Validität der Unterrichtsbeobachtungen

Schulmanagement-Handbuch 1/2017
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Die Unterrichtsbeobachtungen und die daraus resultierende Beurteilung der Unterrichtsqualität bilden den Kern der Schulinspektion (u. a. Döbert et al., 2008; Kuhn, 2015; Pietsch & Tosana, 2008). Die Messung von Unterrichts­qualität im Rahmen der Schulinspektion folgt dem Input-Prozess-Output- Modell, d. h. Schulen transformieren Inputs durch innerschulische Prozesse in Outputs. Dem Paradigma liegt die inzwischen widerlegte Annahme zu­grunde, je höher die Prozessqualität, desto größer sei die Wahrscheinlichkeit für eine höhere Ergebnisqualität (Pietsch, 2010, 2011a; Kritik zum Prozess- Produkt-Paradigma vgl. Helmke, 2009).