Inhaltsverzeichnis
Heimat ist nicht nur ein Ort ...
Profilierung eines eminenten Begriffs (Wolfgang Frühwald)
- Abstract
Der Begriff »Heimat« ist durch die gesellschaftlichen Prozesse, die wir als »Modernisierung« bezeichnen, einem starken Bedeutungswandel, dann auch einem nationalistischen und nationalsozialistischen Missbrauch unterworfen worden. Dennoch gab und gibt es gerade von intellektueller Seite beständig Versuche, den Begriff gegen falsche Verwendungen zu retten und neu zu formulieren.
Warum ich über »meine« Heimat schreibe
Fiktive Heimaten und Provinzen (Norbert Scheuer)
- Abstract
Die Romane und Erzählungen des Schriftstellers Norbert Scheuer sind alle in seiner Heimat, der Eifel, situiert. Die Geschichten spielen in Kall, einem Eifel-Ort, den man jedoch so auf keiner Landkarte findet. Der Autor erklärt hier sein poetologisches Konzept, es ist zugleich ein Plädoyer für das Schreiben aus der Provinz.
Bildung der Heimat
Biographisch-pädagogischer Essay (Johannes Beck)
- Abstract
Dem Wanderer zwischen vielen Orten wird »Heimat« schon durch den eigenen Lebensweg problematisch. Johannes Beck, nach vielen beruflichen Stationen schließlich Lehrer und Professor für Pädagogik, reflektiert auch die pädagogische Dimension der Heimat.
Was ist Heimat für die Facebook-Generation?
Reale Heimat, virtuelle Heimat (Xòchil A. Schütz)
- Abstract
Ich kenne Facebook-Nutzer unter 16 Jahren und Facebook-Nutzer, die über 60 sind. Zudem melden sich laut Statistik immer mehr ältere Menschen bei Facebook an. Lässt sich von einer »Facebook-Generation« sprechen? Und warum sollten Facebook-Nutzer einen anderen Heimatbegriff haben, als Menschen, die ohne Facebook leben?
Grammatikstunden gut beginnen
Schüleraktivierung ist wichtig für den Lernerfolg (Heinz Risel)
- Abstract
Grammatikstunden haben keinen besonders guten Ruf. Lernende haben oft sehr viel lieber eine Lesestunde oder gleich ein anderes, scheinbar attraktiveres Fach. Vor allem die Eröffnung von Grammatikstunden scheint eine heikle Phase zu sein. Der Beitrag zeigt neun Möglichkeiten auf, wie die Aktivierung der Schülerinnen und Schüler gelingen kann.
Zusammengesetzte Substantive
Teil 2: Sprachökonomie und Bandwurmwörter (Wolfgang Klenck)
- Abstract
Wie in Teil 1 (»Grund- und Bestimmungswort«) der Serie in Anlehnung an Thomas Steinfeld erwähnt, gibt es unendlich Möglichkeiten, Zusammensetzungen zu bilden, »denn alles, was Substantiv ist oder wird, lässt sich frei verbinden, paaren und im Sinn verkehren« (»Der Sprachverführer«, S. 138). Ein »Bananenkuchen« ist ein Kuchen mit Bananen, ein »Hundekuchen« aber hoffentlich ein Kuchen für Hunde; bei einem »Rührkuchen« wird nicht der Kuchen sondern der Teig gerührt und ein »Fertigkuchen« ist nicht bereits fertig, sondern nur die Zutaten sind vorgefertigt.
Haben wir das kommen sehen oder nur das Gras wachsen gehört?
Perfektbildung mit Partizip II oder Infinitiv (Klaus Mackowiak)
- Abstract
Zweifelsfälle der deutschen Grammatik (Teil 8).Katja hat ganz eindeutig Adele singen gehört, so laut hat Moritz seine MP3-Player aufgedreht oder: Katja hat ganz eindeutig Adele singen hören, so laut hat Moritz seine MP3-Player aufgedreht – wie macht man es? Diese Unterrichtseinheit soll Schülerinnen und Schüler über Besonderheiten bei der Perfektbildung unterrichten. Dabei können die Themen der ersten Stunde als interessant für alle Schülerinnen und Schüler gelten, während die Themen der zweiten Stunde schon tiefer in die Materie führen und vielleicht eher leistungsstärkeren Schülerinnen und Schülern vorbehalten bleiben sollten.
