Digitale Schnitzeljagd

Die App »Actionbound« im Praxistest
Schulmagazin 5-10 3/2019
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Wir erinnern uns an Karl May: Der Flüchtende hinterließ meist trotz großer Mühe Spuren, die Hinweise auf seine Route gaben, und der fitte Indianer oder Trapper konnte sie lesen und ihm folgen. Bei anderen Gelegenheiten konstruierten die Bewohner des Wilden Westens für später durchziehende Freunde Hinweise, um sie in die richtige Richtung zu lenken. Dieses Prinzip wird bei Jugendfreizeiten und auf Kindergeburtstagen gerne aufgegriffen, um die Teilnehmer und Gäste zu einer Schnitzeljagd an die frische Luft zu schicken. Weiterentwickelt hat sich die Art der Spuren. Während es zu Karl Mays Zeiten abgeknickte Äste und verlegte Steine und vor zwanzig Jahren noch Zettel mit Rätseln und Aufgaben waren, hat der technikaffine Mensch mittlerweile das Geocaching entdeckt. Auch der Einsatz der GPS-Funktion im täglichen Gebrauch und der Hype um das Spiel Pokemon Go hat die Entwicklung von Apps angestoßen, die auf dem Prinzip der Schnitzeljagd basieren. Eine davon, Actionbound, bietet vor allem bei der Durchführung von Erkundungen und Klassenfahrten eine Vielzahl an Möglichkeiten.