Schulmanagement-Handbuch 2/2011

Lernen und Gedächtnis
18,50 €

Dieses Handbuch

  • erläutert den Zusammenhang zwischen Gehirn und Lernen;
  • gibt einen Überblick über Aufbau und Funktion des Gehirns;
  • beschreibt, wie Informationen im Gehirn verarbeitet werden;
  • erklärt den Zusammenhang von neurobiologischen Grundlagen des Lernens und schulischen Lernleistungen;
  • zeigt Konsequenzen für die Gestaltung von Lernumgebungen auf.

 

Beiträge in dieser Ausgabe

Vorwort

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Liebe Leserin, lieber Leser, Lernen und Gedächtnis – was müssen wir darüber wissen, um Unterricht an der Schule zu entwickeln? In den vergangenen Jahren gab es eine Reihe von kürzeren oder längeren Veröffentlichungen, die Zusammenhänge über neuere Erkenntnisse der Hirnforschung und erfolgreiches Lernen hergestellt haben und daraus insbesondere methodische Konsequenzen für den Unterricht abgeleitet haben. Selten gab es dabei eine ausführliche und...

Einleitung

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Der Begriff „Lernen“ bezeichnet alle bewussten und unbewussten Prozesse des Erwerbs von geistigen oder körperlichen Fertigkeiten. Dazu zählen soziale und emotionale Kompetenzen ebenso wie das Auswendiglernen von Fakten oder das Fahren auf einem Einrad zu beherrschen. Lernen kann verstanden werden als kurzfristige und langfristige Veränderung des Erlebens- und
Verhaltensrepertoires; teilweise führen sogar kurzfristige oder einmalige...

Aufbau und Funktion des Gehirns: Ein Überblick

2 Credits
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Nach heutiger Auffassung ist das Gehirn Träger unserer bewussten und unbewussten Erlebens- und Verhaltensweisen. Das menschliche Gehirn besteht im Wesentlichen aus Nervenzellen (Neuronen) und Gliazellen (Zellen, die Stütz-, Ernährungs- und weitere wichtige Funktionen inne haben, die das Funktionieren von Nervenzellen erst ermöglichen. Gliazellen übertragen jedoch
keine Information). Es ist durchschnittlich ca. 1200 bis 1600 Gramm schwer und ist...

Unser Gehirn besteht im Grundsatz aus zwei verschiedenen Arten von Zellen: aus Nervenzellen (Neuronen) und den so genannten Gliazellen. Die Gliazellen üben sowohl Stütz- und Ernährungsfunktionen für Nervenzellen aus, spielen aber auch eine nicht zu unterschätzende Hilfsfunktion bei der Kommunikation zwischen Nervenzellen. Gliazellen sorgen für ein ausgeglichenes Verhältnis der Elektrolyte im so genannten Extrazellulärraum von Nervenzellen, d. h. in der...

Gehirnplastizität

1 Credit
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Das menschliche Gehirn ist sehr veränderbar durch äußere und innere Reize. Nicht nur während der Entwicklung in Kindheit und Jugend weist unser Gehirn eine enorme Plastizität auf. Auch während des Erwachsenenalters und sogar bis ins hohe Lebensalter unterliegt das Gehirn Veränderungen auf verschiedenen Ebenen. Etwas vereinfacht ausgedrückt, nimmt zunächst von
der Geburt an (streng genommen schon pränatal) die Anzahl an Nervenzellen zu. Schon...

Geschlechtsunterschiede auf Gehirn- und Verhaltensebene

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Weibliche und männliche Gehirne sind zwar im Grundsatz gleich aufgebaut. Damit ist gemeint, dass die oben grob beschriebene Morphologie des Gehirns und auch die genannten Mechanismen der Plastizität für beide Geschlechter gelten. Dennoch gibt es im Detail Unterschiede zwischen männlichen und weiblichen Hirnen, die durchaus mit merklichen Verhaltensdifferenzen kovariieren. Diese Ungleichheiten betreffen sowohl verschiedene Strukturen des Hirns (sexuell...

Gedächtnis: psychische und neurale Korrelate

4 Credits
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Unser Alltag wäre ohne die Fähigkeit, neue Informationen aufzunehmen und längerfristig abzuspeichern, quasi nicht zu bewältigen. Wir müssen uns an bereits geschehene Ereignisse unserer Biographie erinnern, Gesichter wieder erkennen und möglichst damit auch den korrekten Namen erinnern, gelernte Fakten abrufen, sowie motorische Fertigkeiten (z. B. Autofahren) erwerben
und anwenden, um im Alltag bestehen zu können. Auch bestimmen unsere Lern- und...

„Non scholae, sed vitae discimus/Nicht für die Schule lernen wir, sondern für das Leben“. Dieser Satz wurde wohl nahezu von jedem Schüler und jeder Schülerin im Laufe seiner oder ihrer Schulkarriere schon einmal gehört. Dieser Satz will ausdrücken, dass wir uns im Rahmen schulischen Lernens Kenntnisse aneignen, die wir später in unserem Leben benötigen oder zumindest
nutzen können.

Schlussfolgerung

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Das menschliche Gehirn ist ein lebenslang plastisches Organ, das sich in Interaktion mit seiner Umwelt entwickelt und weiterentwickelt. Die Ausführungen sollten demonstrieren, dass die Hirnforschung auf verschiedenen Ebenen zu einem besseren Verständnis von Lern- und Gedächtnisprozessen beitragen kann. Die Neurobiologie versucht zu beschreiben, wie auf Ebene
der Nervenzellen Lernen stattfindet und wodurch Lernprozesse beeinflusst werden. Auf...