Kinder mit Hörschädigung in der Grundschule

Teil 2: Mit den Augen hören – die Rolle von Schrift und Schriftlichkeit bei Kindern mit Hörschädigung
Grundschulmagazin 5/2016
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Menschen mit Hörschädigung müssen, in Abhängigkeit von der Schwere ihres Hörverlusts (vgl. Heft 4/16), mehr oder weniger intensiv auch »mit den Augen hören«. Für hochgradig hörgeschädigte Menschen spielt der visuelle Kanal, und damit Schrift und Schriftlichkeit, eine besondere Rolle, um zu kommunizieren, um sich eigenständig Informationen und Wissen anzueignen und um schließlich am gesellschaftlichen Leben gleichberechtigt teilhaben zu können. Die Grundschule als erste schulische Institution ist für einen gelingenden Schriftspracherwerb aller Kinder verantwortlich. Gerade für Kinder mit einem besonderen Förderbedarf – auch solchen mit Hörschädigung – muss sie angemessene schriftsprachliche Verfahren einsetzen, um auch ihnen einen erfolgreichen Schriftspracherwerb zu ermöglichen.