In diesem Handbuch wird der Kompetenzbegriff differenziert erläutert und Sie bekommen ein Praxisbeispiel für Kompetenzerwerb im Unterricht. Zudem erhalten Sie kritische Hinweise für die Leistungsdiagnostik, der Einsatz von Kompetenzrastern im Unterricht ist beschrieben und die Anforderungen an die Lehrkräfte werden formuliert.

Beiträge in dieser Ausgabe

Vorwort

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Das vorliegende Schulmanagement Handbuch beleuchtet aus unterschiedlichen Perspektiven das Thema „Kompetenzorientierung“.

Nach den internationalen Vergleichsuntersuchungen wie PISA oder IGLU rückte ein Begriff in das Zentrum praktischer Pädagogik und bildungspolitischer Diskurse, der an sich nicht neu ist: Kompetenz: „Kompetenz ist das Fahnenwort der gegenwärtigen Bildungsdiskussion, hinter dem sich alle versammeln“ (Abraham et al. 2007, S. 6). ...

Kompetenzorientierung im Unterricht

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Kompetenzen kann man sich in den unterschiedlichsten Gebieten erwerben:in kunstlerischen und sportlichen Bereichen wie Musik oder Tennis oder aber in intellektuellen Bereichen wie Schach, Mathematik, Naturwissenschaften oder Sprache, um nur einige zu nennen. Kompetenzen konnen darüber hinaus auch breiter definierte Anforderungen betreffen. ...

Wenn man die mit Begriff der Kompetenzorientierung verbundenen Ansprüche schulpraktisch umsetzen möchte, stößt man automatisch auf den Bereich der schulischen Leistungsdiagnostik. Dies liegt zunächst einmal ander Genese der deutschsprachigen Diskussion über Kompetenzorientierung (vgl. Kapitel 1). Erst die Teilnahme an den internationalen Schulleistungsstudien bereitete den Boden für ein Nachdenken über basale Kompetenzen, die jede Schülerin und jeder...

Die Kompetenzdefinition (siehe Kapitel 1 dieses Handbuches) geht von Fähigkeiten und Fertigkeiten aus, die ein Schüler haben muss, um Probleme lösen zu können. Dies setzt im schulischen Bereich voraus, dass man die erreichten Kompetenzen operationalisieren, sichtbar machen (Performanz) und messen können muss. ...

 

Diagnostische Kompetenz von Lehrkräften

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Die diagnostische Kompetenz von Lehrkräften gilt als Teil ihrer professionellen Kompetenz und insgesamt als wichtige Voraussetzung guten Unterrichts (Baumert & Kunter 2011). Kompetenzen sind veränderbar und damit prinzipiell erlernbar (Kunter, Kleickmann, Klusmann & Richter 2011). Die Kompetenzen einer Lehrkraft sind demzufolge nicht bestimmten Persönlichkeitseigenschaften zuzuschreiben, sondern ergeben sich aus Überzeugungen, motivationalen...

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