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Inhaltsverzeichnis 1/2012
Georg Büchner
Kurzes Leben, schmales Werk, weltweite Wirkung (Christian Neuhuber)
- Abstract
Nur etwas mehr als 23 Jahre Lebenszeit waren ihm beschieden und er lebte, als wüsste er darum. Vier Werke, die man heute getrost zur Weltliteratur zählen darf, hatte er verfasst, war zuvor schon als Sozialrevolutionär ins Visier eines spätabsolutistischen Polizeiapparats geraten und nur der Tod konnte seine steile wissenschaftliche Karriere verhindern, die sich mit einer Dozentur an der Zürcher Universität anbahnte.
„Danton‘s Tod“
Plädoyer für eine Lesart der Hoffnungslosigkeit (Peter Peters)
- Abstract
Georg Büchners „Danton’s Tod” ist von den Theaterbühnen nicht wegzudenken und zugleich fester Bestandteil des heimlichen Lektürekanons an den Oberstufen deutscher Schulen. Dabei ist das Drama höchst anspruchsvoll, sperrig und scheut nicht den Blick in menschliche Abgründe. Seine scheinbar zeitlose Aktualität ist eher erschreckend als beruhigend und verstört. Eine solche Verstörung zuzulassen, stellt eine Herausforderung dar.
Das Kunstgespräch im „Lenz“
Ein Beitrag zu Georg Büchners Kunsttheorie (David Krause)
- Abstract
Handelt es sich bei Georg Büchners Erzählung „Lenz” um ein Plagiat? Schließlich greift Büchner in seiner Erzählung deutlich, an vielen Stellen fast wörtlich auf den Bericht des Pfarrers Oberlin zurück. Nein, denn Büchner setzt den Bericht im Sinne seiner ästhetischen Überzeugungen, die er im berühmten „Kunstgespräch” entfaltet, kunstvoll um.
Was bedeutet „Nilschlammziegel“?
Fachwörter durch Zergliedern und Umschreiben verstehen (Heinz Risel)
- Abstract
Das Identifizieren und Entschlüsseln schwieriger Stellen im Text gehört zu einer umfassenden Kompetenz, Texte zu verstehen. Der Teufel steckt bekanntlich im Detail, hier insbesondere in unverstandenen Einzelwörtern. Dies zeigen die obigen Beispiele aus einem Sachtext zum Pyramidenbau. Damit Lernende mit dem Erschließen solcher Verständnishürden nicht allein gelassen werden, vermitteln die folgenden Vorschläge ein Methodenwissen, das besonders Schwächeren eine eigenständige Texterarbeitung erleichtert. Dieses Wissen ist auch in den Sachfächern hilfreich.
Attraktive Attribute
Andere gut informieren (Heinz Risel)
- Abstract
Für manche Schüler/innen der Sekundarstufe sind Adjektive und Attribute identisch. Sichtet man nämlich Schulbücher, so trifft die oft beklagte Vermischung von Wortart- und Wortgruppenebene auch für diese sprachlichen Größen zu: Als Attribute werden oft nur Adjektive präsentiert. Eine angemessene Didaktisierung muss dagegen neben der kommunikativen Bedeutung und der syntaktischen Funktion die Formvarianz ansprechen. Dazu ist es notwendig, mehrwortige Attribute zu präsentieren. Außerdem müssen nachvollziehbare Verwendungskontexte Ausgangspunkt für sprachliches Nachdenken und für eigenes Formulieren sein.
Alles zu seiner Zeit
Kasuskongruenz und Kommasetzung bei mehrteiligen Datumsangaben - Zweifelsfälle der deutschen Grammatik (Teil 6) (Klaus Mackowiak)
- Abstract
Bei mehrgliedrigen Datumsangaben steht man recht regelmäßig vor zwei verschiedenen Schwierigkeiten: Einerseits stellt sich die Frage, ob es am Mittwoch, dem 21. Dezember 2011 heißt oder doch eher am Mittwoch, den 21. Dezember 2011 oder auch für Mittwoch, dem 21. Dezember 2011 oder eher für Mittwoch, den 21. Dezember 2011. Andererseits tauchen immer wieder Unsicherheiten auf, was die Kommasetzung bei mehrgliedrigen Datumsangaben angeht: Die ganze Crew wird am Mittwoch,[?] dem / den 21. Dezember,[?] um 14 Uhr,[?] eintreffen.
Wörter mit ss und ß
Die Schreibweisen für den stimmlosen s-Laut (Wolfgang Klenck)
- Abstract
Auch nach der Rechtschreibreform ist die Schreibung der s-Laute eine häufige Fehlerquelle. Im süddeutschen Raum wird beim Sprechen zwischen stimmhaftem und stimmlosen s-Laut (Soße, fließen – die Fliesen) nicht diskriminiert; selbst geübte Schreiber achten teilweise nicht auf die Vokallänge und senden Grüsse aus der Hauptstrasse. In der Unterrichtseinheit soll den Schülern folgende Faustregel zur Schreibweise des s-Lautes vermittelt werden: „Normalerweise schreibt man ein s. Nach einem kurzen Selbstlaut steht häufig ss. Die Wörter mit ß muss man sich merken.”
„Das Diebesnest”
Differenziertes Arbeiten mit der Leserolle zum Jugendbuch von Annette Weber (Andrea Spitzley)
- Abstract
Die Erweiterung der Lesefähigkeit und der Leseerfahrungen geschieht in der Auseinandersetzung mit der differenzierten Lektüre „Das Diebesnest”. Die Bearbeitungen verschiedener Leseaufgaben erfolgen im Zusammenhang mit der motivierenden Gestaltung einer Leserolle. In regelmäßigen Reflexionsphasen schätzen die Schüler ihr eigenes Arbeitsverhalten und ihre Aufgabenbearbeitungen mit Hilfe einer Reflexionszielscheibe ein.
„Der Junge im gestreiften Pyjama”
Entwicklung und Systematisierung einer Themenkartei zum Roman von John Boyne (Ulrike Rohr)
- Abstract
„Auswisch” – das klingt ähnlich wie „Auschwitz”, das war doch ein Konzentrationslager, aber was ist da eigentlich passiert? Wenn eine Lektüre wie der Roman „Der Junge im gestreiften Pyjama” Schüler anregt, Fragen wie diese zum Thema Holocaust zu stellen, ist ein Leseinteresse an den Buchinhalt angebahnt. Erst dann entwickeln Schüler das Bedürfnis, Antworten auf ihre individuellen Fragen zu suchen und zu finden und gelangen auf diese Weise zu einem tieferen Textverständnis. Die Antworten aller Schüler werden in einer Themenkartei zur Lektüre auf Themenkarten gesammelt, die Karteninhalte geordnet und stehen dann anschließend allen Schülern bei der weiteren Lektüre als Nachschlagehilfe zur Verfügung.
„Wo ist Danton?”
Eine Figur systematisch erschließen (David Krause)
- Abstract
Die Durchführung der vorliegenden Unterrichtsreihe setzt voraus, dass die Schüler das Drama gelesen und über die Handlung, Struktur und Personenkonstellation informiert sind. Die Unterrichtsreihe setzt bewusst den Schwerpunkt: Analyse der Figur „Danton”. Andere wichtige Aspekte, die im Rahmen einer umfassenden Lektüre des Dramas behandelt werden können (etwa die Beziehung zwischen Danton und Robespierre oder den biografischen Hintergrund), werden in dieser Sequenz noch nicht berücksichtigt.
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