Mit Henrystutzen und Bärentöter
Karl May im Literaturunterricht (Horst D. Mannel)
- Abstract
Anlässlich des Karl-May-Jubiläumsjahres 2012 erhalten die Schüler die Gelegenheit, sich mit dem Leben des meistgelesenen deutschen Schriftstellers und einigen seiner literarischen Figuren auseinanderzusetzen. Sinnerschließendes Lesen üben und anwenden, spannende Texte vor- und nachbereiten, mithilfe einer Kurzbiographie Einblicke in das Leben Karl Mays erhalten und schließlich durch die Analyse einer Personenbeschreibung eine der skurrilen Fantasiegestallten des May-Epos näher kennen lernen. Dies und mehr bieten diese Materialien den Schülern. Kindgemäß aufbereitet bietet die Einheit Leseabenteuer und motivierende Arbeitsaufträge (Rätsel, Bildvergleich, Steckbrief etc. ...).
lol schnaller
Sprachfunktion und Sprachgebrauch am Beispiel der »Chatsprache« (Annemarie Niklas)
- Abstract
Mit dem »Chat« ist im Internet eine Textform im Spannungsfeld zwischen Mündlichkeit und Schriftlichkeit entstanden, die aufgrund der spezifischen Anforderungen des Mediums an Kommunikation binnen kürzester Zeit neuartige Sprachformen hervorgebracht hat. Als fester Bestandteil der Jugendkultur bietet die »Chatsprache« damit eine Reihe von Möglichkeiten, über Sprachfunktionen, domänenspezifischen Sprachgebrauch und Sprachwandel nachzudenken.
Jetzt ist schon wieder was passiert
»Komm süßer Tod« von Wolf Haas als Schullektüre (Helen Bito)
- Abstract
Als Schullektüre eignen sich die »Brenner«-Romane von Wolf Hass ab der 9. Schulstufe für die gesamte Sekundarstufe 2. Wolf Haas‘ Romane polarisieren, seine eigenwillige Sprache, die er kreiert hat, ist auf jeden Fall wert, auch im Schulunterricht behandelt zu werden. Die Hauptfigur Brenner lässt sich zudem ausgezeichnet mit anderen Krimiprotagonisten vergleichen.
Danton´s Tod
Sprache und Stil (David Krause)
- Abstract
Wenn man das 1835 erschienene Drama »Danton‘s Tod« von Georg Büchner systematisch behandeln will, muss man den Aspekt »Sprache« notwendig behandeln. Büchner setzt zahlreiche sprachliche Mittel kunstvoll ein, lässt seine Figuren in spezifischer Weise sprechen. Der Aspekt »Sprache« ist nicht einfach zu analysieren, denn es gilt zahlreiche Gesichtspunkte, die auf komplexe Art und Weise miteinander verknüpft sind, unter einen Hut zu bringen.
Digitale Textdidaktik
Ein interaktives Schreibprojekt zu Georg Büchners Erzählung »Lenz« (Oliver Ruf)
- Abstract
Die systematische Mediendidaktik betont die Relevanz interaktiver Lern- und Lehrformen für den Kompetenzerwerb im Literatur- und Deutschunterricht. Werden entsprechende Ansätze mit schreibdidaktischen Methoden kombiniert, können digitale »Mit-Mach«-Projekte produktionsästhetisch entstehen, die in ihrer Realisation ebenfalls literaturhistorisches Wissen vermitteln. Dies lässt sich exemplarisch an einem Schul-Klassiker demonstrieren, dessen Autor ein Glücksfall für die Schule ist und dessen ungebrochene Aktualität bei der »Inszenierung« im Web 2.0 neue Deutlichkeit gewinnt.
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