„Und hier bitte noch ein Bild vom Grüffelo!“

Ob Schaubild, Foto, Gedicht, Lied, Screenshot oder Kunstwerk: Möchte eine Autorin oder ein Autor etwas innerhalb des Beitrages oder auf einer Kopiervorlage im Heft verwenden, das nicht von ihm oder ihr selbst stammt, müssen Fremdrechte geklärt und eine Abdruckerlaubnis eingeholt werden. Ein Fall für unsere Kolleginnen und Kollegen vom Medienmanagement! 

„Der Autor würde an der Stelle gern einen Screenshot von der entsprechenden Internetseite zeigen.“

„Auf die Kopiervorlage neben den Textauszug soll noch eine Abbildung vom Grüffelo eingefügt werden.“

„Die Kinder sollen Bilder malen, die sich an die blaue Phase von Picasso anlehnen. Dazu würden wir gern Picassos ‚Selbstbildnis‘ von 1901 abbilden.“

Und immer folgt solchen Sätzen die bange Frage der Redaktion: „Geht das?“ Denn an dieser Stelle werden Urheberrechte Dritter berührt. Die Kolleginnen und Kollegen aus der Abteilung „Medienmanagement“ müssen nun mit juristischem Sachverstand und einer Prise Verhandlungsgeschick prüfen, ob und unter welchen Bedingungen ein Abdruck in unserer Zeitschrift möglich ist.
Zunächst ist zu klären, bei wem die Rechte überhaupt liegen – einer Privatperson, einem Unternehmen, einem Museum oder einem Verlag? Anschließend nehmen die Kolleginnen und Kollegen Kontakt mit dem/der jeweiligen Rechteinhaber/in auf. Durchschnittlich fallen pro Heft fünf solcher Anfragen an, die unter höchstem Zeitdruck zu klären sind. Denn der Drucktermin ist nicht verhandelbar. Und wird ein Abdruck nicht genehmigt oder sind die Kosten dafür zu hoch, muss die Redaktion in Windeseile einen Plan B entwickeln und die entstandene Lücke schnell auf andere Weise füllen. Doch in der Regel fällt die Reaktion positiv aus und wir dürfen das Bild, das Lied oder den Text zusammen mit dem sogenannten ©-Vermerk gegen eine Gebühr abdrucken.