»Irrungen, Wirrungen« damals – Jugendliche heute

Das Mundartliche als gestalterisches Mittel bei Fontane
Deutschmagazin (bis 2012) 4/2008
2 Credits

Benutzt Theodor Fontane in seinen Berlinromanen ganz bewusst mundartliche Redewendungen, um seine Figuren im Berliner Umfeld realistisch und authentisch aufleben zu lassen, so ist der heute allseits zu beobachtende Wandel im mündlichen Sprachgebrauch Jugendlicher einerseits Zeichen ihrer bewusst gewählten Identifikation und andererseits Ergebnis jugendlichen Medienkonsums und Freizeitverhaltens. Jugendliche leben in ihrer Sprachwelt, um sich ganz bewusst abzusetzen von der Hochsprache der Erwachsenenwelt. Und genau darin besteht die Chance, sie für Fontanes Roman »Irrungen Wirrungen«, in dem die Personen gerade durch ihre eigene Sprache besonders liebenswürdig werden, zu begeistern. Der folgende Beitrag beinhaltet einige Anregungen, wie man im Unterricht das »Redensartliche« bei Fontane mit jugendlichem Sprachgebrauch heute in Verbindung bringen könnte.