Kognitive Aktivierung

Teil 1: Vorwissen erfassen und bewerten
schulmanagement 6/2017
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Die kognitive Psychologie hat in den letzten Jahrzehnten beachtliche Fortschritte in der Erforschung des verstehenden Lernens gemacht, bei dem es um den Aufbau von Bedeutungen und Erklärungen geht, die uns helfen, die Welt besser zu verstehen und uns darüber mit anderen auszutauschen. Dabei ist die Art und Weise, wie Wissen aufgebaut und mit bereits bestehendem Wissen verbunden wird, entscheidend (Schneider & Stern, 2010; Stern, Schalk & Schumacher, 2016). Schulische Lerngelegenheiten können ihre Wirkung nur entfalten, wenn sie den Schülerinnen und Schülern Gelegenheit geben, ihr bereits verfügbares Wissen – auch wenn es fehlerhaft ist – zu aktivieren, und wenn Beschränkungen in der menschlichen Informationsverarbeitung berücksichtigt werden (Stern, 2017). In dieser Serie wird dargestellt, welche Vorgehensweisen wie das Erfassen des Vorwissens vor dem Unterricht und vor allem welche kognitiv aktivierenden Lernformen sich in empirischen Vergleichsstudien als besonders lernwirksam erwiesen haben.