Eltern als Partner

"Bildungsfern" und doch "bildungsnah"
Grundschulunterricht 12/2005
1 Credit

Wie können sozialschwache, als "bildungsfern" definierte Eltern, bei denen bei Eltern nichtdeutscher Herkunft noch Sprachbarrieren und kulturelle Unterschiede hinzukommen, in Entscheidungsprozesse an der Schule einbezogen werden? Vorgestellt wird ein Beispiel an einer Grundschule bei der Umstellung auf Ganztag in Berlin-Kreuzberg, wo auf ein Projekt der der RAA (Regionale Arbeitsstelle für Ausländerfragen) zur Elternpartizipation zurückgegriffen wurde. Grundlage waren Fragebögen, die - teilweise mithilfe von Übersetzern - von den Eltern ausgefüllt wurden. So konnten Elternwünsche und -wahrnehmungen ermittelt und Gemeinsamkeiten bzw. Gegensätze zu Zielen und Wahrnehmungen der Lehrerinnen und Lehrer ermittelt werden. Neue Qualitäten in der Zusammenarbeit (Eltern bringen sich z.B. bei Projekten und Ausflügen ein) und für den Schulalltag konnten erreicht werden.