Inhaltsverzeichnis
Wozu Zeugnisse?
Über den Sinn eines übel beleumundeten Instruments (Werner Sacher)
- Abstract
Die Schule kam in ihrer fünftausendjährigen Geschichte die längste Zeit weitgehend ohne formalisierte Notensysteme und Zeugnisse aus. Daraus sollte man aber nicht vorschnell folgern, dass sie das Ergebnis einer Fehlentwicklung sind. In einem Schulsystem, das nicht nur die Kinder einer privilegierten Elite, sondern die gesamte junge Generation erfasst, sind sie schon allein aus Gründen der Verwaltungsrationalität, die ihrerseits eine elementare Voraussetzung für Bildungsgerechtigkeit ist, nicht mehr wegzudenken. Überdies ist die seit dem 16./17. Jahrhundert zunehmende Verbreitung von Zeugnissen und Prüfungen nicht nur ein Indiz für wachsenden Druck in der Schule, sondern auch ein Zeichen für zunehmendes Interesse an den Schülern und für ein erstarkendes Verantwortungsgefühl für ihre Lernprozesse. Allerdings waren Zeugnisse keineswegs von Anfang an immer auch Ziffernnotenzeugnisse. Neben diesen gab es noch bis weit ins 19. Jahrhundert hinein auch frei formulierte Verbalzeugnisse – selbst an Gymnasien. Eine Einführung in das Thema von Werner Sacher.
Auf den Spuren des Lernens
Die Zeugnisse der Scuola Vivante (Veronika Müller Mäder)
- Abstract
„Liebe Leserin, lieber Leser, Sie halten den Beginn einer hoffentlich sehr ausführlichen Schulgeschichte in den Händen. Die Geschichte eines Kindes, das in der Scuola Vivante auf Spuren seines Lernens weitergeht. Die Lehrer und Lehrerinnen freuen sich darauf, dieses auf seinem Lernweg zu begleiten und zu fördern.“ Das sind die einführenden Worte zum Zeugnis, welches die Schülerinnen und Schüler der Scuola Vivante am Ende jedes Semesters mit nach Hause nehmen. Veronika Müller Mäder berichtet über die Zeugnisse an der Privatschule Scuola Vivante in der Schweiz.
Das Zeugnis aus der Sicht von Zweitklässlern
Ergebnisse einer Kinderbefragung (Corinna Schmude)
- Abstract
Unter Leitung von Frau Prof. Dr. Valtin und Frau Dr. Würscher begleitete das von der Deutschen Forschungsgemeinschaft finanzierte Forschungsprojekt „NOVARA“ in einer längsschnittlich angelegten Studie 41 Grundschulklassen aus 15 Berliner Bezirken von der 2. bis zur 4. Klasse1. Ziel der im September 1994 begonnenen Studie war es, einen empirisch gestützten Beitrag zur Diskussion um das Für und Wider unterschiedlicher Zeugnisformen zu leisten. Denn die als weiterer Vorteil postulierten positiven Effekte verbaler Beurteilungen auf die Entwicklung schulleistungsrelevanter Persönlichkeitsmerkmale sind bisher empirisch noch nicht belegt. Dr. Corinna Schmude stellt die Ergebnisse vor.
Kompetenzorientierte Zeugnisse
Leistungsmessung und bewertung an der Montessori-Schule (Jutta Fremerey)
- Abstract
Nach 20 Jahren ohne Notenzeugnisse mussten auch an der Montessori-Schule in Bonn gegen die Überzeugung des Kollegiums Noten eingeführt werden. Diskussionen und Ergebnisse stellt Jutta Fremerey vor.
Bewertungen in Arbeitszeugnissen
Aufbau und Inhalt (Arnulf Weuster)
- Abstract
Zeugnisse spielen in der Arbeitswelt eine große Rolle. Anders als in der Schule gibt es keine Notenzeugnisse, aber Standardisierungen sorgen für Vergleichbarkeit. Über Arbeitszeugnisse schreibt Arnulf Weuster.
