Inhaltsverzeichnis
Schulprofilbildung
Teil eines pädagogischen Konzepts (Oliver Berg)
- Abstract
‚Schulprofil‘ ist ein Begriffsinstrument, das seit Itte der 1980er Jahre im erziehungs- und sozialwissenschaftlichen sowie im schulischen Umfeld Verwendung findet, v. a. im Zusammenhang mit Schulentwicklung, Qualität, Evaluation, Zertifizierung, Öffentlichkeitsarbeit und Leistung. Schulische Phänomene sollen damit transparent gemacht werden.
Ganztagsschule
Vom Traum zur Wirklichkeit - eine Geschichte aus Bremen (Oliver Töpper-Hurrle)
- Abstract
Träume und Visionen sind oft die Triebfeder für das Beschreiten neuer Wege. So war es auch bei der Tami-Oelfken-Schule: Das Kollegium hatte einen gemeinsamen Traum – den Traum von einer besseren Schule mit mehr Lebens- und Bildungschancen für die Kinder in Lüssum, einem Bremer Brennpunkt-Stadtteil. Sie wollten einen Lebensraum schaffen, in dem alle – Große und Kleine, Alte und Junge, Mitarbeiter, Eltern und Schüler – sich wohl fühlen und gerne und mit Freude Neues lernen und entdecken können. Syltje Töpper-Hurrle beschreibt den Weg vom Traum zur Wirklichkeit.
Gute Schule für alle Schüler
Schulprofil der Werner-von-Siemens-Grundschule in Augsburg (Brigitte Hofmann-Koch, Ulrike Stark-Richter)
- Abstract
Schulen müssen heute die Gegebenheiten vor Ort erkennen und darauf reagieren, um den Bedürfnissen der ihnen anvertrauten Kinder gerecht werden. Die Werner-von-Siemens-Grundschule in Augsburg hat sich auf Initiative ihrer Schulleiterin Brigitte Hofmann-Koch schon vor ca. 10 Jahren auf den Weg gemacht, ihr eigenes Profil zu schärfen. Nach Hofmann-Kochs Ausscheiden aus dem aktiven Schuldienst im August 2007 übernahm Frau Ulrike Stark-Richter die Leitung der Werner-von-Siemens-Grundschule und führt die etablierte Schulentwicklung mit weiteren Ideen und Projekten fort.
Bildungspolitische Entwicklungen und Perspektiven in Deutschland
Der Wandel der deutschen Schule (Jürgen Oelkers)
- Abstract
Seit 1812 wird in Deutschland die Frage diskutiert, ob das Bildungswesen sich nicht am besten dadurch entwickeln lässt, dass eine "Nationalschule" für alle eingeführt wird. Aus der "National-" wurde später die "Einheitsschule" und noch später die "Gesamtschule", die heute als "Gemeinschaftsschule" in verschiedenen Varianten neu thematisiert wird. Prof. Dr. Jürgen Oelkers berichtet über den Wandel im deutschen Schulsystem.
Lernplanarbeit
Möglichkeit der Individualisierung von Unterricht (Reiner Pfesdorf, Petra Zimmermann)
- Abstract
Mit der Forderung nach mehr und besserer individueller Förderung hat die Grundschule "Auf dem Höchsten" die unterrichtliche Arbeit in wesentlichen Teilen neu ausgestaltet. Vor allem im Bereich der Schuleingangsphase wurden Möglichkeiten gefunden, den individuellen Lernvoraussetzungen der Kinder in größtmöglichem Umfang gerecht zu werden. Ein Ergebnis des Entwicklungsprozesses ist ein offener Unterricht, der die wesentlichen Lerninhalte für die Kinder durch sogenannte "Lernpläne" strukturiert. Ein Erfahrungsbericht von Petra Zimmermann und Reiner Pfesdorf.
