Inhaltsverzeichnis
Circensische Kunst der individuellen Lernplanung
Förderung schulischen Lernens (Birgit Thurmann)
- Abstract
In Hamburg gibt es einen sehr erfolgreichen Kinderzirkus, den Circus Mignon. Das Besondere an diesem Zirkus ist nicht allein, dass die Artisten Kinder sind, sondern dass in diesem Zirkus alle Kinder mitmachen können. So trainieren Kinder, die in anderen Lebenszusammenhängen als behindert eingestuft sind, zusammen mit Kindern, die vielleicht sogar eine akademische Karriere vor sich haben. Birgit Thurmann hat nach Übertragungsmöglichkeiten für schulisches Lernen gesucht.
Ziele erreichen durch Lernpläne
Warum führen Lernpläne oftmals nicht zum gewünschten Erfolg? (Gudrun Hinz)
- Abstract
Lernplanarbeit hat das Ziel, die Schülerinnen und Schüler bei ihren individuellen Fähigkeiten und Fertigkeiten abzuholen. Der Erfolg tritt nicht automatisch ein. Gudrun Hinz hat sich mit den möglichen Stolpersteinen auseinandergesetzt.
Intensivierungsstunden im G8
Ein Modell zur individuellen Förderung (Hans Schlicht)
- Abstract
Ein Thema, das immer mehr an Bedeutung gewinnt, ist die Frage der individuellen Förderung, vor allem im Zusammenhang mit besonders begabten und leistungsschwachen Schülern. Es gilt zum einen, das Wiederholen einer Jahrgangsstufe durch rechtzeitige und gezielte Förderung zu vermeiden, zum anderen, besonders begabten und interessierten Schülern Angebote zu machen. Hans Schlicht berichtet über die Erfahrungen mit "Intensivierungsstunden".
Mädchen sind anders und Jungen auch
Wie kann eine geschlechtergerechte Schule aussehen? (Uwe Sielert)
- Abstract
Die sukzessive Aufmerksamkeit für einzelne – als vom Bildungssystem benachteiligt identifizierte – Personengruppen (Mädchen, Jungen, Jugendliche mit Migrationshintergrund, Hochbegabte, Menschen mit Behinderung) beleuchtet aus verschiedenen Perspektiven immer wieder neu die Tatsache, dass die Gruppe der Schüler und Schülerinnen viel heterogener ist, als es viele Schlverantwortliche wahrhaben wollen. Zurzeit dynamisiert die Diskussion um die Benachteiligung von Jungen nicht nur das Genderthema, sondern auch die Grundsatzfrage des Umgangs mit Heterogenität. Etwas holzschnittartig ausgedrückt: Die deutsche Schule wird immer wieder mal daran erinnert, sich vom "Homogenitätsphantasma" und einer darauf bezogenen Dominanzkultur zu verabschieden
Schulinspektion und Qualitätsentwicklung
Erfahrungen aus Niedersachsen (Ines Oldenburg)
- Abstract
Mit Wirkung vom 01.05.2005 wurde per Kabinettsbeschluss vom 19.04.2005 die Niedersächsische Schulinspektion (NSchl) errichtet. Sie untersteht der Aufsicht durch das niedersächsische Kultusministerium. Damit ist Niedersachsen das erste Bundesland, das eine Schulinspektion als eigenständige Behörde eingerichtet und diese im Niedersächsischen Schulgesetz verankert hat: "Die Schulinspektion ermittelt als nachgeordnete Behörde der obersten Schulbehörde die Qualität der einzelnen Schulen des Landes und darüber hinaus die Qualität des Schulsystems für Maßnahmen der Qualitätsverbesserung" (§ 123a, Abs. 1 NSchG). Durch ihre evaluatorischen Aufgaben ist sie organisatorisch und personell getrennt von der Schulaufsicht im engeren Sinne. Die NSchl führt an allen öffentlichen Schulen des Landes regelmäßig Schulinspektionen durch, und zwar aufgrund des Erlasses "Schulinspektion in Niedersachsen" (RdErl. d. MK v. 07.04.2006, abzurufen z. B. unter www.schure.de). Ines Oldenburg berichtet.
Macht Schule krank?
Mit 54 Jahren in die Frühpensionierung (Reiner Schölles)
- Abstract
Von den derzeit ca. 700.000 in Deutschland tätigen Lehrern erreichen weniger als 10 % den regulären Altersruhestand. Das Durchschnittsalter bei Frühpensionierungen liegt bei etwa 54 Jahren. Am häufigsten sind hierfür – mit Abstand – psychosomatische Erkrankungen verantwortlich. Ein Beitrag von Reiner Schölles.
Chancen nutzen
Elternarbeit als Bestandteil der Interkulturellen Erziehung und Bildung in der Grundschule (Medi Kuhlemann)
- Abstract
Die Anzahl der verschiedenen Nationalitäten und Sprachen, die durch die Kinder in der Schule vertreten sind, ist gestiegen. Die Lebenssituationen und Lernvoraussetzungen der Kinder sind daher zunehmend heterogen. Mehr als ein Fünftel der Kinder, die eingeschult werden, kommen aus Familien mit Migrationshintergrund. Die Bildungschancen dieser Kinder sind nicht gut: Sie werden vor der Einschulung zurückgestellt, besuchen doppelt so häufig die Sonderschule mit Schwerpunkt Lernbehinderun und bekommen häufiger Hauptschulempfehlungen beim Schulübergang. Trotz Sprachförderung und Schulbesuch in Deutschland hat sich die Bildungssituation in der dritten Einwanderergeneration eher verschlechtert. Darüber hinaus besteht Handlungsdruck in der Schule. Die Leistungen der Kinder sollen sich verbessern. Was kann Schule tun? Wichtig ist, die Eltern "mit ins Boot" zu holen, denn dann steigen die Erfolgschancen.
Kinder und Medien
Die Ergebnisse der KIM-Studie 2006 (Thomas Rathgeb)
- Abstract
Die Mediennutzung von Kindern ist ein ständig aktuelles Thema. Für Kinder ist der Umgang mit Medien heute eine Selbstverständlichkeit, dennoch haben viele Erwachsene keine Vorstellung von der Medienwelt der Kinder. Eine profunde Kenntnis des Medienumgangs der Heranwachsenden ist jedoch eine wichtige Grundlage für eine praxisorientierte Medienerziehung. Thomas Rathgeb hat die Ergebnisse der KIM-Studie 2006 zusammengestellt.
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