Zeitressource ästhetischer Erfahrung und Selbstbildung

Das ästhetische Labor
schulmanagement 6/2018
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Ein souveräner Umgang mit Zeit sowie eine rhythmisierte Zeitplanung und –gestaltung zeigen sich im schulischen Alltag unverzichtbar. Zeit charakterisiert sich in der unterrichtlichen Interaktion zwischen Lernenden und Lehrenden als ein sehr kostbares, jedoch auch äußerst flüchtiges Gut. Lehrerinnen und Lehrer beklagen eine zunehmende Beschleunigung schulischer Prozesse, daraus resultierende Zeitnot, Zeitdruck, Hektik, Stress und konnotieren Zeit mitunter vorrangig als Problem denn als Wert. Wie lässt sich über Zeit in didaktischen Prozessen nachdenken? Wie können gerade Pausen als sinnstiftende Unterbrechungen den Rhythmus des Unterrichts sinnvoll und begründet strukturieren? Und wie können Pausen zu einer Ressource ästhetischer Erfahrung und Selbstbildung werden sowie identitäts- und sinnstiftend erfahrbar werden? Nachfolgend soll über ein didaktisches Zeitverständnis im Spannungsfeld zwischen „chronos“ und „kairos“ nachgedacht und über Pausen als sinnstiftende Unterbrechungen reflektiert werden. Ferner soll das ästhetische Labor als Zeitressource ästhetischer Erfahrung und Selbstbildung vorgestellt werden.