Zum Zusammenhang von Schulnoten und Testleistungen
Eine Untersuchung auf der Grundlage der IGLU-Studie (Wilfried Bos, Claudia Dohe, Anke Walzebug)
- Abstract
Gibt es einen Zusammenhang zwischen Schulnoten und Testleistungen wie z. B. der IGLU-Studie? Dieser Frage gehen unsere Autoren auf der Grundlage der gewonnenen Erkenntnisse im Rahmen der IGLU-Studie nach.
Der Schlüssel zum Erfolg
Pädagogische Führung statt Bürokratiearbeit (Silvia Peterson)
- Abstract
Das Selbstverständnis von Schulleitern in Kanada ist geprägt von dem Leitgedanken der pädagogischen Führung. Silvia Peterson beschreibt, was das für ihre Tätigkeit an der Schule bedeutet.
Schule und Elternhaus
Chancen einer schwierigen Beziehung (Maria Halbritter, Elfie Pleyer)
- Abstract
Eigentlich wollen beide „das Beste für das Kind“, und trotzdem ist die Beziehung zwischen Lehrern und Eltern häufig eher gekennzeichnet von Vorurteilen und Ängsten als von gegenseitigem Respekt. Nach einer unausgesprochenen Übereinkunft halten beide freundliche Distanz und vermeiden meist Konfliktstoffe. Doch die traditionelle Rolle der Bewirtungshelfer bei Schulfesten entspricht in Zeiten internationaler Bildungsstudien längst nicht mehr den Erwartungen einer Mehrheit von Eltern an den Lernort ihrer Kinder. Am Edith-Stein-Gymnasium wurde von den Lehrern und den Eltern zur Eigeninitiative gegriffen, um gemeinsam für die Schüler bzw. Kinder etwas zu erreichen.
Vom Zeitmanagement in Schule und Unterricht
(Otto Hansman)
- Abstract
Müssen wir wissen, was Zeit ist, um sie gebrauchen, effizient verplanen oder vergeuden, rational managen oder in kreativer Muße verlieren zu können? Nein! Wir gehen ja auch alltäglich mit Geld um, mal sparsam, mal verschwenderisch, ohne exakt zu wissen, was Geld überhaupt ist. Eine Betrachtung des Zeitmanagements in Schule und Unterricht.
Vom Aufbau einer Pressemitteilung
A bis D (Holger Mittelstädt)
- Abstract
Schulen werden selbstständig. Sie müssen sich profilieren und ihre Kommunikation zur Öffentlichkeit ausbauen. Anzeigenblätter werden oft verschmäht und landen in der Papiertonne. Trotzdem ist ihre Reichweite erstaunlich hoch. Eine Pressemitteilung zu schreiben ist eine Kunst. Meist entscheidet bereits der formal richtige Aufbau über den Abdruck einer Pressemitteilung oder das Ende in der Rundablage.
Lernen vor Ort
Ein neues Bildungsprogramm für Kommunen (Herbert Schnell)
- Abstract
Im Januar 2009 startete in der „Bildungsrepublik Deutschland“ das Programm „Lernen vor Ort“. Es wird mit insgesamt 60 Millionen Euro vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und dem Europäischen Sozialfonds (ESF) finanziert und gemeinsam mit deutschen Stiftungen in 40 ausgewählten Kommunen als Teil einer Qualifizierungsinitiative der Bundesregierung durchgeführt. Mit diesem Programm sollen Maßnahmen mit dem Ziel gebündelt werden, Aus- und Weiterbildung in den Kommunen in Qualität und Wirkungsbreite zu verbessern und zur Sicherung von Wachstum und Fachkräftenachwuchs beizutragen. Das Projekt ist auf drei Jahre angelegt und finanziert, eine Verlängerung um zwei Jahre ist optional.
Ablage – „wer Ordnung hält, ist nur zu faul zum Suchen“
(Josef Lackner)
- Abstract
Mit einer guten Ablage lässt sich viel Zeit sparen. In diesem Beitrag finden Sie einige Möglichkeiten zur Ablage, die sich in der Praxis bewährt haben.
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