Arme Kinder in einem reichen Land

klein&groß 4/2005
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Ein Thema, das uns täglich in unseren Kitas, Schulen und Horten begenet. Fast immer verdeckt, beschämend und wenig durchschaubar: "Warum hat Timm schon wieder kein Fahrgeld mit! Kein Geld für den Badesausflug, kein richtiges Frühstück, obwohl wir gestern mit der Mutter gesprochen haben. Wieder kein Windelpaket mitgebracht. Die Hefte wieder vergessen zu kaufen usw., usw ..." Ist es wirklch nur Vergesslichkeit, Schusseligkeit der Eltern? Wir wissen schnell: "Die kümmern sich nicht um ihre Kinder!" Liegen wir wirklich richtig mit unseren Vermutungen?

Jedes Kind hat ein Recht auf Erziehung und Bildung zu einer eigenständigen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit, so lautet §1 des Kinder- und Jugendhilfegesetzes. Zirka einer Million Kindern in diesem Land wird dieses Recht verwehrt. In einem der reichsten Länder der Welt müssen eine Million Kinder von Sozialhilfesätzen leben. Es heißt im 10. Kinder- und Jugendbericht, der 1998 auch als Armutsbericht bekannt wurde: Armut bedeutet für Kinder eine starke Beschränkung ihrer Erfahrungs-, Entwicklungs- und Lernmöglichkeiten, das heißt eine Verringerung der Chancen des einzelnen Kindes, seine individuellen Anlagen zu entfalten und sie für sich und die Gesellschaft einzusetzen. Die Einschränkungen betreffen auch eine wohl überrlegte Ernährung, Spiel- und Lerngelegenheiten in der Wohnung und ihrer Umgebung, Unterstützung auf dem Bildungsweg, Pflege sozialer Beziehungen und des Familienlebens durch Ausflüge und Urlaub."

Klasse
Kita
Beitragstyp
Praxisbeitrag
Theoriebeitrag
Umfang
3 Seiten
Fächer