Leistungsbewertung mit dem Portfolio in Mathematik

Umrisse eines praxisorientierten Verfahrens
Schulmagazin 5-10 7/2012
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Der Paradigmenwechsel im Mathematikunterricht hat mittlerweile alle Schulformen erreicht. Im Wechselspiel mit der stets präsenten Heterogenitäts- und Individualisierungsdiskussion stehen viele Kollegen vor der Frage, wie ein veränderter Unterricht neuen Anforderungen gerecht werden kann. Dazu zählen insbesondere auch die Fragen der Leistungsbewertung. Wurden zunächst Klassenarbeiten kaum verändert, so hat sich – auch unter dem Druck zentraler Abschlussprüfungen in vielen Ländern – eine veränderte Aufgabenwahrnehmung in der schulischen Praxis etabliert. Mit neuen Formen der Überprüfung neben Klassenarbeiten tut man sich dagegen schwer, weil in der Mathematik immer noch oft der Kalkülaspekt im Mittelpunkt der Betrachtung steht.In diesem Artikel wird die Notwendigkeit veränderter Leistungsbewertung im Mathematikunterricht aufgezeigt. Als praktisches Beispiel wird das »strukturierte Portfolio« skizziert, welches bei geeigneter Durchführung zumindest in Teilen den neuen Anforderungen gerecht werden könnte.