Inhaltsverzeichnis
Bilingualer Unterricht
Erfolge und Verbreitung - Konzepte - offene Fragen (Christa Lohmann)
- Abstract
"Die besondere Qualität und Effektivität des bilingualen Unterrichts ist inzwischen durch Untersuchungen belegt und allgemein anerkannt", heißt es im Bericht des Schulausschusses der KMK vom 10.04.2006, "Konzepte für den bilingualen Unterricht". Zu diesem Zeitpunkt war aber die von der KMK selbst in Auftrag gegebene Untersuchung "Deutsch Englisch Schülerleistungen International (DESI)" noch gar nicht öffentlich bekannt und ausgewertet, in der die bisher fundiertesten Daten für die Erfolgsbilanz des bilingualen Unterrichts zu finden sind.
Der bilinguale Zweig
Ein Praxisbericht aus der Realschule Strünkede (Nicole Gladczak)
- Abstract
Seit 1991 besteht an der Realschule Strünkede der bilinguale Zweig. Bis zum Schuljahr 2006/07 wurde bereits im fünften Jahrgang eine bilinguale Klasse gebildet, die über die gesamte Sekundarstufe I hinweg bestehen blieb. Nicole Gladczak berichtet.
Bilingualität im Unterricht
Erfahrungen aus der Praxis (Joachim Biermann)
- Abstract
Bilingualer Unterricht ist seit nunmehr über vierzig Jahren eine Konstante im Unterrichtsangebot deutscher Schulen. Wie eine jüngere Studie der Kultusministerkonferenz zeigt, sind es mittlerweile bereits ca. 2 % der Sekundarschulen in Deutschland, die bilingualen Unterricht anbieten, und es ist eine zunehmende Akzeptanz sowohl in der Eltern- und Schülerschaft als auch in den Kultusministerien festzustellen, die die Einrichtung bilingualer Züge bzw. Klassen in den letzten Jahren oft erleichtert hat. Der bildungspolitischen Vielfalt der Bundesrepublik geschuldet, sind die Bedingungen für bilingualen Unterricht von Bundesland zu Bundesland allerdings durchaus unterschiedlich. Joachim Biermann berichtet aus der Praxis eines niedersächsischen Gymnasiums.
Hospitation - ungeliebte Notwendigkeit
Ein Erfahrungsbericht aus Schulleitersicht (Angela Schulz, Matthias Schulz)
- Abstract
Hospitationen sind in den wenigsten Schulen beliebt. Wieso auch? Wer lässt sich schon gern beobachten, sein Verhalten analysieren und interpretieren, um schließlich dann mit einer Wertung - gut oder schlecht - konfrontiert zu werden. Noch dazu, wenn gerade bei der Hospitation schief geht, was sonst immer funktioniert hat. Dass Hospitationen belastend wirken, ist keine Frage. Die Frage ist eher: Kommt man nicht besser ohne sie klar? Ein Erfahrungsbericht von Angela Schulz und Matthias Schulz.
Gebührenordnung für Lehrer
Modellansätze zur gerechte(re)n Arbeits(zeit)belastung von (Gymnasial-)Lehrern (Franz J. Schneider)
- Abstract
Es ist ein Rätsel, dass die vielen ein oder mehrere Korrekturfächer unterrichtenden Kollegen die deutlich höhere Belastung im Vergleich zu Kollegen mit beliebigen Kombinationen der folgenden Nebenfächer Biologie, Chemie, Erdkunde, Geschichte, Kunst, Musik, Pädagogik, Physik, Sozialwissenschaft, Sport, Theologie etc. tolerieren - bei gleichem Grundgehalt. Die diesbezüglichen Regelungen zum Ausgleich der erheblichen Differenzen mittels akribisch elaborierter Punktesysteme, wie sie derzeit an vielen Schulen gehandhabt werden, wirken nur wie ein Tropfen auf den heißen Stein.
Eigenverantwortliche Schule
Beispiel: Deutsche Schule Shanghai (Martin Creutzburg, Alexander Volkmann)
- Abstract
Shanghai boomt und die Deutsche Schule wächst mit. So wurde innerhalb weniger Jahre aus einer kleinen, überschaubaren Schulgemeinschaft um rund 200 Kinder, die schwerpunktmäßig in der Grundschule und im Kindergarten unterrichtet wurden, und welche von dem engen Verhältnis zwischen Lehrern, Schülern und Eltern geprägt war, eine "normale deutsche" mehrzügige Schule von Klasse 1 bis 12. Die Schülerschaft rekrutiert sich in der Hauptsache aus Familien, die für zwei bis fünf Jahre in Shanghai bleiben. Pro Jahr wird rund ein Drittel des ca. 80-köpfigen Kollegiums ausgetauscht. Martin Creutzburg und Alexander Volkmann zu den Veränderungsprozessen.
Europäische Bildungsziele und Benchmarks
(Herbert Schnell)
- Abstract
Im März 2000 verpflichteten sich die Staats- und Regierungschefs der EU in Lissabon auf das strategische Ziel, die Union bis zum Jahr 2010 zum "wettbewerbsfähigsten und dynamischsten wissensbasierten Wirtschaftsraum der Welt" zu machen. Zu den zentralen Elementen der Strategie gehören u. a. die Forcierung des Überganges zu einem wissensbasierten Wirtschaftswachstum durch den Ausbau der Informations- und Kommunikationstechnologie und durch die Intensivierung der gemeinsamen Bildungs- , Innovations-, Forschungs- und Entwicklungsförderprogramme. Herbert Schnell stellt die europäischen Bildungsziele und Benchmarks für den Bildungsbereich vor.
Wie kommen die Bildungsstandards in die Schule?
Lernfortschrittsdokumentation als Weg zum Ziel (Petra Wind)
- Abstract
Bildungsstandards definieren dem österreichischen Schulsystem entsprechend Orientierungsstandards, welche am Ende der vierten Schulstufe (2. Grundstufe) bzw. am Ende der 8. Schulstufe von Schülern erreicht werden sollten. Bildungsstandards sind keine Mindeststandards, sie spiegeln die Kernbereiche der Unterrichtsfächer Deutsch, Mathematik und Englisch des österreichischen Lehrplans wider. In diesem Bericht von Petra Wind wird anhand von Beispielen gezeigt, dass die Lernfortschrittsdokumentation der Weg zum Ziel "Bildungsstandard" ist.
Education at a glance
Wozu Bildung auf einen Blick? (Desiree Burba)
- Abstract
Als jährlich von der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) herausgegebenes Kompendium soll "Education at a glance" (nachfolgend kurz: EAG) - "Bildung auf einen Blick" - einen Überblick zu bildungspolitischen Fragen geben. Damit soll eine Beurteilung des Bildungssystems im internationalen Vergleich ermöglicht werden. Der im September 2007 erschienene Band fußt auf einer Datenbasis, die vorwiegend aus 2004/2005 stammt.
Der Täter-Opfer-Ausgleich im schulischen Kontext
(Anne Keller)
- Abstract
Immer wieder erzählen Streitschlichter/innen von Fällen, die eindeutig einseitig verursacht wind und /oder zu schwerwiegend, um sie in der Streitschlichtung zu bearbeiten. Es gibt noch mehr Gründe, die eine Streitschlichtung unmöglich machen oder gar ausschließen. Welche Möglichkeiten hat nun Schule, diese Fälle konstruktiv zu bearbeiten? Das Interventionskonzept des Täter-Opfer-Ausgleichs bietet eine Antwort.
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