Inhaltsverzeichnis
Die Potsdamer Lehrerstudie
Handlungsoptionen für die Schulleitung (Anna Laux, Uwe Schaarschmidt)
- Abstract
Es steht außer Frage, dass im Lehrerberuf eine prekäre Belastungssituation besteht. Insbesondere dürfte die psychische Belastung eine kritische Grenze erreicht haben. Mit der Potsdamer Lehrerstudie sollten Beiträge zur Verbesserung dieser Situation geleistet werden. Die Studie wurde durch ein Team von Wissenschaftlern und Studierenden des Instituts für Psychologie der Universität Potsdam unter Leitung von Prof. Dr. Uwe Schaarschmidt durchgeführt und vom Deutschen Beamtenbund und seinen Lehrergewerkschaften finanziert. Anna Laux stellt die Ergebnisse dar.
Schulleitung, Lehrer und Burn-out
Burn-out-Prozess und Symptome (Michelle Brehm, Harald Uhlendorff)
- Abstract
Während der letzten Jahre sind die psychischen Belastungen im Lehrerberuf und daraus entstehendes Burn-out in der internationalen pädagogischen Forschung zu wichtigen Themen geworden (z. B. Hillert & Schmitz, 2004). Burn-out wird dabei nicht nur als Zustand, sondern oft als ein langjähriger dynamischer Prozess angesehen, der mit zunehmender Erschöpfung beginnt. Die manchmal etwas später auftretenden zynisch-distanzierten Haltungen gegenüber Schülern können dabei als Versuche verstanden werden, eine noch tiefere Erschöpfung abzuwehren, die aber langfristig zu einer sehr belastenden Unzufriedenheit mit der eigenen pädagogischen Leistungsfähigkeit führen.
Schulleitung zwischen Spontaneität und Planung
Ein Praxisbericht (Adelia Schuldt)
- Abstract
Grundschulrektorinnen und -rektoren erhalten für ihre Leitungsaufgaben nur eine geringe Unterrichtsentlastung. Sie sind sowohl Führungskraft an der Schule als auch Primus inter pares, wenn es um Unterricht geht. Und gelegentlich sind sie zugleich die eigene Sekretärin. Kann es unter diesen Umständen noch Freude bereiten, Schulleiterin oder Schulleiter zu sein? Adelia Schuldt ist Schulleiterin einer kleinen Grundschule in Schleswig-Holstein.
VERA kommt in die Sekundarstufe
Vergleichsarbeiten als Instrument ergebnisorientierter Schulentwicklung (Gesa Ramm)
- Abstract
Die regelmäßige Durchführung von Vergleichsarbeiten bietet die Chance, eine datengestützte Evaluationskultur an Schulen zu etablieren. Im deutschen Bildungssystem werden Vergleichsarbeiten als ein Instrument ergebnisorientierter Schulentwicklung genutzt, mit dem Ziel, Bildungsgerechtigkeit zu verbessern.
Der Schulvorstand in Niedersachsen
Zentraler Baustein der Eigenverantwortlichen Schule (Wolf-Dieter Hasenclever)
- Abstract
In allen Bereichen gilt heute, dass gewohnte Denkmuster und Verhaltensweisen aufgegeben werden müssen, um den Herausforderungen der Zukunft gerecht zu werden. Das Bildungswesen kann hier keine Ausnahme sein.
Das Mitarbeitergespräch
Personalentwicklung im Schulmanagement (Christina Weigel)
- Abstract
Durch die Erarbeitung des Schulprogramms (Inkraftsetzung am 02.12.2004, Aktualisierung am 22.02.2006) und die Teilnahme am brandenburgischen Modellvorhaben „Stärkung der Selbstständigkeit von Schulen" („MoSeS") rückte das Personalmanagement stärker als bisher in den Fokus des Schulleitungshandelns am Oberstufenzentrum II Wirtschaft und Verwaltung Potsdam. Insbesondere die Übertragung erweiterter Befugnisse in Personalangelegenheiten auf die Schulleiter der MoSeS-Schulen und die damit verbundene Wahrnehmung von Personalratsaufgaben durch die Lehrerräte an den Modellschulen erforderte nicht nur umfangreiche Fortbildungen, sondern auch ein völlig neues, eigenverantwortliches Einbinden von Personalaufgaben in das Schulmanagement und die Schulentwicklung insgesamt. Christina Weigel berichtet.
