdidaktisch Wünschenswerte (eigenständige CLIL-Fachdidaktik) und aktuellen Verwaltungsvorschriften (enge Anbindung an das deutsche Sachfachcurriculum) wird hier im Zusammenhang mit der Leistungsmessung diskutiert.
Nachbereitung à la carte!
(Viola Beyer-Kessling)
- Abstract
Stellt man sich die Situation in der Lerngruppe in dem Augenblick vor, in dem die Schülerinnen und Schüler die Klassenarbeiten zurückerhalten, dann sieht man sie einen Blick auf die Korrekturzeichen am Rand werfen und die Blätter wieder zuklappen. Die meisten Lehrkräfte haben die Erfahrung gemacht, dass korrigierte Klassenarbeiten nur selten motivieren, sich noch einmal mit dem Geschriebenen zu befassen. So stellt sich die Frage, welche Art der Nachbereitung die Schülerinnen und Schüler motiviert, einen Lernprozess, den sie schon abgeschlossen glaubten (die Klassenarbeit wird als Schlusspunkt einer Einheit oder eines Themas empfunden), nach- oder neu zu vollziehen.
Schülerorientierung und Klassenarbeiten sind vereinbar!
(Monika Wilkening)
- Abstract
"Die Lernenden als aktiv gestaltende, selbstverantwortliche Individuen [müssen] bei der Leistungserfassung berücksichtigt werden." (Scheersoi/Krämer 2007, S. 211) Schüler Michael B. (Französisch, Klasse 8) antwortet auf die Frage: "Inwiefern warst du bei der Vorbereitung an dieser Klassenarbeit aktiv beteiligt?": "Indem wir zuerst die Stationen selber erstellt haben, die jetzt in der Arbeit vorkamen. Später haben wir sie auch noch bearbeitet, um für die Arbeit zu lernen."Seien Sie, liebe Kolleginnen und Kollegen, herzlich eingeladen zu lesen, wie die Schüler/innen ihre Klassenarbeit aktiv mitgestaltet haben.
Donner à l’oral la place qui lui revient …
Mündliche Leistungsüberprüfungen (Marie-Cécile Duclercq, Peter Winz)
- Abstract
Alle Welt beklagt die Dominanz des Schriftlichen im Französischunterricht. Ein wesentlicher Grund ist, dass die Kompetenz „Sprechen" bei der Leistungsbewertung bislang kaum eine Rolle spielt. Es fehlt an praktikablen, alltagstauglichen Modellen für mündliche Überprüfungen und Klassenarbeiten. In diesem Beitrag finden Sie erprobte Vorschläge für das 1. und 2. Lernjahr.
Schriftliche Klassenarbeiten Russisch
(Danuta Gentsch)
- Abstract
Folgende zwei Beispiele für die Klassenarbeiten im Fach Russisch wurden jeweils in der Klassenstufe 9 und 10 als schriftliche Lernerfolgskontrolle durchgeführt. Schüler dieser Klassenstufen lernen Russisch als 2. Fremdsprache seit der 7. Klasse. Beide Arbeiten hatten das Ziel, den Leistungsstand der gesamten Klasse und den erreichten Kenntnis- und Könnensstand jedes einzelnen Schülers dieser Klasse bzw. Lerngruppe nach dem Abschluss einer bestimmten Lektion zu ermitteln. Die Schwerpunkte der Klassenarbeiten ergaben sich sowohl aus den inhaltlichen bzw. thematischen Schwerpunkten, dem neuen Wortschatz als auch den grammatischen Pensen der jeweiligen Lektion. Sie spiegeln das Anforderungsniveau des Unterrichts wider. Beiden liegt eine zweiteilige Form der Aufgabenstellung zugrunde.
Klassenarbeit/Test
Aus der Rubrik "Didaktisches Lexikon" (Rüdiger Grotjahn)
Arbeitsblätter zum Thema "Telefon"
(Margit Bombach, Nicole Bucher, Petra Günther, Judith Krischer, Stephanie Pattok, Elke Philipp, Don Salter, Jörg Siebold, Katrin Stein)
- Abstract
Acht Arbeitsblätter Englisch, vier Arbeitsblätter Französisch, zwei Arbeitsblätter Russisch
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