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Inhaltsverzeichnis 1/2012
Selbstbestimmt arbeiten
Offener Unterricht praxiserprobt (Falco Peschel)
- Abstract
Die Notwendigkeit, auf einen Unterricht zu verzichten, der die Kinder einer Klasse schrittweise einem gemeinsamen Lehrgang folgen lässt, ergibt sich nicht erst beim Gedanken an Individualisierung, Integration oder Inklusion. Wie sieht es heute mit „offenen Unterrichts-formen“ aus? Haben sich bestimmte Formen -bewährt? Können sie die hohen Ansprüche an Schule heute erfüllen? Was bedeuten eigent--lich Schlagwörter wie Individualisierung, Inte-gration oder Inklusion in diesem Zusammenhang?
Reflexion eigener Lernprozesse
Förderung eigenaktiven und selbstständigen Lernens (Sabine Nagel)
- Abstract
Lernen ist immer dann besonders nachhaltig, wenn es eigenaktiv und selbstständig geschieht. Wie kann man das erreichen? Indem die Kinder von Anfang an in Entscheidungsprozesse mit einbezogen werden: Was kann ich schon? Was kann ich noch nicht so gut? Was will ich lernen? Was will ich noch üben?Im Beitrag werden Möglichkeiten aufgezeigt, Kinder von Anfang an dazu anzuregen, ihr eigenes Lernverhalten, ihre Lernprozesse, ihre Lernfortschritte und ihre Lernerfolge zu reflektieren und so Stück für Stück mehr Verantwortung für ihr eigenes Lernen zu übernehmen. Die Praxis zeigt: Wenn dies gelingt, lernen (fast) alle Kinder gern, zielgerichtet und zunehmend erfolgreich.
Inklusiver Deutschunterricht
Chancen für Tina, Tom und Sara (Stefanie Peschel)
- Abstract
Kinder sind völlig verschieden und mit der politisch geforderten Inklusion kommt Schule nicht mehr daran vorbei, allen Kindern gerecht werden zu müssen.Wissenschaftlich betrachtet beträgt der Entwicklungsunterschied zwischen den Kindern eines Jahrgangs mindestens drei bis vier Jahre, d.?h. in einer ersten Klasse sitzen letztendlich 5-jährige neben 9-jährigen Kindern. Und um allen diesen Kindern gerecht zu werden, funktioniert kein gleichschrittiger Unterricht, bei dem alle Kinder das Gleiche zur gleichen Zeit lernen sollen. Wie aber geht es dann?
Mathematik auf eigenen Wegen erobern
(Heike Draber)
- Abstract
Michelle findet Zahlen zu Beginn der Klasse 1 per se „doof“. Zahlen verkörpern für sie sinnlose Striche auf dem Papier. Das Zählen bis 10, das Unterscheiden von rechts und links sowie das Aufspüren und Einhalten von Strukturen fallen ihr noch schwer. Kurzum, der herkömmlichen Mathematik kann Michelle augenblicklich nichts abgewinnen.Michelle benötigt ganz dringend einen Mathematikunterricht, der sie dort abholt, wo sie steht, der ihr ein Konstruieren und Entdecken in Sinnzusammenhängen auf ihrem Niveau ermöglicht. Und vor allem braucht sie Raum und Zeit für selbstgesteuertes Erproben, Erfinden und Entdecken mathematischer Zusammenhänge. Mathematische Eigenproduktionen liefern den Schlüssel dazu, wie Schüler (auch mit geringen Vorkenntnissen) aktiv und initiativ einen Großteil der Mathematik selbstgesteuert entdecken können.
Portfolio zur Vernetzung von Person, Prozess, Produkt
Vertrautes – neue Wege – eigene Wege (Christina Hübner)
- Abstract
Die Darstellung und Reflexion von Lernfortschritten, die den jungen Menschen in seiner Individualität mit seinen Talenten wahrnimmt und ihn am Unterricht partizi-pieren lässt, bedeuten neue Wege in der Lehr- und Lernkultur.Ursprünglich war ein Portfolio, das bereits Künstler zur Zeit der Renaissance verwendeten, eine Sammlung von Bildern, um die künstlerischen Fortschritte zu zeigen. Im Laufe der Zeit tauchte der Begriff in unterschiedlichen Zusammenhängen und Fachbereichen auf. Im Allgemeinen kennzeichnet der Verwendungszweck das Verständnis von Portfolio.
