Inhaltsverzeichnis
Lernen im „neuen Takt“: 60 statt 45 Minuten
Plädoyer für eine geänderte Stunden- und Tagesrhythmisierung (Michael Münzer)
- Abstract
Im Zuge der Umwandlung von Halbtags- in Ganztagsschulen müssen auch bislang als selbstverständlich hingenommene Rahmenbedingungen des Lehrens und Lernens kritisch hinterfragt werden. Hierbei ist die zeitliche Strukturierung des Schultages ein leider oft unterschätzter Gelingensfaktor erfolgreicher (Ganztags-)Schulen. Unser Autor berichtet über die neue Stundentaktung an der Ganztagshauptschule Friedenshöhe.
Schulzeitstruktur – Willkür oder Sachgesetz?
Zur Herkunft des 45-Minuten-Takts des Unterrichts (Hans-Georg Schönwälder, Gerhart Tiesler)
- Abstract
Der Spruch „alles sei schon einmal da gewesen“ könnte auch auf Diskussionen um die Länge der Schulstunden zutreffen. Spätestens seit dem Ende des 19. Jahrhunderts liegen auf Empirie gestützte Überlegungen dazu vor. Hans-Georg Schönwälder und Gerhart Tiesler haben einen Blick in die Geschichte geworfen.
Das 80-Minuten-Doppelstundenmodell
Die Zeitstruktur an der Integrierten Gesamtschule List (Andreas Koepsell)
- Abstract
Die IGS List hat zum 1.8.2008 ein 80-Minuten-Doppelstundenmodell eingeführt. Dieses Modell entstand nach einer langen Diskussionsphase, wurde ein Schuljahr lang ausprobiert und ist nun das beschlossene Stundenmodell der Schule ab dem Schuljahr 2009/2010. Viele Schulen denken zurzeit über ein Doppelstundenmodell nach. Einige Schulen haben den Stundenplan so organisiert, dass in der Regel in 90-Minuten-Doppelstunden unterrichtet wird. Die IGS List hat sich für ein spezielles Modell entschieden, da ein einfaches Doppel-stundenmodell mit 90 Minuten für unser System nicht durchführbar erschien. Andreas Koepsell berichtet.
Zeitstrukturierung
Entwicklungsaufgabe einer jeden Ganztagsschule (Kerstin Rabenstein)
- Abstract
In den gegenwärtigen und historischen Diskursen über die Frage der zeitlichen Gestaltung von Ganztagsschule in Deutschland wird der Begriff des „Rhythmus“ bzw. der „Rhythmisierung“ gewissermaßen als Metapher für den reformpädagogischen Kerngedanken einer kindgemäßen „Lebensschule“ verwendet. Damit einher geht die Vorstellung eines für alle Menschen als gleich unterstellten „natürlichen“, kind- und lerngerechten „Rhythmus“, den es bei der Gestaltung von Schule zu beachten gelte. Kerstin Rabenstein hat sich dazu Gedanken gemacht.
Eine Stunde dauert 90 Minuten
Das neue Zeitmodell des Gymnasiums Harksheide (Gerhard Frische)
- Abstract
Unterrichtsstunden dauern 45 Minuten. „Das war schon immer so.“ Am Gymnasium Harksheide in Norderstedt stellten allerdings immer mehr Kolleginnen und Kollegen fest, dass der gewohnte 45-Minuten-Takt zunehmend zur Fessel wurde. Vor allem wenn Lehrkräfte den Unterricht verändern wollten, um das eigenständige, selbst organisierte Lernen zu fördern, wenn mehr Zeit benötigt wurde, um Schülerinnen und Schüler in ihrem Lernprozess zu begleiten, wenn Schülerexperimente im Unterricht nicht nur durchgeführt, sondern auch in derselben Unterrichtsstunde noch ausgewertet werden sollten, dann fehlte mehr zusammenhängende Zeit. Schulleiter Gerhard Frische berichtet über die gezogenen Konsequenzen.
