Brauchen Kinder Märchen?

Märchen als Sprachspiele des Glücks
Schulmagazin 5-10 12/2004
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Märchen schaffen für Kinder (nicht nur) im Vorschul- und Grundschulalter eine Brücke zwischen Welt- und Wunscherfahrung. Sie geben den Beziehungswünschen und Beziehungsängsten eine symbolische Darstellung. Auf der symbolischen Ebene der Märchenpoesie verstehen und gestalten Kinder, aber auch Jugendliche und Erwachsene, was sie freut und was sie leiden macht. Märchen eignen sich in besonderer Weise zum mündlichen Vortrag. Sie laden zum Nach- und Neu-Erfinden ein und fördern emotionale Intelligenz. Das Märchen als lebendiges Sprachspiel zwischen Erwachsenen und Kindern lehrt die Unterscheidung zwischen Fiktion und Report, zwischen Wunsch und Wirklichkeit, dem Wunderbaren und dem Möglichen.