Lese-Rechtschreibschwäche

Schulmagazin 5-10 1/2001
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Ausgeprägte Schwierigkeiten beim Lesen und Rechtschreiben treten bei mehr als zehn Prozent der Schülerinnen und Schüler auf: Legasthenie als eine umschriebene Entwicklungsstörung des Lesens und der Rechtschreibung tritt bei etwa vier Prozent der Schülerinnen und Schüler auf. Von daher ist es äußerst wichtig, solche Lese-Rechtschreibstörungen zu diagnostizieren und gezielt zu behandeln. Kennzeichnend für Legasthenie sind nicht bestimmte Fehler, sondern ist die große Vielzahl unterschiedlicher Fehler und eine Fehlerinkonsistenz. Man kann heute davon ausgehen, dass lese-rechtschreibschwache Kinder keine ausgeprägte phonologische Bewusstheit besitzen. Es gibt zurzeit solide multiaxiale diagnostische Verfahren, frühzeitig Lese-Rechtschreibstörungen zu erkennen. Je frühzeitiger diese Störungen erkannt werden, desto besser können Fördermaßnahmen greifen. Aber auch noch in der Grundschule und zum Beginn der Sekundarstufe I sind Fördermaßnahmen mit Erfolg durchzuführen. Dazu werden erprobte Förderprogramme vorgestellt.