Inhaltsverzeichnis
Bildungsstandards
Grundlage für Mindest-, Regel- und Optimalstandards (Olaf Köller)
- Abstract
In diesem Beitrag wird argumentiert, dass die Festlegung von Mindest-, Regel- und Optimalstandards im deutschen Bildungssystem erst auf Grundlage präzisierter Kompetenzmodelle, normierter Aufgaben und empirischer Befunde für die verschiedenen Fächer erfolgen kann. Dementsprechend wird festgehalten, dass die 2003 und 2004 von der Kultusministerkonferenz verabschiedeten Bildungsstandards für die Grundschule und Sekundarstufe I keine Regelstandards im engeren Sinne sind, sondern vielmehr der Versuch, Kernziele schulischen Handelns grob zu skizzieren, um in einem Folgeschritt theorie- und empiriebasiert die Präzisierung vorzunehmen. Anhand des Faches Mathematik für den Mittleren Schulabschluss wird illustriert, wie ausgehend von den 2003 veröffentlichten Standards normierte Aufgaben und darauf fußend Kompetenzstufen entwickelt wurden. Die Kompetenzstufen wurden auf einem Leistungskontinuum verortet und genutzt, um Mindest-, Regel- und Optimalstandards festzulegen.
Die Schweiz setzt auf Mindeststandards
Ein Blick ins Nachbarland (Willi Eugster)
- Abstract
Die Schweizerische Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren (EDK) beabsichtigt in einer ersten Phase verbindliche nationale Bildungsstandards in den Fach-bereichen Erstsprache, Fremdsprachen, Mathematik und Naturwissenschaften für die obligatorische Schule einzuführen.1 Dabei handelt es sich um sogenannte „performance standards“ (Ravitch 1995, S. 12). Diese Bildungsstandards „beschreiben Kompetenzen, die alle Schülerinnen und Schüler“ (Maradon und Mangold 2005) bis zu einem bestimmten Zeitpunkt erreicht haben sollen. In diesem Sinne sind es ergebnisorientierte Leistungsstandards, welche im Minimum erreicht werden sollen.
Können das Ihre Schülerinnen und Schüler?
Mindestanforderungen in Deutsch und Mathematik am Ende der Schulzeit (Gesa Ramm)
- Abstract
Derzeit werden am Institut für Qualitätsentwicklung im Bildungswesen in Berlin Kompetenzmodelle entwickelt, die zu erreichende Bildungsstandards für Schülerinnen und Schüler beschreiben. Solange diese noch nicht vorliegen, kann auf Kompetenzstufenmodelle aus dem Programme for International Student Assessment zurückgegriffen werden (OECD 2001 bzw. OECD 2003). Diese beschreiben die Anforderungen an 15-jährige Schülerinnen und Schüler auf unterschiedlichen Niveaustufen am möglichen Ende ihrer Schullaufbahn (9. Jahrgangsstufe). Dabei könnte als Mindestanforderung das Erreichen der jeweils untersten Kompetenzstufe 1 angenommen werden. Um eine Vorstellung zu bekommen, welche Kompetenzen Schulabsolventen erreichen sollten, werden hier Aufgabenbeispiele aus den Bereichen Lesekompetenz und Mathematik aufgeführt.
Kühle Rationalität mit stillem Humor
Erfolgsrezept kollegialer Zusammenarbeit (?) (Frank Fritzinger)
- Abstract
„Kühle Rationalität mit stillem Humor als Voraussetzung für gute Ergebnisse“ – in diese pointierte Form hat ein Kollege des Gymnasiums Bad Zwischenahn-Edewecht eine Art ‚Erfolgsrezept‘ für Zusammenarbeit unter Lehrkräften gekleidet, als er nach seinen Erfahrungen mit kollegialer Teamarbeit befragt wurde. Er benennt damit personengebundene Eigenschaften, die für Teamarbeit erforderlich sein und Erkenntnisse aus der bloß äußeren Organisation von Lehrerkooperation vertiefen könnten. Das Kooperationsprojekt am Gymnasium Bad Zwischenahn-Edewecht beschreibt Frank Fritzinger.
