Theaterspielen macht den Kindern nicht nur Spaß, sondern fördert auch viele basale Fähigkeiten, die für das Lernen wichtig sind. Dabei muss am Ende nicht immer eine große Aufführung stehen – auch kleine Spielimpulse und Szenen bewirken viel. In der aktuellen Ausgabe stellen wir Ihnen verschiedene theaterpädagogische Ansätze und konkrete Beispiele vor, die sich in der Praxis bewährt haben. Lassen Sie sich inspirieren!

Beiträge in dieser Ausgabe

Das Mischpult-Prinzip

Demokratische Führung im Theaterunterricht an Grundschulen
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Das „Mischpult-Prinzip“ ist ein Konzept des partizipativen Theaterunterrichts, das ich in fast 10-jähriger Praxis mit Jugendlichen an einer Sekundarschule in Berlin-Neukölln entwickelt habe und das meine Kolleginnen und ich heute über die Bildungsinitiative ACT e.V. bundesweit an Lehrkräfte und Theaterpädagoginnen/-pädagogen vermitteln und in Schulen und freien Theatergruppen in Berlin tagtäglich umsetzen. Der Beitrag stellt die Grundzüge des Konzepts...

Worte hin, Worte her

Textfreie Bilderbücher für das gemeinsame Spiel mit Körper und Sprache nutzen
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Die ersten Worte von Kindern sind verknüpft mit Blicken, Stimmen, Gesten und Bewegung. Sprache wird in Handlungskontexten erlernt, in Interaktionen. Dieses frühe Vorgehen beim Spracherwerb kann man sich bei der erweiterten Sprachbildung zunutze machen und so verschiedene Altersstufen und Sprachniveaus in gemeinsamen Aktionen fördern. Hier finden Sie Anregungen dazu.

Vorhang auf – Kinder erobern die Bühne

Entstehung und Notwendigkeit von Theater und Musical
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Die Freude, in fremde Rollen zu schlüpfen, sich zu verkleiden, zu tanzen, zu singen und zu spielen, steckt als wertvolles Potenzial in allen Kindern. Diese mit einem Ziel, einer Aufführung, zu verknüpfen, ist pädagogisch von solch großem Nutzen, dass man nicht darauf verzichten sollte. Das zeigt das folgende Beispiel einer Inszenierung von „Tabaluga und das leuchtende Schweigen“ mit Kindern einer vierten Jahrgangsstufe.

Mit TUSCH neue Spielräume erobern

Durch Theater soziale, kulturelle und sprachliche Kompetenzen fördern
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Das Programm TUSCH Theater und Schule Berlin vermittelt, finanziert und unterstützt seit 20 Jahren dreijährige Partnerschaften zwischen Berliner Schulen und Theatern und fördert so die kulturelle Teilhabe von Kindern und Jugendlichen. Wie eine TUSCH-Kooperation aussehen kann, zeigen zwei Projektbeispiele aus dem Grundschulbereich.

Tiere, unsere besten Freunde

Ein fächerübergreifendes Theaterprojekt an der Laborschule in Bielefeld
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In diesem Bericht über das fächerübergreifende Projekt „Tiere, unsere besten Freunde“ wird beschrieben, wie das Thema Tierschutz Impuls sein kann für die Vermittlung von Wissen über Tierhaltung, Tierarten und Artenschutz.  Gleichzeitig wird jedem Kind die Möglichkeit gegeben, einen individuellen Zugang zu dem Thema zu finden. Das Besondere: Am Ende präsentieren die Mädchen und Jungen ihre Arbeitsergebnisse der Schulöffentlichkeit – in Form eines...

Zu Besuch bei(m) Räuber Hotzenplotz

Theater als außerschulischer Lernort
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„Lasst mich den Räuber auch noch spielen!“ – Die Klasse 2a der offenen Ganztagsgrundschule „Thorner Straße“ lernte als Patenklasse das Opernhaus Wuppertal als außerschulischen Lernort kennen. Die Kinder warfen dabei einen Blick hinter die Kulissen und setzten sich auch (schau)spielerisch mit dem Stück „Der Räuber Hotzenplotz“ von Otfried Preußler auseinander.

Kunststückchen

Theaterarbeit mit Kindern einer Sprachförderklasse
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KUNSTSTÜCKCHEN war der Titel des ersten Programms des auf vier Jahre angelegten Spielplanes einer ersten Jahrgangsstufe der Brüder-Grimm-Schule in Göttingen. Vier Jahre lang begleiteten die Klassenlehrerin und der Autor, Theaterpädagoge des Löwenecker-Theaterchen Berlin, die Kinder bei ihrer intensiven Theaterarbeit.

Gemälde für den Moment

Das Theaterprofil der Erika-Mann-Grundschule im Berliner Wedding
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Das denkmalgeschützte Gebäude der Erika-Mann-Grundschule im Berliner Ortsteil Wedding begrüßt die Besucher*innen mit großflächigen Fotowänden. Auf den Fotos? Natürlich Kinder auf der Bühne. In den folgenden drei Beiträgen werden Konzept und Praxis der Schule mit Theaterbetonung vorgestellt.

Von der Poesie zum Theaterstück

Eine Collage aus Texten von Erika Mann
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Das Licht im Zuschauerraum geht aus und auf der Bühne langsam an. Plötzlich erklingt das Lied „Zugegeben“ von Erika Mann. Es geht in dem Lied um das Denken an sich und um die Freiheit des Denkens. Gleich werden die Kinder der Erika-Mann-Grundschule dem Publikum eine Geschichte erzählen. Es ist ihre Geschichte. Und mit jeder Szene kommen Erinnerungen an das zurückliegende Schuljahr. Der Beitrag schildert den Prozess.

Träumst du noch oder fliegst du schon?

Biografische Theaterarbeit in einer vierten Klasse
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„Weißt Du noch, wie ich im Stuhl feststeckte?“ „Ja, und ich im Treppengeländer. Zum Glück hat uns Hausmeister Harry mit Kuhfuß und Akkuschrauber befreit.“ „Manchmal steckt man eben fest, im Leben und anderswo.“ „Aber wenn man es schafft, da rauszukommen, dann ist man frei und kann fliegen.“ Mit diesen Worten stellen Kinder der Erika-Mann-Grundschule in Berlin den Zusammenhang zwischen ihrem Leben und dem Theater her: biografische Theaterarbeit.