Zielvereinbarungen mit Kindern und Eltern
Ziele suchen, setzen und überprüfen (Gisela Schultebraucks-Burgkart, Jan von der Gathen)
- Abstract
Im Grundschulbereich werden Möglichkeiten und Chancen, die Schüler an ihrer Lernentwicklung aktiv zu beteiligen, vielfach unterschätzt. Verantwortung für das eigene Lernen zu übernehmen ist eines der Leitziele der Grundschule Kleine Kielstraße in Dortmund. Von Beginn an wird ein intensiver Dialog zwischen Schüler und Lehrkraft geführt, der sich z. B. im „Kindersprechtag" widerspiegelt. In der Kooperation mit den Eltern setzt sich dieser Dialog fort. Denn eine vertrauensvolle, konstruktive Zusammenarbeit zwischen Schule und Elternhaus ist - systemisch gesehen - eine Grundvoraussetzung für die positive Gesamtentwicklung der Kinder.
Digitale Medien im Fachunterricht
Wunsch und Realität (Jürgen Bofinger)
- Abstract
In der Zeit von Februar bis Mai 2006 fand in Bayern eine Lehrerbefragung zum Einsatz digitaler Medien im alltäglichen Fachunterricht statt. Die Befragung schloss an eine vergleichbare Erhebung im Jahre 2002 an. Befragt wurden Lehrkräfte fast aller Schularten in Bayern auf der Basis einer Schulstichprobe (300 Schulen mit insgesamt 9.120 Lehrkräften). 298 Schulen beteiligten sich an dieser freiwilligen Befragung; die Lehrerbeteiligung lag mit rund 5.000 zurückgeschickten Fragebögen bei 55 %. Jürgen Bofinger zu den Ergebnissen.
„Sport nach 1“ in Schule und Verein
Eine erfolgreiche Zusammenarbeit (Birgit Dethlefsen)
- Abstract
Bewegung und Sport sind essentieller Teil einer ganzheitlichen und gesunden Erziehung unserer Kinder und Jugendlichen. Daher sollte der Grundstock für ein lebenslanges Sporttreiben schon früh gelegt werden. Die Verantwortungsgemeinschaft Elternhaus, Schule und Sportverein spielen dabei eine entscheidende Rolle. Eine Vernetzung bzw. ein Brückenschlag zwischen Schule und Sportverein erleichtert den Erziehungsauftrag hin zum Spaß an Bewegung, Spiel und Sport. In vielen Bundesländern unterstützen die für den Sport zuständigen Ministerien und die Landessportverbände die Kooperation zwischen Schule und Verein.
Richtungsentscheidungen in der Bildungsbiografie: die Übergänge
Bericht „Bildung in Deutschland“ 2006 (Herbert Schnell)
- Abstract
Mit der Veröffentlichung des Berichts „Bildung in Deutschland" (www.bildungsbericht.de) im Jahre 2006 beginnt in Deutschland die systematische Berichterstattung über Prozesse und Ergebnisse des Bildungswesens. Im Auftrag der Ständigen Konferenz der Kultusminister der Länder und des Bundesministeriums für Bildung und Forschung veröffentlicht das Konsortium „Bildungsberichterstattung" – Federführung: Deutsches Institut für Internationale Pädagogische Forschung (DIPF), Deutsches Jugendinstitut (DJI), Hochschul Informations System GmbH (HIS), Soziologisches Forschungsinstitut an der Universität Göttingen (SOFI), Statistische Ämter des Bundes und der Länder - künftig alle zwei Jahre Bildungsberichte (2006, 2008, 2010). Herbert Schnell zu den wesentlichen Ergebnissen, bezogen auf die „Übergänge".
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