Herausforderungen – -Belastungen – Perspektiven
Interview mit Marianne Demmer (Nadja Baulecke)
- Abstract
schul-management sprach mit Marianne Demmer, der stellvertretenden Vorsitzenden der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft, über die besonderen Belastungsfaktoren für Schulleitungen, Unterstützungsbedarf und -möglichkeiten sowie über ihre Vision von einer Schule der Zukunft.
whs@intra
Das Intranet der Werner-Heisenberg-Schule (Thomas Hoffmann)
- Abstract
Berufliche Schulen sehen sich durch die Dynamik in der Berufs- und Arbeitswelt immer wieder mit neuen Herausforderungen konfrontiert. Die Entwicklung von Schule steht daher im Fokus der Modellversuche einiger Bundesländer. Kommunikation und Kooperation im Rahmen von Austausch, Arbeitsteilung und Ko-Konstruktion der beteiligten Personen sind zentrale Punkte der Schulentwicklung und bedürfen daher entsprechender Unterstützungssysteme. Während Intranet-Systeme in Unternehmen schon seit Jahren erfolgreich eingesetzt werden, finden die Informations- und Kommunikationsplattformen nun auch vermehrt ihren Einsatz in Schulen. Im Frühjahr 2005 machte sich die Werner-Heisenberg-Schule ebenfalls erfolgreich in die Welt der digitalen Kommunikation auf.
Prävention gegen Burn-out
Lehrercoaching nach dem Freiburger Modell (Michelle Brehm, Harald Uhlendorff)
- Abstract
Burn-out ist besonders in Zeiten von Umbrüchen bzw. Umstrukturierungen ein Thema, das viele Kolleginnen und Kollegen an Schulen bewegt. Auch in der Forschung spielt das Burn-out-Syndrom an Schulen eine verstärkte Rolle. In der Ausgabe 1/2009 haben Michelle Brehm und Harald Uhlendorff das Präventionsprogramm „Potsdamer Modell“ vorgestellt. In dieser Ausgabe stellen sie ein weiteres Präventionsprogramm, das sogenannte Freiburger Modell vor.
Leistungsbeurteilung in der Schule und wissenschaftliche -Diagnostik
Die Klassische Testtheorie (Gesa Ramm)
- Abstract
Die sogenannte empirische Wende ist mit internationalen Schulleistungsvergleichsstudien in der Pädagogik auch in Deutschland angekommen. Wesentliche Schlüsselbegriffe empirischer Unterrichts- und Schulentwicklungs-forschung werden in dieser Serie erläutert. Thema des dritten Teils ist die Klassische Testtheorie.
IGLU-E 2006
Zentrale Ergebnisse des nationalen Vergleichs (Wilfried Bos, Martin Goy, Magdalena Kowoll, Irmela Tarelli)
- Abstract
Die Internationale Grundschul-Lese-Untersuchung (IGLU) erhebt Lesekompetenzen von Schülerinnen und Schülern am Ende der vierten Jahrgangsstufe. IGLU liefert wichtige Erkenntnisse über die Leseleistungen von Viertklässlerinnen und Viertklässlern und erfasst zusätzlich zentrale Bedingungen des Lesenlernens in Schule und Elternhaus (Bos et al., 2003, 2004, 2005, 2007a). Wie schon im Jahr 2001 hat Deutschland auch 2006 an IGLU teilgenommen, wobei bundesweit 7.899 Kinder der vierten Jahrgangsstufe aus 405 Schulklassen getestet und befragt wurden. Weltweit nahmen 2006 insgesamt mehr als 200.000 Kinder aus über 10.000 Klassen in 45 Staaten und Regionen an der Untersuchung teil. IGLU-E 2006 ist die nationale Erweiterungsstudie zu IGLU 2006, an der sich alle 16 Länder der Bundesrepublik Deutschland beteiligt haben (Bos et al., 2008). Im Folgenden werden ausgewählte Ergebnisse dieses Ländervergleichs vorgestellt.
Chatten ohne Risiko?
Jugendschutz in interaktiven Kommunikationsdiensten
- Abstract
Chats und Instant Messenger zählen zu den beliebtesten Online-Kommunikationsdiensten von Kindern und Jugendlichen. Einen Boom bei der jungen Zielgruppe erleben in den letzten Jahren zudem soziale Netzwerke wie SchülerVZ oder Wer-kennt-wen.de. Auf diesen Kommunikationsplattformen besteht das Risiko, mit Beleidigungen, Belästigungen oder ungeeigneten Inhalten konfrontiert zu werden. Eltern und pädagogische Fachkräfte sollten die Risiken und entsprechende Sicherheitsmaßnahmen kennen, um sie an Kinder und Jugendliche weiterzugeben.
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