Zeit für scharfe Augen – oder Korrekturschleifen vor dem Druck!

Kein Platz mehr für die Abbildung! 10 Zeilen zu viel Text auf einer Seite! Das Foto hat eine schlechte Qualität!  Kommentare dieser Art erreichen die Zeitschriften-Redaktion, wenn die Setzerei den Erstsatz (oder 1. Umbruch) an diese schickt. Jetzt erst kann man genau erkennen, wie die Manuskriptseite später im Druck aussehen könnte – wenn nicht noch ganz viele Dinge zu beachten wären.

Der Erstsatz wird von der Redakteurin an Herausgeberinnen/Herausgeber und Autorinnen/Autoren der jeweiligen Zeitschrift geschickt, ebenso wie an eine externe Korrektorin. Hatte man bisher den Eindruck, dass das Manuskript vollständig und rechtschreibgeprüft war, erkennt man an den Rückmeldungen zum Erstsatz sehr schnell, wie viel noch geändert werden muss. Abgesehen von Buchstabenverwechslungen und Zahlendrehern, werden nun Fotos ausgetauscht und mit neuen Kommentaren versehen, manchmal ganze Textteile umgeschrieben, um Platz zu schaffen, die Vorschau auf die nächste Ausgabe eingefügt und natürlich auf Wünsche der Autorinnen und Autoren eingegangen, die feststellen, dass eine gesetzte Seite so ganz anders aussehen kann als eine Manuskriptseite.

Sind alle Korrekturen und Änderungen (mit Rotstift!) eingetragen, geht ein Scan des Erstsatzes zurück an die Setzerei. Nach der Ausführung der Anweisungen kommt die neue Version wieder in die Redaktion und wird erneut nach Vollständigkeit und Fehlern überprüft. Alle Korrekturgänge finden nun nur noch zwischen der Redaktion und der Setzerei statt, bis der Redakteur mit dem Ergebnis zufrieden ist und eine Freigabe der Daten erteilen kann.