Kollegiale Hospitationen
Teil einer Feedbackkultur (Martin Hofmaier)
- Abstract
Kollegiale Hospitationen sind in der Schule Waldstatt ein Teil der Feedbackkultur. Während eines Jahres besuchen sich Lehrpersonen gegenseitig im Unterricht und geben Feedback. Begonnen wurde mit einem Projekt, das zum relevanten Bestandteil der Schulentwicklung wurde. Es wurde intern evaluiert. Was braucht es, damit kollegiale Hospitationen Vertrauen aufbauen, Reflexion ermöglichen und der Unterricht an Qualität gewinnt? Martin Hofmaier berichtet.
Was bringen die Bachelor- und Masterstudiengänge?
Interview mit Staatssekretär Jost de Jager und Universitätspräsident Prof. Dr. Gerhard Fouquet (Nadja Baulecke)
- Abstract
Bachelor und Master sind die zentralen Stichworte bei der Neustrukturierung der wissenschaftlichen Bildung in Deutschland. Mit dem Abkommen von Bologna hat sich auch Deutschland verpflichtet, das alte Studiensystem zu reformieren mit dem Ziel, dass die Abschlüsse an den Universitäten international vergleichbar sind. schul-management sprach mit dem Wissenschaftssenator aus Schleswig-Holstein, Jost de Jager, sowie mit dem Präsidenten der Universität Kiel, Prof. Dr. Gerhard Fouquet, über die neuen Bachelor- und Masterstudiengänge.
Arbeiten mit lo-net2
Ein Erfahrungsbericht (Elke Kups)
- Abstract
Mit dem Beginn der neunziger Jahre bestand an den Schulen die Anforderung und auch die Herausforderung, unseren Schülern die „Neuen Medien“ näherzubringen. Es galt einerseits, die sich rasch entwickelnden Möglichkeiten des Internets zu nutzen, andererseits die Gestaltung neuer Unterrichtsformen unter der Berücksichtigung der vorhandenen Mittel und sich rasant entwickelnder technischer Gegebenheiten zu entwickeln. So standen am Käthe-Kollwitz-Gymnasium in Rostock Formen der Nutzung der neuen Medien im Vordergrund, die nicht die ständige Präsenz des Internets erforderlich machten. Ein Erfahrungsbericht von Elke Kups.
Die Faktorenanalyse
Fragebogendaten strukturieren und Zusammenhänge finden (Thomas Wehr)
- Abstract
Die sogenannte empirische Wende ist mit internationalen Schulleistungsvergleichsstudien in der Pädagogik auch in Deutschland angekommen. Wesentliche Schlüsselbegriffe empirischer Unterrichts- und Schulentwicklungsforschung werden in dieser Serie erläutert. Dieser Teil befasst sich mit der wissenschaftlich fundierten Erstellung und Auswertung von Fragebögen.
PISA 2006
Empirische Befunde zur Umwelterziehung (Herbert Schnell)
- Abstract
“Green at Fifteen? How 15-Years-Old perform in environmental science and geoscience in PISA 2006“ ist der Titel einer besonderen Auswertung der PISA-Untersuchung 2006, die im Frühjahr dieses Jahres von der OECD vorgelegt wurde. 30 OECD-Länder und 27 Partnerländer hatten mit insgesamt 400.000 15-Jährigen teilgenommen. Im Folgenden wird nur auf die Ergebnisse der OECD-Länder Bezug genommen.
Sind unsere Schüler „Packesel“?
Was beim Schulranzen zu beachten ist (Dieter Breithecker)
- Abstract
Gegenwärtig nimmt die Gesundheitsförderung in den Schulen einen immer größeren Stellenwert ein. Eine die Schüler erfolgreich auf die Zukunft vorbereitende Schule kann immer nur eine Schule sein, in der gesundheitsfördernde Rahmenbedingungen das Wohlbefinden von Schülern und Lehrkräften berücksichtigen. Dabei steht das Prinzip „Gesundheit leben“ vor dem Prinzip „Gesundheit lehren“. So der Anspruch, aber wie sieht häufig die Wirklichkeit aus? Diesbezüglich wird im Folgenden das sehr emotional geführte Thema „Haltungsschäden durch Schulranzen“ näher erörtert.
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