Brauchen Jungen männliche Vorbilder?

Von der Notwendigkeit, Männlichkeitsbilder zu verändern
Schulmagazin 5-10 6/2011
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Wenn über schulische Jungenförderung gesprochen wird, dann wird in der öffentlichen Diskussion allzu schnell die Forderung aufgestellt, dass mehr Männer als Lehrer tätig werden sollen. Mit dieser Forderung ist die Hoffnung verknüpft, dass die Jungen dadurch eindeutige und stabile Geschlechterrollen übernehmen können. Diese Vorstellung ist auf der Grundlage heutiger Forschung nicht mehr zu halten. Gleichzeitig wird übersehen, dass es heute verschiedene Vorstellungen von Männlichkeit gibt. Es geht also nicht einfach um die quantitative Erhöhung von Männern als Lehrer, sondern um die qualitative Erfahrung, dass Pflege und empathische Begleitung von Kindern und Jugendlichen zu einem »modernen« Männerbild gehören können.