Leistungsmessung
Individualisierung und Inklusion (Falco Peschel)
- Abstract
In jedem Unterricht müssen sich Leistungserziehung und Leistungsmessung von der üblichen undifferenzierten Kontrolle durch Diktate, themenzentrierte Aufsätze oder Mathematiktests lösen und qualitativ weiterentwickelt werden. Die meisten dieser Überprüfungsformen messen weder das, was sie vorgeben zu messen, noch dienen sie wirklich einer Leistungserziehung.
Offener Unterricht
Individualisierung und Inklusion (Falco Peschel)
- Abstract
Oftmals sind es nur kleine Schritte, die einen rein organisatorisch geöffneten, aber an den Bedürfnissen von Kind und Lehrkraft vorbeigehenden Unterricht von einer Lernsituation trennen, die eine sichere Passung von Lernstoff und Lernenden erzeugt. Es ergibt sich ein radikaler Perspektivwechsel. Der Blick ist auf das Kind selbst als lernendes und verantwortliches Individuum gerichtet.
Lebensmittelgruppen im Supermarkt
Förderung der Verstehensfähigkeit (Alexia Kolokythas)
- Abstract
Förderung der VerstehensfähigkeitVerstehensfähigkeit bedeutet, handelnd mit Sprache umzugehen. Die Schüler sollen darin gefördert werden. Sie arbeiten aktiv und produktiv sowie vielfältig bezüglich der Umwandlung, Ergänzung und Variation am Text.Den Schülern werden Lebensmittelsorten (Obst/Gemüse/Nudeln) und ihre Unterscheidung nahegebracht. Sie festigen diese und lernen, sich lebenspraktisch damit auseinanderzusetzen. Dies dient als Schritt in Richtung Selbstständigkeit.
Was ein Fisch und ein U-Boot gemeinsam haben …
Das Archimedische Gesetz (Horst Stephan)
- Abstract
Wer in eine Badewanne oder ein Schwimmbecken steigt, hat oft das Gefühl, leichter zu sein als an der Luft. Das täuscht, weil der Körper im Wasser „Auftrieb“ erfährt und dabei scheinbar ein Gewichtsverlust entsteht.Im Beitrag wird das Archimedische Gesetz thematisiert und durch einfache Experimente erschlossen, die Informationen liefern und Erklärungshilfen anbieten.
Lustige Köpfe
Moderne Porträtmalerei nach Berkouk (Simone Hell)
- Abstract
Punkt, Punkt, Komma, Strich, fertig ist das Mondgesicht. Köpfe und Gesichter sind Motive, die in der Malentwicklung von Kindern eine bedeutende Rolle spielen.Nicht nur die Bildsprache der Grundschüler zeigt schematische Gesichter, auch bekannte Künstler bedienen sich solcher Gestaltungselemente. Welches Potenzial in der aktiven Auseinandersetzung mit einem Künstlerporträt liegt, wird im Beitrag exemplarisch gezeigt.
Das Spectaculum
Das Mittelalter im Klassenzimmer – Handwerksberufe (Leonie Bossmanns)
- Abstract
Die Schüler entwickeln durch eine praktische Auseinandersetzung mit ausgewählten Handwerksberufen, die es auch heute noch gibt, ein historisches Verständnis vom mittelalterlichen Berufsleben.Die Schüler erhalten Gelegenheit, sich mit der Herstellung eines Handwerksprodukts zu befassen. Dabei lernen sie, dass Berufe sich im Laufe der Zeit verändert haben und heute viele Produkte nicht mehr handwerklich, sondern maschinell hergestellt werden. Der Schwerpunkt wurde für ein Schulfest zum Thema „Mittelalter“ ausgewählt.
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