Cover-Versionen

„Ich hätte eine Idee zum Thema Weltraum“, meldet die Umschlaggestalterin. „Oder wollen wir doch lieber ein Kind, das einem anderen Kind etwas ins Ohr flüstert?“ Es geht um die Titelseite der nächsten Ausgabe. Welches Bild passt besser zum Thema des Heftes „Sprechen und Zuhören“? Und schon sind wir mitten in der Diskussion.

Der Weg von der Idee zum Titelbild: Die Manuskripte treffen im Idealfall pünktlich in der Redaktion ein. Die Redakteurin sichtet die Artikel und Materialien. Ist etwas dabei, was sich gut bebildern lässt? Diese Manuskripte erhält die Umschlaggestalterin. Manchmal inspirieren sie Fotos oder Überschriften zu einer Bildidee für das Cover. Oft auch das Thema selbst, wie beim Heft „Sprechen und Zuhören“. Das Weltraum-Titelbild dagegen basiert auf dem Unterrichtsvorschlag in einem der Manuskripte.

Ein gutes Titelbild weckt die Aufmerksamkeit und Neugier des Lesers. Es passt zum Thema, unterstreicht es oder überrascht mit einem anderen Blickwinkel.

Unsere Zeitschriften liegen nicht am Kiosk aus. Trotzdem fungiert das Titelbild als „Türöffner“: Es ist das Erste, was die Abonnenten sehen, wenn das neue Heft angekommen ist. Es soll Lust machen, gleich die Zeitschrift aufzuschlagen und hineinzulesen. Und vielleicht sieht auch eine Kollegin das Heft, fühlt sich angesprochen und fängt an zu blättern ...

Zu beachten ist dabei einiges:

Der Zeitplan der Hefte sieht vor, dass jedes Cover schon im Heft davor auf der Vorschauseite zu sehen ist. Also beginnt die Arbeit am Titelbild recht früh und setzt voraus, dass die Manuskripte rechtzeitig vorliegen.
Falls Fotos verwendet werden, müssen diese natürlich rechtssicher sein (siehe Teil 4 unserer Serie).
Und nicht zuletzt muss das Cover allen Beteiligten gefallen: Design, Redaktion und den Herausgebern. In unserem Beispiel hat das Bild vom Weltraum das Rennen gemacht.