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Inhaltsverzeichnis 2/2012
Klassenführung
Die Bedeutung der Komplexitätsreduktion für den guten Unterricht (Rainer Dollase)
- Abstract
Ist Klassenführung oder – in der englischsprachigen Version – das „classroom management“ ein neues Programm? Ist es ein Rezeptkatalog, angefüllt mit Tipps wie „Wenn der Schüler nicht aufpasst, dann sagen Sie ihm sofort, dass es Ihnen aufgefallen ist“? Oder „Wenn er gegen die Regel verstößt, erinnern Sie ihn an die Regel und die Konsequenzen des Verstoßes“? Auf keinen Fall. Rainer Dollase über die die Kriterien eines guten Classroom Managements.
Rituale und Classroom Management
Tipps für die effiziente Nutzung der Lernzeit (Angela Harting)
- Abstract
Rituale fördern das Lernen, indem sie dem Unterricht Struktur geben. Sie schaffen Verbindlichkeit, geben Sicherheit und stärken das Gemeinschaftsgefühl innerhalb einer Lerngruppe. Durch Konzentration auf das Wesentliche erhöhen sie die Bereitschaft, sich auf Lerninhalte einzulassen. Im Folgenden sollen beispielhaft einige Rituale näher betrachtet werden, die sich – jeweils an die Altersgruppe angepasst – sowohl für die Primar- als auch für die Sekundarstufe eignen, um Lernzeit effizienter zu nutzen. Angela Harting hat einige erprobte Rituale gesichtet und stellt sie vor.
Woher kommt das Classroom Management?
Ein Blick in die Historie (Maik Hager)
- Abstract
In den meisten Publikationen über das Problem der Klassenleitung fällt der Name Kounin. Er gilt mit seinen empirischen Studien, die erstmals 1970 unter dem Titel „Discipline and group management in classrooms“ veröffentlicht wurden, im Allgemeinen als der „Vater“ des Klassenmanagements. Im deutschsprachigen Raum wurden seine Beobachtungen durch die Übersetzung seiner Studien 1976 einem größeren Forschungskreis bekannt und Bestandteil der Lehrerbildung. Maik Hager über den Ursprung des Classroom Managements.
Strategischer Umgang mit Unterrichtsstörungen
Plädoyer für professionelle Intervention (Werner Sacher)
- Abstract
Nicht selten reagieren Lehrkräfte auf Störverhalten von Schülern reflexhaft und geradezu in der Form von Übersprungshandlungen, ohne viel nachzudenken und abzuwägen. Besonders ungünstig ist es, wenn dann auch noch auf immer dieselbe Weise reagiert wird und dieses Verhalten, falls es nicht zur Beendigung der Störung führt, lediglich verstärkt wird nach dem Motto „Mehr von dem, was nicht funktioniert“, d. h. wenn dann z. B. nur energischer getadelt oder gedroht oder gestraft wird. Sinnvoller und Erfolg versprechender ist es, überlegt und gestuft vorzugehen und dabei eine gewisse Strategie einzuhalten. Ein Beitrag von Werner Sacher.
Was wirklich wirkt
John Hattie resümiert die Forschungsergebnisse zu schulischem Lernen (Olaf Köller, Jens Möller)
- Abstract
Schon seit geraumer Zeit wird der Name Hattie zu einem Begriff, der die schulische und insbesondere die Diskussion um den Unterricht beeinflusst. Was die immer bekannter werdende Hattie-Studie ausmacht und aussagt, erfahren Sie in diesem Beitrag von Olaf Köller und Jens Möller.
Integration von Diagnose und Förderung im Schulalltag
Beispiel Lese-Rechtschreib-Schwierigkeiten (David Gerlach)
- Abstract
Eine strukturierte Förderung des Leseverständnisses hat durch die PISA- und IGLU-Vergleichsstudien an Beachtung und Bedeutung in allen Fächern gewonnen, gehört diese Fähigkeit doch in unserer Gesellschaft zu einer Schlüsselkompetenz der Informationsbeschaffung und -auswertung (siehe auch Voss 2006). Eine dazugehörige Kompetenz wird leider oft durch den Fokus auf das Leseverstehen noch vernachlässigt: das Rechtschreiben. Ein Beitrag von David Gerlach.
Lehrerbelastung durch zentrale Abiturprüfungen?
Ergebnisse aus Nordrhein-Westfalen (Wilfried Bos, Birgit Eickelmann, Julia Kahnert, Ramona Lorenz)
- Abstract
Seit dem Jahr 2007 werden in Nordrhein-Westfalen die Abiturprüfungen zentral durchgeführt. In allen Fächern bekommen Schülerinnen und Schüler dieselbe Auswahl an Abituraufgaben. In einigen Fächern wählen nicht die Schüler die Aufgaben aus, sondern die Lehrpersonen treffen aus verschiedenen möglichen Abituraufgaben eine Vorauswahl. Die Autoren gehen der Frage nach, inwieweit das neue Verfahren zu einer größeren Belastung für die Lehrkräfte wird.
Kooperative Leitung
Schulleitungsarbeit im Berufskolleg (Brunhilde Janßen-Struthoff)
- Abstract
Wie kann es gelingen, die eigene Schule weiterzuentwickeln und dabei möglichst alle Kolleginnen und Kollegen einzubinden. Im vorliegenden Praxisbeispiel wird veranschaulicht, dass die Entwicklung einer Schule, wenn sie nachhaltig sein soll, Zeit, immer wiederkehrende Diskussionen braucht. Die Schulleitung ist gefordert, diesen verzweigten Kommunikationsprozess zu steuern. Ein Beitrag von Brunhilde Janßen-Struthoff.
Schule erfolgreich führen
Teil 5: Mitarbeiter fordern und fördern (Hans Werner Müller)
- Abstract
Der fünfte Teil unserer Serie befasst sich mit der der Gewinnung des Kollegiums für Veränderungsprozesse und wirbt für ein erweitertes Verständnis von Förderung der Mitarbeiter.
Zeitmanagement
Neue Vorschläge und Ideen (Josef Lackner)
- Abstract
Die knappe Ressource Zeit sollte optimal genutzt werden. Anregungen, wie die anstehenden Arbeiten ohne zu viel Stress erledigt werden können, finden sich in aktuellen Publikationen. Hier soll auf Publikationen von David Allen und Michael Linenberger näher eingegangen werden.
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