Mit dem kleinen Schubs

Lernende für Herkunftssprachen sensibilisieren
DaZ Sekundarstufe 2/2020
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Mehr als zehn Jahre nachdem Kinder aus der Arbeitsmigration nichtdeutscher Erstsprache in westdeutschen Schulen ankamen, also vor
über 30 Jahren, erschien die erste Publikation, die »Deutsch als Zweitsprache« im Titel führte und in dem auch die Herkunftssprachen bereits eine Rolle spielten (Meiers, K. u. a. (Hg.) 1980). Die deutsche Kultusministerkonferenz beschäftigte sich bereits seit 1964 mit dem »Unterricht für Kinder von Ausländern« und »Aus- und Übersiedlern«, zumal sie die Schulpflicht für solche, die sich länger in Deutschland aufhielten, schon 1952 allgemein festgestellt hatte. Deren Herkunftssprachen waren meist (nicht immer) dem Namen nach bekannt, im Unterricht jedoch kaum präsent oder sogar verboten.