Bestandsaufnahme zur "Individuellen Förderung"
Notwendigkeit, Nutzen und Durchführung im Rahmen der Schulprogrammarbeit (Gesa Johannes)
- Abstract
Schulen erhalten größere Selbstständigkeit, müssen aber die Ergebnisse ihrer Arbeit in einem systematischen Rechenschaftssystem mit zentralen Prüfungen und regelmäßigen Evaluationen belegen. Die einzelnen Schulen sind angehalten, systematische Qualitätsentwicklung zu betreiben und in einem Arbeits- oder Schulprogramm Ziele der Schule sowie Maßnahmen zur Zielerreichung und Controlling festzulegen. Unter dem Begriff Schulprogramm ist dabei ein regelmäßig evaluiertes Arbeitsprogramm für eine ein- bis zweijährige Arbeitsphase zu verstehen.
Wenn die Pflicht zur Ausnahme wird
Die Schulpflicht und ihre rechtliche Durchsetzung (Torsten Kleine, Stephan Rademacher)
- Abstract
In Deutschland gilt die Schulpflicht. Mit der Pflicht verbunden ist das Recht eines jeden Kindes auf eine staatlich garantierte Bildung im Sinne des Grundgesetzes. Im Sinne der Chancengleichheit erscheint die Schulpflicht – nicht nur in Deutschland – als eine große Errungenschaft. Die heutige gesellschaftliche Situation unseres Landes ist geprägt durch eine höhere Vielfalt kultureller Lebensentwürfe. Damit stellen sich neue Fragen an die Schulpflicht und deren Durchsetzung. Am Beispiel eines "echten" Falles wollen wir uns mit dem rechtlichen Rahmen auseinandersetzen.
Bruch mit dem Kantönligeist
Der schweizerische Weg zu Bildungsstandards (Lutz Oertel)
- Abstract
Ungläubig würden wir in der Zeitung lesen, Deutschland, Frankreich und Italien wollten sich auf gemeinsame Bildungsstandards einigen, welche die Schule betreffen. Die Schweiz und ihre drei Sprachregionen mit Deutsch, Französisch, Italienisch (und einer kleinen mit Rätoromanisch ) haben einen solchen Entschluss gefasst. Gemeinsame Bildungsstandards sind Teil der Vereinbarung zwischen den 26 Kantonen der Schweiz vom 14. Juni 2007, die zur Harmonisierung der obligatorischen Schule (HarmoS) führen soll.
Soziale Herkunft und Lesekompetenz
Veränderungen zwischen PISA 2000 und PISA 2006? (Timo Ehmke)
- Abstract
In den letzten Jahren wurden in Schulleistungsstudien wie IGLU, TIMSS und PISA für Deutschland enge Zusammenhänge zwischen der sozialen Herkunft von Schülerinnen und Schülern und den erreichten Kompetenzen festgestellt. Allerdings konnte bislang noch keine empirische Aussage darüber getroffen werden, inwieweit sich die Höhe der Kopplung über einen längeren Zeitraum entwickelt hat. Mit PISA 2006 bestand jetzt erstmals die Möglichkeit, die Veränderung der Kopplung von sozialer Herkunft und Lesekompetenz über einen Zeitraum von sechs Jahren zu vergleichen. In Deutschland wurden dazu die Ergebnisse in der Lesekompetenz von Schülerinnen und Schülern aus unterschiedlichen Sozialschichten zwischen PISA 2000 und PISA 2006 verglichen. Timo Ehmke fasst die Befunde zusammen.
Selbstständiges Forschen und Lernen
Beispiel Naturwissenschaft (Karl-Martin Ricker)
- Abstract
Naturwissenschaftlicher Unterricht soll sowohl kooperatives als auch individuelles Lernen ermöglichen. Die Partizipation der Lernenden bei der Unterrichtsplanung soll ihr Interesse fördern. Die Lehrkräfte sollen auf horizontale und vertikale Kohärenz der Fachinhalte achten und die Ansprüche der Bildungsstandards erfüllen. Neben der üblichen Bewertung durch die Lehrkraft sollen weitere Diagnoseinstrumente zur Selbst- und Fremdbewertung entwickelt und genutzt werden.
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