Lesarten-Mosaik

Kleists Novelle »Das Erdbeben in Chili« mithilfe von Sekundartexten erschließen
Deutschmagazin (bis 2012) 5/2011
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Heinrich von Kleists »Das Erdbeben in Chili« galt lange Zeit wegen der »Schwierigkeit, dem Erzählzusammenhang einen konsistenten und kohärenten Sinn zu unterlegen« als »Stiefkind der Forschung« (Liebrand). Das vorliegende Modell des Lesarten-Mosaiks nutzt die Polyvalenz vorhandener Deutungsmöglichkeiten und Lesarten, indem unterschiedliche zeitgeschichtliche wie literaturwissenschaftliche Texte analysiert und ausgewertet werden, um sowohl einen tastenden Weg der Interpretation zu bestreiten als auch zugleich die Unabschließbarkeit literarischer Sinnbildungsprozesse zu veranschaulichen.