Wie aus einzelnen Beiträgen ein Heft wird ...

Wenn die Beiträge im Verlag eintreffen, schlüpft die Redakteurin in die Rolle der ersten Leserin: Ist der Text verständlich? Werden die Kinder später die Kopiervorlage gut bearbeiten können? Muss irgendwo gekürzt oder ergänzt werden? Mit kritischem Blick geht die Redakteurin jeden Beitrag Zeile für Zeile durch und bearbeitet die Texte am Computer. Dabei hat sie stets die Gesamtkomposition des Heftes vor Augen.

Jede unserer Zeitschriften hat einen fest vorgeschriebenen Seitenumfang und folgt einem Konzept. Die Redaktion achtet darauf, dass alle inhaltlichen und formalen Vorgaben erfüllt werden und am Ende alles auf die vorgeschriebene Seitenzahl passt. Dabei gilt: Was nicht passt, wird passend gemacht.
Im Austausch mit der Autorin oder dem Autor glättet die Redakteurin unklare Formulierungen, fügt Absätze ein, kürzt oder ergänzt Textpassagen und prüft alle Materialien auf Herz und Nieren. Da werden nicht nur Aufgaben nachgerechnet, sondern auch schon mal Experimente nachgestellt oder Spiele einem Praxistest unterzogen.
Gleichzeitig überlegt die Redakteurin, wie sich die Texte auflockern und ansprechend gestalten lassen: Gibt es Unterrichtsfotos von den Autorinnen und Autoren oder werden zusätzlich Fotos einer Agentur benötigt? Braucht man für die Kopiervorlage eine Zeichnung, damit die Kinder die Anleitung besser verstehen? Wenn ja, was genau soll gezeichnet werden?
Mithilfe eines Seitenplans legt die Redakteurin abschließend fest, in welcher Reihenfolge die Beiträge später im Heft erscheinen sollen. Diesen Seitenplan schickt sie zusammen mit allen Textdateien, Materialseiten und Abbildungen an den zuständigen Setzer, der die Beiträge in das Heft-Layout überführt. Außerdem leitet die Redakteurin rechtliche Fragen an die Kolleginnen und Kollegen der Abteilung Medienbeschaffung weiter. Doch dazu mehr in unserer nächsten Folge...